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Europa Donna - Pan Europäische Konferenz,

5.–7.11.2005, Rom

 

Die Pan Europäische Europa Donna Konferenz wird im Zwei-Jahres-Rhythmus veranstaltet und immer von einem anderen nationalen Europa Donna Forum organisiert. Dieses Jahr fand die Konferenz im Europa Donna-Gründungsland Italien - in Rom - statt und war ausgesprochen gut besucht.

 

Diese von Europa Donna International organisierte Konferenz bietet die großartige Möglichkeit, Europa Donna-Aktivistinnen aus ganz Europa zu treffen, unsere gemeinsamen Ziele zu diskutieren und uns gegenseitig in deren Umsetzung zu unterstützen.

 

Die Vorträge und die daran anschließenden Diskussionen spiegelten die aktuellen Probleme und Trends zum Thema „Brustkrebs“ wieder.
Unter den Vortragenden waren hochrangige Politiker und WissenschafterInnen wie zum Beispiel EU-Kommissär Markos Kyprianou, der die Notwendigkeit von nach EU-Richtlinien zertifizierten Brustzentren in ganz Europa unterstrich.

 

Alberto Costa, Direktor der Chirurgie Fondazione Salvatore, hielt ein Referat über die Vor- und Nachteile der modernen Brustchirurgie. Er forderte die Einrichtung medizinischer Teams in der Therapie von Brustkrebs, sowie die Errichtung spezieller Brustzentren, wobei, wie er betonte „wir ein solches Zentrum nicht in jedem Dorf haben können“. Die Patientinnen sollten also auch bereit sein, nicht an ihrem Heimatort behandelt zu werden. Costa: „Neue Therapien und Methoden reduzieren die Kosten für follow-ups! Die EU hat dies bereits erkannt und dementsprechende Verhandlungen begonnen.“

 

Olivia Pagani, Onkologin am „Institute for Southern Switzerland“, stellte neue Therapien und klinische Studien zu neuen Chemotherapien und neuen Hormontherapien vor.

 

Pat Hargadon, Irland, Breast Nurse, stellte die Rolle der Komplementärmedizin bei Brustkrebs dar und unterstrich deren Einfluss auf das Wohlbefinden der Patientinnen.

 

Luigi Cataliotti, Universität Florenz, Präsident der EUSOMA (Europäische Gesellschaft für Senologie) stellte den Konferenzteilnehmerinnen die EU-Richtlinien zur Errichtung von spezialisierten Brustzentren vor: „Wir sollten dem Beispiel Englands folgen, wo es 200 solcher Zentren gibt.“

 

Im Rahmen eines Workshops wurde gemeinsam mit ChirurgInnen, OnkologInnen, RadiologInnen, PathologInnen und Krankenschwestern erarbeitet, wie das „ideale“ medizinische Team für die Behandlung von Brustkrebs aussehen sollte und wie es arbeiten sollte.

 

Weiters wurden Projekte aus Belgien, Portugal und der Türkei vorgestellt und deren Erfolg diskutiert.

 

Die wichtigste Botschaft dieser Konferenz lautete:
Information zu verbreiten und zu fordern, dass alle Therapien für alle Frauen verfügbar sind, nationale Screening Programme zu fordern und zu unterstützen und die Patientinnen zu darin stärken, ihr Recht zu verlangen und Fragen zu stellen.

 

Wir wünschen uns allen - europaweit und darüber hinaus - viel Erfolg in der Umsetzung dieser Forderungen und danken für die tolle Unterstützung unseres europäischen Netzwerks, derer sich jedes nationale Forum sicher sein kann.

 

Gemeinsam sind wir stark! Unsere „gemeinsame Stimme“ wird gehört!

 

Ingrid Schnabl, Koordinatorin Europa Donna – Netzwerk Brustkrebs, Österreich
ingrid.schnabl@europadonna.at

 

 
   
 

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