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Europäischer Radiologenkongress in Wien: Innovationen im Kampf gegen Brustkrebs
Von 4. – 8. März werden in Wien 18.000 Radiologen beim 22. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology/ECR) tagen. Auch heuer werden wieder Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung ihr Fachwissen auf den verschiedensten Gebieten austauschen und die neuesten Erkenntnisse der Forschung - auch zum Thema Brustkrebs - präsentieren. Im Vorfeld des Kongresses informiert die Europäische Gesellschaft für Radiologie in einer APA-OTS-Presseaussen über die Tomosynthese.
Revolutionäre Neuerungen auch bei der Krebstherapie
Als primäres diagnostisches Verfahren bei der Brustkrebsvorsorge gilt die Mammografie. Zusätzliche Verfahren sind die Sonografie (Ultraschall) und die Magnetresonanztomografie (MRT), die nicht mit Röntgenstrahlung, sondern mit elektro-magnetischen Wellen arbeitet.
Neue technische Geräte bieten auch neue Möglichkeiten der Behandlungen: Im Brustgesundheitszentrum der Medizinischen Universität Wien wird zum Beispiel mit einem neuen Tomosynthese-Gerät gearbeitet, und auf dem Gebiet der molekularen Bildgebung geforscht. Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich, stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Radiodiagnostik am AKH Wien, leitet dieses Zentrum.
Tomosynthese: Brustkarzinome können früher entdeckt werden
Das Tomosynthese-Gerät, welches viele Schnittbilder des Körperinneren herstellt, funktioniert wie ein Computertomograph. Zusätzlich werden die Bilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und mithilfe einer speziellen Software zu verschiedenen Schichtbildern verarbeitet. "So könnte die Mammografie revolutioniert werden - Brustkarzinome können besser dargestellt und so selbst kleine Karzinome früher erkannt werden", erklärt Helbich.
Radiologen können dem Tumor beim Wachsen zusehen
Auch die molekulare Bildgebung ermöglicht im wahrsten Sinne des Wortes neue Einblicke, nämlich direkt in die Tumorzelle. So können wertvolle Erkenntnisse zu Wachstum und Eigenschaften des Tumors gewonnen werden. Helbich, der die kürzlich geschaffene Professur für molekulare Bildgebung an seiner Klinik innehat, beschreibt mögliche Perspektiven auf diesem neuen Gebiet: "Ein Ziel ist die Entwicklung von bestimmten Biomarkern, die uns sagen könnten, wie aggressiv der Tumor ist, oder wie er auf eine gewissen Therapie anspricht".
Revolution in der Krebstherapie: Individuelle Behandlung nun möglich
Dies könnte dazu führen, dass man eine bessere, auf den Patienten bzw. die Patientin individuell abgestimmte Therapie erarbeiten könnte, und Kontrollmöglichkeiten hat, um diese Therapie, zum Beispiel die Wahl des richtigen Medikaments, konsequent zu re-evaluieren und ihre Wirksamkeit zu überwachen. "Eine solche am Patienten orientierte Therapie ist nicht nur Kosten senkend, sondern bringt auch deutlich höhere Erfolge für die PatientInnen", konkretisiert der Helbich. In fünf bis zehn Jahren könnten diese neuen Techniken und Methoden im klinischen Alltag zur Verfügung stehen, und die Krebstherapie revolutionieren.
Strahlenbelastung so "groß" wie bei einem Flug nach New York
Aber auch abseits dieser Visionen für die Zukunft kann die Radiologie schon heute viele Erfolge vorweisen: so hat zum Beispiel die Entwicklung der digitalen Mammographie und immer besserer Geräte die verwendete Strahlendosis deutlich reduziert. "Die technische Entwicklung hat zu einer beträchtlichen Reduktion der Strahlendosis geführt. Die modernen Geräte halten die Strahlenbelastung der Mammografie so gering, dass sie mit der Strahlenbelastung eines Transatlantik-Flugs verglichen werden kann", erklärt Helbich.
Rückfragehinweis:
European Society of Radiology - ESR
Stefanie Muzik, Julia Patuzzi
Tel.: +43 1 533 4064-0
Email:press@myESR.org
www.myESR.org
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