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Die Diagnose "Krebs" erfordert enorme AnpassungsleistungenAngesichts einer Krebserkrankung stellen sich viele Patientinnen die Frage nach dem „Sinn“. Speziell geschulte Psychologen und Psychotherapeuten helfen, den individuellen Weg zur Bewältigung der seelischen Krankheitsfolgen zu finden.

Die Diagnose „Krebs“ bedeutet immense Ängste, eine existentielle Bedrohung und sie erfordert von Betroffenen und ihren Angehörigen enorme Anpassungsleistungen. Die Einstellung zur Krankheit kann den Verlauf entscheidend mitbestimmen.

Dass sich das Wiederfinden des seelischen Gleichgewichts günstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt, sei heute durch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen bewiesen. Zu den wichtigsten Strategien der Krankeitsbewältigung – Psychologen nennen es „Coping“ – gehört zunächst ein Akzeptieren der Erkrankung. Gerade da ist ärztliche und psychotherapeutische Begleitung gefordert.

Die Angst nehmen

Angesichts einer Erkrankung wie Krebs suchen viele Menschen nach Erklärungen für die Ursache – im Vordergrund steht oft die Frage: „Warum hat es gerade mich erwischt?“ Dabei entstehen mitunter möglicherweise Schuldgefühle. PsychoonkologInnen bieten Informationen und helfen, Ängste zu reduzieren.

 

Angebot der Österreichischen Krebshilfe

Ein Team von rund 40 ExpertInnen der Österreichischen Krebshilfe bietet in allen Bundesländern kostenlose psychoonkologische Beratung an. „Wenn es nötig ist, dann organisieren wir auch eine längerfristige psychologische oder psychotherapeutische Begleitung. Bei Bedarf stellen wir auch den Kontakt zu niedergelassenen TherapeutInnen her“, meint Mag. Katharina Asbäck-Eder, Klinische Psychologin bei der Krebshilfe Steiermark. Die SpezialistInnen der Krebshilfe kooperieren außerdem mit Selbsthilfeorganisationen wie der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“.

Asbäck-Eder erinnert zudem daran, dass es mittlerweile laut Krankenanstaltengesetz an allen Landeskrankenhäusern eine psychologisch-psychotherapeutische Beratung angeboten werden muss und: PsychologInnen oder PsychotherapeutInnen mit einer Zusatzausbildung in Psychoonkologie helfen daher meist auf Konsiliarbasis auch an onkologischen Abteilungen. „PatientInnen, die den Wunsch nach einer solchen Beratung haben, sollten sich jedenfalls danach erkundigen“, empfiehlt Asbäck-Eder. Die Wiener Krebshilfe hat außerdem mit Unterstützung von Europa Donna Österreich die Broschüre „Mama/Papa hat Krebs“ herausgegeben, die unter anderem Fragen wie jene nach der Mitteilung der Diagnose an noch minderjährige Kinder beantwortet.

Österreichische Krebshilfe: Tel. 01/796 64 50, www.krebshilfe.net

 

Links zum Thema Psychoonkologie

Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP): www.boep.or.at; Helpline: 01/407 91 92

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie: www.psychotherapie.at

Österreichische Gesellschaft für Psychoonkologie (ÖGPO): www.oegpo.at

Österreichische Plattform für Psychoonkologie (ÖPPO): www.oeppo.com