Monas Blog

Da derzeit so viele Gerüchte um das Thema Methadon in der Krebstherapie kursieren, und auch wir mmer wieder Anfragen dazu erhalten, möchte ich euch gerne fundierte Auskunft von Experten weitergeben, der wir uns als Europa Donna Austria anschließen.

 

 

 

Stellungnahme der OeGHO zum Thema: Methadon bei Krebspatienten

Die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (OeGHO) nimmt wie folgt zum Thema „Methadon bei Krebspatienten“ Stellung. Anlass dazu liefert das Politmagazin Plusminus vom 12. April 2017, welches unter dem Titel „Methadon – Warum ein preiswertes Mittel für Krebspatienten nicht erforscht wird über Heilversuche mit diesem Opioid berichtet [1]. Bei Methadon gibt es von Seiten der OeGHO Anlass, vor unrealistischen Erwartungen und möglichen Gefahren zu warnen. Die OeGHO schließt sich dabei den bereits von unserer Schwesterngesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) getroffenen Analysen und Einschätzungen zur Wirkung bzw. Verwendung von Methadon bei Krebspatienten vollinhaltlich an [2].

Studie von Onken, Friesen et al. bei Patienten mit Gliomen

Der Plusminus -Bericht beruht im Wesentlichen auf der im März 2017 veröffentlichten, retrospektiven Studie von Onken, Friesen et al. [3]. Sie wurde an 27 Patienten mit Gliomen in unterschiedlichen Stadien (II-IV), unterschiedlichen Krankheitssituationen (Erstdiagnose, Rezidiv) und mit unterschiedlichen Risikofaktoren durchgeführt. Alle Patienten erhielten auch Chemotherapie, die meisten Temozolomid, einige zusätzlich Bevacizumab. Die Dosierung von D,L- Methadon wurde von anfänglich 5 mg pro Tag auf 15 bis 35 mg pro Tag gesteigert, abhängig von der Verträglichkeit. Für die Mehrzahl der Patienten wurden keine Nebenwirkungen registriert, einige Patienten litten unter Übelkeit und Verstopfung. Laut der Veröffentlichung hatten nur 9 der 27 Patienten zum Zeitpunkt der Auswertung einen Rückfall. Die informative Tabelle III in der Publikation ist bei zwei Patienten fehlerhaft (Patient 15 und 20) und in der Berechnung der progressionsfreien Überlebenszeit unscharf (Berechnung ab Erstdiagnose oder ab Beginn der Behandlung mit Methadon). Bei den dargestellten Krankheitsbildern ist unklar, ob die günstigen Therapieverläufe zwingend auf die Methadon-Einnahme zurückzuführen sind.

Stellungnahmen anderer Fachgesellschaften und Institutionen

Auf der Basis früherer, ähnlicher Berichte hatte die Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft (NOA) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) bereits am 26. März 2015 eine gemeinsame Stellungnahme [4] abgegeben, die auf die unzureichende Datenbasis verweist und vor Risiken unkontrollierter Off-Label Anwendungen warnt. Auch in einer Stellungnahme der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm vom 23. August 2016 wird darauf hingewiesen, dass „die Angaben zum Erfolg der Behandlung [ … ] nicht auf wissenschaftlichen Publikationen [beruhen]“ und „nicht überprüfbar“ sind [5]. Es lasse sich daher nicht beurteilen, ob bei diesen Patienten ein möglicher Therapieerfolg auf Grund der Einnahme von Methadon eingetreten sei.

Weiterhin hat der Arbeitskreis Tumorschmerz der Deutschen Schmerzgesellschaft in der Zeitschrift „Der Schmerz“ im Januar 2017 eine kritische Stellungnahme [6] publiziert. Darin wird insbesondere auf das Nebenwirkungsprofil und die differenzierte juristische Lage hingewiesen.

Weitere Studien zur Wirksamkeit

Die Arbeiten von Frau Friesen werden wahrgenommen und haben zu kritischen Diskussionen geführt. Da Methadon in den USA weitaus häufiger als in Deutschland eingesetzt wird, wurde der Gedanke aufgegriffen und auf deutsche Initiative hin am MD Anderson Cancer Center in Houston eine retrospektive Untersuchung [7] durchgeführt, um Auswirkungen von Methadon auf den Tumorverlauf zu erfassen. Ausgewertet wurden Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, die für eine Umstellung der Schmerztherapie aufgenommen worden waren. Dabei erfolgte bei 76 Patienten eine Umstellung auf Methadon. In gematchten Vergleichsgruppen von 88 Patienten wurden andere Opioide eingesetzt. Ein signifikanter Unterschied im Überleben der Patienten zwischen den beiden Gruppen konnte nicht nachgewiesen werden.

Risiken von Methadon

Risiken der Substanz lassen sich quantifizieren. Einer Arbeitsgruppe aus Tennessee untersuchte von 1997 bis 2009 den Langzeitverlauf von Patienten mit nicht-tumorbedingten Schmerzen, die Verordnungen für Morphin oder Methadon erhalten hatten [8]. In der Auswertung standen über 30.000 Patienten mit Morphin etwa 6.000 Patienten mit Methadon gegenüber. Das Risiko zu versterben war unter Methadon um 46 Prozent gesteigert (p <0,001). Schon die niedrigsten Methadon-Dosen führten im Vergleich zu den niedrigsten Morphin-Dosen (<60 mg/Tag) zu einem gesteigerten Sterberisiko mit einer Hazard Ratio von 1,59 (CI 1,01-2,51, p=0,046).

Schlussfolgerungen

Die vorgelegten Daten zur Wirksamkeit von Methadon bei Patienten mit Gliomen beruhen auf einer einzigen, unkontrollierten Studie. Diese Daten müssen in kontrollierten klinischen Studien überprüft werden, idealerweise in einer randomisierten Studie, alternativ in einer Fall-Kontroll-Studie. Eine kurzfristige Option ist die Durchführung einer Bestfall-Analyse anhand der vorliegenden Dokumentationen. Auf der Basis der bisher vorliegenden Daten zur Wirksamkeit und des möglichen Risikos einer erhöhten Sterblichkeit ist eine unkritische Off-Label-Anwendung von Methadon nicht gerechtfertigt.

 

Europa Donna Austria

Mit einem gentechnischen Verfahren, der Gen-Schere, lassen sich Zellen des Immunsystems gezielt scharf machen. Chinesische Wissenschaftler haben diese Methode erstmals an einem Patienten mit aggressivem Lungenkrebs getestet.

 

  • Gen-Schere macht Immunzellen gegenüber Krebszellen unverwundbar.
  • Veränderte Immunzellen werden im Labor vermehrt und dem Patienten injiziert.
  • Die Gen-Schere, CRISPR–Cas9, könnte zur Behandlung von Krankheiten optimal sein, die Anwendung an Spermium und Eizelle ist jedoch umstritten.

 

Die sogenannte Gen-Schere, CRISPR–Cas9, gilt momentan als vielversprechende Technik, DNA präzise zu verändern, das Erbgut also minutiös zu manipulieren. Vergleichbar mit einem Skalpell lässt sich mit diesem Verfahren jede Sequenz, jeder Buchstabe auf der DNA

  • ansteuern,
  • auswählen,
  • zerschneiden,
  • ausschalten oder
  • durch andere DNA-Teile ersetzen.

Der Eingriff ins Erbgut (Genchirurgie) eröffnet ganz neue Dimensionen in der Behandlung vieler Erbkrankheiten, aber auch Aids und Krebs:

  • Bei Aids soll die molekulare Gen-Schere die Sequenzen auf Immunzellen herausschneiden, die als Rezeptor für HI-Viren fungieren.
  • Gegen Krebs könnte CRISPR–Cas9 auf verschiedenen Wegen hilfreich sein, etwa das Protein PD 1 von den T-Zellen des Immunsystem entfernen. Das Protein ist ein Rezeptor und löst, wenn es aktiviert wird, den programmierten Zelltod aus. Docken Krebszellen darauf an, stirbt die Zelle sofort. Die Krebszellen haben dadurch freie Bahn. Wird mit der Gen-Schere PD 1 jedoch entfernt, verändert das die Immunzellen wesentlich – sie werden aggressiver und unverwundbar gegenüber Krebszellen.

Gen-Schere zum ersten Mal an einem Menschen getestet

Diese Methode haben jetzt chinesische Onkologen der Sichuan-Universität in Chengdu an einem Patienten getestet, wie das Fachjournal „Nature“ berichtet. Der Patient ist an einem großzelligem Lungenkarzinom erkrankt, das bereits Metastasen gebildet hat. Für die Studie wurde dem Patienten Blut entnommen und daraus Immunzellen herausgefiltert. Mit der Gen-Schere wurde PD 1 von ihnen entfernt. Die genetisch veränderten Immunzellen wurden nun kultiviert, vermehrt und dem Patienten injiziert.

Zehn Patienten erhalten zwei bis vier Injektionen mit ihren eigenen, veränderten Immunzellen. Das Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Lu You, hofft nun, dass sich die Immunzellen wie erwartet verhalten: Die Krebszellen angreifen und vernichten.
Aus Rücksichtnahme auf den Patienten bewahren die Ärzte über seinen Zustand Stillschweigen.

Sie planen aber, insgesamt zehn Patienten auf diese Weise zu behandeln, jeweils mit zwei bis vier Injektionen. Die Teilnehmer an dieser kleinen Studie sollen dann sechs Monate überwacht werden, um Wirkung und Nebenwirkung dieser völlig neuen Therapie zu überwachen.

Umstrittener Einsatz der Gen-Schere an den Keimzellen

Doch auch wenn die Gen-Schere bei Krankheiten ganz neue Therapien eröffnet: Die Methode ist nicht unumstritten. Sie ermöglicht gezielte Manipulation an Pflanzen, Tieren und Menschen. Besonders in der Kritik steht CRISPR–Cas9, im Zusammenhang mit Manipulation am Erbgut in Spermien und Eizellen. Die Technik ermöglicht, die Keimzellen so zurecht zu schneiden, dass maßgefertigte Designer-Babys entstehen könnten.

 (www.focus.de/)


Seit der Veröffentlichung der Methode haben Forscher die Genschere immer wieder erfolgreich getestet und weiterentwickelt. So heilten sie mithilfe des Universalwerkzeugs unter anderem Mäuse von der erblich bedingten Muskeldystrophie,  korrigierten eine Alzheimer-Mutation in menschlichen Zellen und reparierten den Gendefekt der Sichelzellen-Anämie. Dank der vielversprechenden Resultate steht in China nun die erste klinische Studie in den Startlöchern, eine weitere soll kommendes Jahr in den USA beginnen.

Keine fehlerfreie Methode

Trotz der Euphorie funktioniert die Genschere jedoch keineswegs fehlerfrei. Manchmal löst sie Mutationen an Stellen des Genoms aus, die eigentlich unberührt bleiben sollten. Wissenschaftler nutzen deshalb Algorithmen, die vorhersagen, welche Regionen im Erbgut am wahrscheinlichsten von solchen Effekten betroffen sind - und schauen sich diese Bereiche dann genauer an. Kellie Schaefer von der Stanford University und ihre Kollegen warnen nun jedoch:

Längst nicht alle ungewollten Veränderungen lassen sich mit diesem Verfahren aufspüren.

(http://www.scinexx.de)

Was ist Psychotherapie?

Ziel einer Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.
Psychotherapie ist im Gesundheitsbereich ein eigenständiges Heilverfahren für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Sie besteht gleichberechtigt neben anderen Heilverfahren, wie z. B. medizinische oder klinisch psychologische Behandlung. Die Ausübung von Psychotherapie
ist seit 1991 gesetzlich geregelt (Psychotherapiegesetz, BGBl 1990/361).
Psychotherapie findet in der Beziehung zwischen der Psychotherapeutin bzw. dem Psychotherapeuten und der Patientin bzw. dem Patienten statt. Der Begriff „Psychotherapie“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet ursprünglich, den ganzen Menschen, das heißt seine Seele, sein Gemüt, seinen Verstand, seine Lebenskraft, zu unterstützen, zu heilen, zu pflegen und auszubilden.
Der Ablauf einer Psychotherapie ist nicht festgelegt. Wie sie verläuft, hängt von der jeweiligen Persönlichkeit und vom Miteinander der Psychotherapeutin bzw. des Psychotherapeuten und Ihnen ab. Die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut geben die Lösung eines Problems nicht vor. Mit ihrem Wissen über seelische Störungen begleiten Sie die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut bei Ihrer Entwicklung und bei Ihrer Suche nach der für Sie passenden Problemlösung und Veränderung.
Über das Verstanden werden in einer vertrauensvollen Beziehung können Sie sich selbst verstehen und helfen lernen, vor allem in den Bereichen, die Sie selbst an sich ablehnen. Das konkrete Ziel einer Psychotherapie ist daher auch nicht vorgegeben, sondern wird zu Beginn der Behandlung zwischen Ihnen und der Psychotherapeutin bzw. dem Psychotherapeuten besprochen. Im Laufe der Psychotherapie kann sich dieses Ziel wieder verändern.
Es gibt verschiedene psychotherapeutische Methoden und damit nicht nur eine Art von Psychotherapie. Im Zentrum stehen aber in allen Psychotherapien das Gespräch und der Austausch mit der Psychotherapeutin bzw. dem Psychotherapeuten. Je nach psychotherapeutischer Methode kann dieser Austausch durch Übungen unterstützt und gefördert werden.

Bei welchen Problemen hilft Psychotherapie?

Eine psychotherapeutische Behandlung kann dann hilfreich sein, wenn Sie seelische Leidenszustände und Probleme allein oder mit der Hilfe von Freunden nicht mehr bewältigen können. Wenn diese Probleme immer wieder auftreten, kann das ein Zeichen dafür sein, dass ein ungelöster innerer Konflikt dahintersteht.
Eine Psychotherapie kann – unabhängig von einer allenfalls notwendigen ärztlichen Behandlung – bei folgenden Problemen sinnvoll sein

(Quelle: Gerhard Stumm: „Handbuch für Psychotherapie und psychosoziale Einrichtungen“):

  • Ängste, die Ihre Lebensqualität einschränken
  • Belastende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen wie z. B. immer wiederkehrende Gedanken, den Drang, sich immer wieder zu waschen, zuzusperren usw.
  • Depressionen
  • Süchte wie z. B. Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Essen, Spielen, Drogen usw.
  • Psychosomatische Erkrankungen, also Krankheiten, die mit ungelösten und belastenden psychischen Problemen zusammenhängen. Das können z. B. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, entzündliche Darmerkrankungen, Migräne, Magersucht, Fettsucht, Ess- und Brechsucht, Asthma bronchiale, Bluthochdruck und Allergien sein.
  • Funktionelle Störungen, das sind häufig wiederkehrende körperliche Beschwerden, die keine organische Ursache haben, wie z. B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, sexuelle Probleme, Atemnot, Herzbeschwerden und Verspannungen. Diese Symptome können aber auch durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden.
  • Belastende Lebenssituationen und Lebenskrisen wie z. B. bei schweren oder chronischen Erkrankungen, bei einer Behinderung, beim Verlust von Partnern, Kindern oder Eltern oder auch beim Verlust des Arbeitsplatzes
  • Probleme und Krisen in der Partnerschaft und in der Familie wie z. B. sexuelle Probleme, nicht mehr miteinander reden können, Trennung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern 

Wichtige Voraussetzung für eine Psychotherapie ist Ihr Wunsch, etwas zu verändern, und Ihre grundsätzliche Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben zu beschäftigen und sich dabei unterstützen zu lassen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht: Psychotherapie kann in jedem Lebensalter hilfreich sein.
Ob eine Psychotherapie eine sinnvolle Behandlung bei einem Problem darstellt, und ob auch andere Berufsgruppen – wie z. B. Ärzte, Ärztinnen oder klinische Psychologen, klinische Psychologinnen – konsultiert werden sollen, wird insbesondere im Rahmen des Erstgesprächs mit der Psychotherapeutin bzw. dem Psychotherapeuten geklärt.
Eine Psychotherapie ist auch hilfreich für Menschen, die sich selbst besser kennen lernen wollen, ihre persönliche Entwicklung fördern möchten und ihr Selbstwertgefühl und ihre Lebensfreude steigern wollen. In diesem Fall liegt möglicherweise keine so genannte krankheitswertige Störung vor. Eine Mitfinanzierung der Psychotherapie durch die Krankenkasse ist dann nicht möglich.

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) – das ist die freiwillige Berufsvertretung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten – nennt eine Reihe von Problemen, bei denen es sinnvoll sein kann, sich an eine Psychotherapeutin oder an einen Psychotherapeuten zu wenden.

20 Gründe, eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten aufzusuchen:

Wenn einer der folgenden Sätze für Sie zutrifft, ..

  • Ich fühle mich krank oder habe Schmerzen, obwohl mich der Arzt für organisch gesund erklärt hat oder medizinische Befunde keine ausreichende Erklärung dafür bieten.
  • Seit längerer Zeit halte ich mich nur noch mit Aufputsch-, Beruhigungs- oder Schlafmitteln (Psychopharmaka) aufrecht.
  • Ohne ersichtlichen Grund bekomme ich rasende Herzklopfen und Angst, dass ich sterben muss.
  • Ich habe Ängste, die mich belasten oder einschränken: z. B. vor dem Kontakt mit meinen Mitmenschen, vor Autoritäten, vor großen Plätzen, vor engen Räumen, vor Prüfungen.
  • Es plagen mich oft Gedanken, über die ich mit niemandem zu sprechen wage (Scham- und Schuldgefühle, Hassgefühle, Unzulänglichkeitsgefühle, das Gefühl, verfolgt oder fremdbestimmt zu werden,…).
  • Ich fühle mich antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.
  • Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.
  • Ich bin traurig und vereinsamt.
  • Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (z. B. schwere Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle,…), die schwer zu bewältigen ist.
  • Ich denke manchmal an Selbstmord.
  • Ich lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.
  • Ich fühle mich durch meine Kinder dauerhaft überfordert.
  • Ich habe wiederkehrend große Probleme im Kontakt mit anderen Menschen (z. B. am Arbeitsplatz).
  • Ich bin süchtig - nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spielen.
  • Ich fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z. B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln,….), obwohl dies ein Leben sehr einengt.
  • Ich sollte meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.
  • Ich komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.
  • Ich habe Angst vor Entscheidungen, und das quält mich.
  • Mein Kind zeigt Verhaltensauffälligkeiten oder hat psychosomatische Probleme.
  • Mein Kind reagiert oft aggressiv oder ist traurig und zieht sich zurück. Es hat Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen. Ebenso können Schulangst, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten Ausdruck psychischer Probleme sein. (Wenn die letzten Punkte zutreffen, sollten Sie mit Ihrem Kind Kontakt zu einer PsychotherapeutIn aufnehmen.)

... ist es sinnvoll, eine (n) Psychotherapeutin (en) aufzusuchen. (Wenn die letzten Punkte zutreffen, sollten Sie mit Ihrem Kind Kontakt zu einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten aufnehmen.)
Quelle: Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Welche Überlegungen sind vor einer Psychotherapie wichtig? 
Wenn Sie sich für eine psychotherapeutische Behandlung entschieden haben, beginnt meist die Suche nach einer Psychotherapeutin bzw. nach einem Psychotherapeuten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, zwischen mehreren Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auszuwählen, können Ihnen folgende Fragen als Entscheidungshilfe dienen:

• Möchten Sie die Psychotherapie in einer freien Praxis oder im Rahmen einer Einrichtung durchführen?
• Wollen Sie die Psychotherapie lieber mit einer Psychotherapeutin oder mit einem Psychotherapeuten machen?
• Ist Ihnen das Alter der Psychotherapeutin bzw. des Psychotherapeuten wichtig?
• Möchten Sie die Psychotherapie einzeln, in einer Gruppe, mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie durchführen?
• Sind Sie an einer bestimmten psychotherapeutischen Methode interessiert?
• Soll die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut auf ein bestimmtes Problem spezialisiert sein?
• Wo wollen Sie die Psychotherapie durchführen – eher in der Nähe Ihres Wohnortes oder Ihres Arbeitsplatzes?

Wo finde ich TherapeutInnen in Österreich:

http://www.psyonline.at/psychotherapeutische-versorgungsvereine

http://www.psyonline.at/psychotherapeutische-vertragsinstitute