Bunte Farben mit SchutzfunktionObst und Gemüse sind wahre Alleskönner. Sie liefern uns nicht nur Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, sondern auch eine Vielzahl an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Dazu zählen Flavonoide, Carotinoide, Phytosterine Polyphenole, Terpene, Enzym-Inhibitoren. Dies sind natürliche Geschmacks-, Duft- oder Farbstoffe und Pflanzenenzyme.

Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe blockieren bis zu einem gewissen Grad die Entstehung von krebserregenden Substanzen. Weiters dienen sie durch ihre antioxidative Wirkung als „Fänger“ von freien Radikalen und haben auf diese Weise eine Schutzfunktion für die Zelle. Außerdem wirken sie antibakteriell, stärken das Immunsystem und wirken auf Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel regulierend ein.

Die anregenden Farben der einzelnen Obst- und Gemüsesorten sprechen nicht nur unsere Augen an, sondern haben auch noch die oben erwähnten Funktionen:

Das „GELB“ in Karotten, Mangos, Marillen, Kürbis und Tomaten liefert uns ß-Carotin und Lykopin.

Das intensive „ROT“ aus rotem Paprika, Beeren, Melanzani, Rotkraut und rotem Wein versorgt uns mit Flavonoiden, Antocyanen, Ellagsäure.

Die Substanzen Chlorophyll und Glucosinolate (Inole, Sulforaphan) werden uns durch das „GRÜN“ aus vielen Gemüsesorten, Kräutern, Brokkoli, Kohl, Kraut und Kohlrabi geliefert.

Je bunter wir in unseren täglichen Speiseplan gestalten, desto besser sind wir mit sekundären Pflanzeninhaltsstoffen versorgt. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zu einer besseren Immunabwehr und einer höheren Widerstandskraft gegen Infektionskrankheiten geleistet.


>> Tipp:

Heimisches Obst und Gemüse der Saison bevorzugen, denn dieses ist nicht nur billiger, sondern auch reicher an Vitaminen und anderen Pflanzeninhaltsstoffen. Importierte Ware wird meist noch unreif geerntet und verliert durch die langen Transportwege wertvolle Inhaltsstoffe!

Akupunktur - weniger Wallungen, besseres AllgemeinbefindenAkupunktur soll Frauen, die im Zuge einer Brustkrebs-Therapie unter Hitzewallungen leiden, langfristige Erleichterung bringen können. Das legt zumindest eine aktuelle US-amerikanische Studie nahe.

"Viele Brustkrebs-Patientinnen, die mit Chemotherapeutika oder bestimmten antihormonellen Präparaten behandelt werden, leiden unter massiven Hitzewallungen", so Eleanor Walker, Forscherin vom Henry Ford Hospital in Detroit. Den Ergebnissen ihrer Untersuchung nach kann es die Akupunktur, bekanntlich eine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), mit gängigen Medikamenten gegen die Wallungen mehr als aufnehmen.

Untersucht wurden die Effekte der Akupunktur bei 47 Mammakarzinom-Patientinnen. Die per Zufall ausgewählten Frauen unterzogen sich gerade einer Brustkrebs-Therapie und erhielten gängige Medikamente. Die Probandinnen gaben an, mindestens 14 Mal pro Woche unter Hitzewallungen zu leiden. In der Folge bekamen die Frauen zwölf Wochen lang entweder ein Medikament gegen die Wallungen oder sie wurden zur Linderung dieser Beschwerden mittels Akupunktur behandelt.

Gute Wirksamkeit, geringe Nebenwirkungen

"Dabei zeigte sich, dass gezielte Akupunktur genauso wirksam gegen die Hitzewallungen half wie das Medikament, das wir den Frauen gaben", berichtet Studienleiterin Walker. Und während viele der Frauen, die das Medikament einnahmen, über Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Schlafstörungen klagten, blieb das den Frauen aus der Akupunktur-Gruppe erspart. Die positive Wirkung der Nadelbehandlung hielt zudem länger an.

"Jene Frauen, die das Medikament eingenommen hatten, litten zwei Wochen nach Absetzen der Medikation wieder unter Hitzewallungen", so die Studienleiterin. "Bei den Frauen aus der Akupunkturgruppe nahmen die Hitzewallungen dagegen erst rund 14 Wochen nach der letzten Akupunktur wieder zu." Darüber hinaus hätten viele der Frauen auch über eine Verbesserung ihrer Befindlichkeit berichtet: Sie gaben an, durch die Akupunktur mehr Energie, einen klaren Kopf, ein besseres Allgemeinbefinden und auch mehr sexuelle Lust erfahren zu haben. Die Studie wurde Ende September beim Jahreskongress der US-amerikanischen Gesellschaft für therapeutische Radiologie und Onkologie in Boston vorgestellt. (BU)

Quelle: NetDoktor, Reuters Health

Vom antiken Brustgürtel zum modernen Wonderbra
Schon in der Antike kannte man Brustgürtel und gewickelte Bandagen, um die Brust zu heben oder - bei jungen Mädchen - das Wachstum der Brüste zu verstecken. Den formenden, die Brust verschönernden Büstenhalter gibt es seit etwa hundert Jahren. Ein schwäbische Korsettenmacher entwickelte das erste angenehm tragbare Modell. Anfang der 60er-Jahre hatte sich der BH bereits voll durchgesetzt - allein in Deutschland wurden Jahr für Jahr viele Millionen BHs verkauft. Aber es gab auch Gegner des neuen, raffinierten Kleidungsstückes. 1968 kam es sogar zu BH-Verbrennungen, ausgelöst durch die neue Bewegung der Love and Peace-Generation.

Heute bietet der Fachhandel für jede Form und Größe der Brüste ein passendes Modell. Mit eingenähten Bügeln, Kunststoff- oder Plastikeinlagen, sogar mit Gel oder Wasser gefüllte BHs, die Brüste größer erscheinen lassen, Haftschalen, die ohne Träger und Rückenteil direkt am Körper haften, Träger aus einem speziellen Material, das sich der Schwere des Busens anpasst und Schnürfurchen auf den Schultern vermeidet.

Können Büstenhalter Krebs auslösen?

Sind aber diese kunstvollen Konstruktionen nicht vielleicht auch gesundheitsschädigend? „Die stützende Funktion eines BHs ist für das Bindegewebe der Brust, vor allem nach einer Operation, besonders wichtig“, sagt Dr. Erika Pilz, plastische Chirurgin und Expertin auf dem Gebiet von Brustoperationen. Die Brust hat nämlich keinen Muskel, den man trainieren kann, die einzige „Aufhängung“ ist die Haut. Der Brustmuskel liegt unter der Haut und hat keine Haltefunktion. Vor allem bei Frauen mit einer großen Brust verhindert der BH eine übermäßige Dehnung der Haut. Aber auch Frauen mit kleinen Brüsten sollten nicht auf den BH verzichten.

Trotzdem haben manche Frauen Bedenken: Können die Metallreifen, die Kunststoffeinlagen, die ständige, feste Haltung der Brust nicht krebsfördernd sein? „Durch diese Reize kann kein Krebs ausgelöst werden“, betont Dr. Pilz.

Erst medizinische Stütze, dann wieder raffinierte Spitze!

„Besonders nach einer Operation soll ein medizinischer Stütz-BH Tag und Nacht, sechs Wochen hindurch, getragen werden. Für weitere sechs Wochen genügt es, den BH nur während des Tages zu tragen. Danach kann frau wieder das Modell wählen, in dem sie sich wohl fühlt und gefällt“, empfiehlt die Expertin. Wieder anziehend und selbstsicher zu sein - ein raffinierter BH kann dazu beitragen.

Dr. Gerta Niebauer, Journalistin
Die Autorin:
Dr. Gerta Niebauer, promoviert in den Fächern Germanistik, Anglistik und Publizistik in Wien. nach ihrer Tätigkeit bei den Vereinten Nationen in Wien und New York als Press Officer arbeitet sie nun mehr als freie Wissenschafts- und Gesundheitsjournalistin bei "die Presse", Ärztezeitung, Medizin Populär und Jatros - Dermatologie.

Für ihre Tätigkeiten wurde sie unter anderem mit dem Dr. Kardinal Innitzer Preis ausgezeichnet.