Oktober

Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (www.abcsg.at)

Wir leben immer länger und die Lebenserwartung steigt alle fünf Jahre um ein weiteres Jahr. Diese erfreuliche Entwicklung ist verschiedenen Faktoren zu verdanken, nicht zuletzt den enormen Fortschritten in der Medizin.

Damit diese Fortschritte erzielt werden können, sind klinische Studien notwendig, denn sie sind die Voraussetzung dafür, dass neue Medikamente, Medizinprodukte, Behandlungsstrategien und Diagnoseverfahren entwickelt werden können.

Die Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group hat sich auf die Durchführung von Therapiestudien zu Brust- und Darmkrebs spezialisiert

Beste Therapie

StudienteilnehmerInnen erhalten ein neues Behandlungskonzept, das nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft möglicherweise erfolgreicher ist als die bisher übliche Behandlung. Es wird außerdem immer sichergestellt, dass die neue Therapie sich mit der besten bekannten Therapie messen muss (Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes).

Individuelle Betreuung

PatientInnen in klinischen Studien werden intensiv und individuell betreut. Alle Zentren der ABCSG haben große Erfahrung in der Krebstherapie. Ist eine Behandlungsmethode vielversprechend, sind die StudienteilnehmerInnen die ersten, die davon profitieren.

Umgeben von ExpertInnen

Der Gesundheitszustand der StudienteilnehmerInnen wird von den PrüfärztInnen besonders genau überwacht. Oft werden auch mehr Untersuchungen gemacht als sonst, um den Krankheitsverlauf ganz genau zu kontrollieren. Zudem sind bei Studien FachärztInnen verschiedener Disziplinen beteiligt, und bündeln ihr Wissen in dem so genannten Tumorboard. Das sichert eine optimale Behandlung, sowohl bei der Standard-Therapie als auch im Rahmen der Erprobung neuer Therapiemethoden.

Höhere Lebenserwartung

PatientInnen, die an klinischen Studien teilnehmen, haben eine deutlich bessere Prognose. Durch zahlreiche Kontrollmechanismen und eine konsequente Nachsorge erhöhen sich die Lebensqualität und die Lebenserwartung. Die Wahrscheinlichkeit, erneut an Krebs zu erkranken, sinkt (siehe Studiengrafik zu Brustkrebspatientinnen).

Teilnahme freiwillig

Die Teilnahme an klinischen Studien erfolgt ausschließlich freiwillig und nach einer schriftlichen Zustimmung. Dazu haben alle PatientInnen das Recht auf eingehende und umfassende Information, die in einem ausführlichen Gespräch mit dem zuständigen Arzt vermittelt wird. Die PatientInnen sollen verstehen, welche Ziele die Studie hat, welche Besonderheiten sie aufweist und welche Risiken sie allenfalls mit sich bringt.

Jeder Patient kann jederzeit auch ohne Angabe von Gründen die Teilnahme an der Studie beenden, daraus ergeben sich für ihn keinerlei Nachteile für die Weiterbetreuung und Weiterbehandlung.

Nähere Informationen bekommt Ihr unter:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Am 1. Oktober 2014 eröffnete nahe Wiener Neustadt das Lebens.Med Zentrum Bad Erlach, die erste niederösterreichische Einrichtung für Onkologische Rehabilitation.

In diesem Tochterbetrieb des Gesundheits- und Rehabilitationszentrums Moorbad Harbach werden Menschen nach Abschluss ihrer primären Krebsbehandlung betreut.

Moderne Krebsrehabilitation

Nach Abschluss der primären Krebsbehandlung kann vom Krankenhaus oder vom behandelnden Arzt ein Antrag auf Rehabilitation - Aufenthaltsdauer 3 Wochen - gestellt werden.
Das Therapiekonzept des Lebens.Med Zentrum Bad Erlach ist vielfältig:

Schwerpunkte sind Bewegungstherapien wie Heilgymnastik oder Ausdauertraining. Zusätzlich wird durch Ergotherapie die feinmotorische Beweglichkeit trainiert.

Psychologische Beratungen helfen, den persönlichen Umgang mit der Krebserkrankung und der gegenwärtigen Lebenssituation zu finden. Durch gezielte Ernährungsberatung können Nebenwirkungen der Krebsbehandlung gelindert werden.

Der Mensch im Mittelpunkt

Leitlinie des Lebens.Med Zentrum Bad Erlach ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen und die individuelle Situation jedes Betroffenen werden in den Mittelpunkt gestellt und die medizinischen und therapeutischen Maßnahmen darauf abgestimmt. Das interdisziplinäre Team des Leben.Med Zentrums Bad Erlach bietet dabei bestmögliche Unterstützung.

Erholung in entspannter Umgebung

Neben einem umfassenden Rehabilitationsprogramm trägt die ruhige und entspannte Umgebung zur Regeneration bei. Die angenehme Atmosphäre im Leben.Med Zenteum Bad Erlach, modern ausgestattete Einzelzimmer und ein geschmackvoll eingerichteter Freizeitbereich bieten die optimalen Bdingungen dazu.

Begleitpersonen sind herzlich willkommen, für sie git es spezielle Angebote.

 

Lebens.Med Zentrum Bad Erlach

TeilzeitkrankenstandDie "Frauenselbsthilfe nach Krebs Vorarlberg" hat sich zum Thema Teilzeitkrankenstand einiges überlegt und eine Petition verfasst, die sie im Zuge unserer 1. Österreichischen Brustkrebs-PatientInnen Tagung vorstellte.
Europa Donna Austria bemüht sich um eine Verbreitung und bittet um ihre Unterstützung durch Ihre elektronische Unterschrift.

Zur Unterschrift

PETITION:

Was also tun, wenn die Diagnose Krebs dich aus der Beschäftigung „entlässt“? Hoffen, dass dein Arbeitgeber die nötige Geduld aufbringt und dir den Arbeitsplatz für ein halbes Jahr oder länger frei hält? Und dass er, dieser gute Arbeitgeber, danach, also nach OP, Strahlen- und/oder Chemotherapie, Reha-Aufenthalt, die Chance gibt, wieder dort anzuknüpfen, wo du gestoppt wurdest? Schaffst du das?

Ich weiß sehr gut aus eigener Erfahrung, wovon gesprochen wird, wenn ich mich - zusammen mit vielen anderen - für die Schaffung eines Teilkrankenstandes einsetze. Wir erleben es bzw. haben es erlebt, wie es ist, wenn dir nach Jahren in einem guten Job „die Felle davon schwimmen“. Nach abgeschlossener Behandlung heißt es, zurück an den Arbeitsplatz und wieder arbeiten, wie man es von dir gewohnt war. Das geht kaum einmal gut, denn du schaffst es schlecht auf Anhieb bzw. schaffst es unter sehr großen Verlusten an Lebensqualität.

Einen schrittweisen Einstieg ins Berufsleben, wie wünschen wir uns das bzw. hätte ich mir das gewünscht!

Die Rückkehr zur Arbeit gibt Sicherheit, der Umgang mit KollegInnen, lenkt von der Bedrohung durch Krebs ab, gibt dem Tag Struktur und erhöht das Selbstwertgefühl, macht zuversichtlich, wieder dazu zugehören, auch wenn noch keine volle Leistung erbracht werden kann, vielleicht auch nie mehr möglich ist.

Auch viele Arbeitgeber wollen auf die Erfahrung ihrer krebskranken MitarbeiterInnen nicht verzichten, stecken in einem Dilemma, einerseits helfen zu wollen, es aber aufgrund der bestehenden Gesetzeslage nicht zu könne.

Krebs wird heute wesentlich öfter geheilt als noch vor 20 Jahren und wird zunehmend zu einer chronischen Krankheit. Der Preis für das „gestiegene Überleben“ sind aufwändige und teils auch sehr belastende Behandlungen. Manche dieser erfolgreichen Behandlungen verursachen auch Spätschäden, wie Nervenschmerzen und anhaltende Müdigkeit.

Ganz bestimmt muss der medizinische Aspekt im Vordergrund bleiben, doch Wiedereingliederung fördert die Genesung und lässt in die Zukunft blicken.

Wir appellieren an die Sozialpartner und Interessenvertreter, ein Teilzeitarbeitsmodell für Patienten während und nach Krebstherapie, auch im Sinn einer schrittweisen Rehabilitation zu entwickeln. Es wird dabei allen Beteiligten geholfen. 

Zur Unterschrift

 

Wir werden von Ereignissen getroffen, die wir nicht gewählt haben, denen wir nicht ausweichen können und über die wir keine freie Entscheidung haben. Aber wir haben freie Entscheidungen, wie wir damit umgehen.

Insbesondere Ängste sind belastende Begleiter - vor allem bei fortgeschrittenen Brustkrebs - und
sowohl den Betroffenen selbst als auch Angehörigen und Freunden fällt es schwer, damit umzugehen.

Da gibt es die Angst um die Familie, um Freunde, Angst vor der Behandlung, vor der nächsten
Untersuchung, vor der Zukunft, die Existenzangst, die Angst, die Erkrankung zu vererben und vieles
mehr.

Wir dürfen Angst haben!

Oft fürchten sich Angehörige vor der Angst der Betroffenen, da sie glauben,sie müssen derern Angst lösen. Angst kann ansteckend sein. Wir alle haben Ängste, Gesunde und Kranke, Junge und Ältere. Erst die Vergegenwärtigung, dass Angst keine Schwäche ist, sondern zu unserem Leben dazugehört, lässt uns anders damit umgehen.

Wir brauchen Vertrauen in uns selbst, in unsere Kraft und wir benötigen Mut in unsere
Widerstandsfähigkeit. Hierbei ist es sinnvoll, den Blick in unsere Lebensgeschichte zu richten.

Wie war der bisherige Umgang mit Ängsten, Erkrankungen und Verlusten?
Welche Wetvorstellungen, Erwartungen, Glaubenssätze bestehen? Hat sich an den Wertvorstellungen etwas geändert?

Oft sind gerade Angehörige und Freunde bemüht, den Betroffenen "gut gemeinte" Ratschläge zu geben, wie z.B."Schau jetzt auf Dich" oder "Kämpfe" oder "Denk positiv!"

All das beinhaltet, dass der Betroffene bis jetzt das Gegenteil getan hat, also nicht auf sich geschaut, nicht gekämpft und nicht positiv gedacht hat.
Wenn diese Ratschläge auch noch unaufgefordert geäußert werden, stellt dies eine - wenn auch liebevoll gemeinte - "Verletzung der Privatshäre" dar, die auch als Schuldzuweisung aufgefasst werden kann.

In unserer täglichen Kommunikation fällt es uns nicht mehr auf, wo wir andern Schuld zuweisen, wenn wir z.B. Sagen: "Du doch nicht" Du warst doch immer so fröhlich!", was ist denn in Deinem Leben schief gelaufen, dass Du so krank geworden bist?".

Ein achtsamerer Umgang mit Worten ist daher empfehlenswert. Nur selten werden Sie selbst jemandem anderen einen Arbeitsauftrag (z.B. "was würdest Du mir jetzt raten",..), der Empfehlungen über Ihr eigenens Leben betrifft, geben. Hier geht es um Lebensrichtlinien und wir sind sehr vorsichtig, wer sie uns geben darf.

Nur wir selbst entscheiden, wovor wir Angst haben!

Vorsicht ist auch geboten bei Empfehlungen aus der Wellness-Esoterik wie z.B. "Wenn Du in Harmonie lebst...", wonach Krankheit eine Schuldfrage ist, nicht richtig gelebt zu haben!

Krebs hat überhaupt nichts mit Schuld zu tun!

Wir sollten uns aus der entwerteten "Schuldfalle" befreien. Es ist durchaus empfehlenswert, Kontakte zu reduzieren, die uns dorthin ziehen !

Die meisten Kommunikationsschwierigkeiten beruhen oft auf im Augenblick entgegengesetzten Bedürfnissen und Erwartungen.

 (Auszüge aus der Broschüre "Metastasierter Brustkrebs ohne Tabu, Novartis Oncology)