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Hintergrundwissen – Radiologische Untersuchung der Brust (Kap. 8)
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8. Radiologische Biopsiemethoden
8.1. Vakuumbiopsie der Brust
Bei der Vakuumbiopsie handelt es sich um ein vakuumunterstütztes Biopsie-System, das nach Einbringen der Nadel in den verdächtigen Bezirk der Brust durch ein Vakuum kleine Gewebsstücke in die Probenkammer der Nadel saugt, die dann unter dem Mikroskop untersucht werden können. Häufig wird am Schluss der Biopsie ein Metallclip verankert, der das spätere Auffinden des verdächtigen Bezirkes ermöglicht. Die Vakuum-Biopsie kann sowohl bei liegender wie auch sitzender Patientenposition durchgeführt werden. Hauptsächlich wird sie zur Abklärung verdächtiger Mikroverkalkungen eingesetzt, weshalb die Vakuum-Biopsie an einem Mammographiegerät durchgeführt wird. Die Ergebnisse der Vakuum-Biopsie entsprechen denen einer chirurgisch-operativen Biopsie, der Eingriff einer Vakuum-Biopsie ist jedoch für die Patientin deutlich weniger belastend und zudem auch kostengünstiger als eine Operation [67-70]. Damit hat die Vakuum-Biopsie heute die chirurgische Biopsie in der feingeweblichen Diagnose des Brustkrebses abgelöst. Über ihren Einsatz in Österreich besteht von Seiten der Radiologen Konsens, was einen wichtigen Aspekt der Qualitätssicherung darstellt [71].
8.2. Ultraschall-gezielte Biopsie
Die Ultraschall-gezielte Stanzbiopsie oder Vakuumbiopsie hat sich vor allem in der Abklärung von umschriebenen Veränderungen, die mit dem Ultraschall erkennbar sind, als verlässliche Methode erwiesen. Mittels Ultraschall wird – ähnlich wie bei der am Mammographiegerät durchgeführten Biopsie – unter sterilen Bedingungen und nach örtlicher Betäubung die Nadel in den verdächtigen Bezirk eingebracht und anschließend das entnommene Gewebe einer mikroskopischen Beurteilung zugeführt. Ein Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass natürlich nur eindeutig im Ultraschall darstellbare Veränderungen biopsiert werden können. Somit sind kleine Herde (bis 5 mm) bzw. Mikrokalkareale für die Ultraschall-gezielte Biopsie nicht geeignet, da letztere nur im Mammogramm am besten sichtbar sind [72].
8.3.MR-gestützte Brustbiopsie
Die MR-gestützte Biopsie sowie präoperative Tumorlokalisationen für Veränderungen, die ausschließlich mittels MR-Mammographie erkennbar sind, müssen naturgemäß in MR-Geräten durchgeführt werden. Die MR-gestützte Brustbiopsie kann in spezialisierten Zentren ambulant durchgeführt werden.
8.4. Feinnadel-Aspirationszytologie (FNAC)
Die FNAC ist eine schnelle und kostengünstige diagnostische Methode, die vor allem in Kombination mit der Mammographie oder dem Ultraschall eingesetzt wird. Eine dünne Nadel wird bis zum verdächtigen Bezirk vorgeschoben und es werden Gewebszellen angesaugt. Der Vorteil der Methode liegt in der besonders dünnen Nadel, ihr Nachteil jedoch darin, dass keine Gewebsverbände wie bei der Vakuum-Biopsie, sondern nur Einzelzellen gewonnen werden können. Zusätzlich liefert die FNAC in bis zu 37 % der Fälle für eine Beurteilung nicht ausreichende Gewebemengen und in bis zu 31 % der Fälle falsch negative Resultate, d.h. zeigt einen unauffälligen Befund, obwohl ein Tumor vorhanden ist [73].
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