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Früherkennung von Brustkrebs: "Frauen haben Anspruch auf höchste Qualität"
Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger drängt auf umgehenden Beschluss zur Umsetzung des Nationalen Programms zur Früherkennung von Brustkrebs
Wien, 24.11.2011 - Die hohen Qualitätsstandards für die künftige
systematische Früherkennung von Brustkrebs in Österreich sind
fixiert. Es gibt einen detaillierten Vorschlag von Sozialversicherung
und Ärztekammer für den Weg zum Programm, bzw. für das Programm
selbst. Was fehlt, ist die Zustimmung der einzelnen Mitglieder der
Bundesgesundheitskommission zur Finanzierung.
"Ich glaube wir sind es der Gesundheit der Frauen schuldig, dass
hier umgehend von allen Beteiligten 'Grünes Licht' für die
Realisierung des Programms gegeben wird", betont Dr. Gerald
Bachinger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Patientenanwälte.
Da es immerhin rund 18 Monate dauert bis voraussichtlich Mitte
2013 die erste Frau zur Brustkrebsvorsorge eingeladen wird, bedeutet
jedes Zuwarten oder ein Aufschieben des Beschlusses mit Hinweis auf
die Finanzierung, dass bei vielen Frauen ein Tumor nicht oder viel zu
spät erkannt wird. Denn Zielgruppe des Programms sind gerade jene
Frauen, die leider ohnehin viel zu wenig das bereits heute bestehende
Angebot an Brustkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen
"Keinesfalls darf auch", so Bachinger weiter, "mit Hinweis auf den
finanziellen Aufwand an den Qualitätsstandards, die ohnehin unter
den EU-Standards liegen, noch weiter gedreht werden". Abgesehen davon
dass Österreichs Frauen einen Anspruch auf die höchste Qualität bei
Untersuchung und Befundung im Rahmen der Früherkennung von Brustkrebs
haben, wirkt sich diese auch massiv auf den Erfolg des Programmes
aus. "Falsche Befundungen sprechen sich erfahrungsgemäß sehr rasch
herum. Und das wiederum führt nur dazu, dass Frauen dieses wichtige
Angebot dann erst gar nicht annehmen."
Als positiv und im Interesse aller Frauen bewertet Bachinger im
Zusammenhang mit dem neuen Qualitätsstandards, dass diese nicht nur
für das Nationale Programm gelten, sondern für alle künftigen
Mammographien.
Quelle: APA
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