Juni

MRT- und PET-Bilder auf einmal

Das Allgemeine Krankenhaus Wien bekam ein neues System für medizinische Körperaufnahmen: Es gehört zu den weltweit ersten Geräten, die MRT-Bilder (Magnetresonanz) und PET-Darstellungen (Positronen-Emissions-Tomografie) gleichzeitig herstellen können. Eine Ganzkörperaufnahme soll mit ihm nun in rund 30 Minuten erfolgen.

Das innovative System eröffnet neue Möglichkeiten bei der Erkennung von Krankheiten in den Bereichen der Onkologie und Kardiologie und Neurologie.
Die ersten Systeme dieses Typs werden bisher an Universitätskliniken und Forschungszentren in Europa, den USA und Asien vor allem für die klinische Forschung eingesetzt.
"Der Biograph mMR ergänzt in idealer Weise das Spektrum innovativer Bildgebungstechnologien des AKH Wien bzw. der MedUni Wien.

Eine Kombination der Technologien von MRT und PET war bisher eine große technische Herausforderung, da diese Technologien auf unterschiedlichen physikalischen Effekten beruhen, die normalerweise nebeneinander nicht funktionieren können.

Die Magnetfelder, wie sie ein MRT erzeugt, beeinflussen herkömmliche Detektoren der PET, die auf einem nuklearmedizinischen Verfahren beruht - und dies machte simultan aufgenommene menschliche Bilder bisher unmöglich.

(http://science.orf.at/)

Die Kronenzeitung schreibt heute in einem Artikel:

Eine aktuelle Studie der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin Wien zeigt:

Mit dem kombinierten Einsatz zweier ansonsten getrennt verwendeter radiologischer Verfahren (PET – Positronen-Emissions-Tomographie und Magnetresonanztomographie) erreichten Ärzte eine Diagnose-Sicherheit von 96 Prozent, da mehr Informationen zum Krebs gleichzeitig gewonnen werden. Damit kann leichter zwischen bösartig und gutartig unterschieden und die „Falsch-Positiv-Rate“ deutlich gesenkt werden.
(Kronenzeitung: Gesund &Familie vom 26.Juni 2014)

Genexpression

Genexpression, auch kurz Expression oder Exprimierung, bezeichnet in weitem Sinn, wie die genetische Information – eines Gens (Abschnitt der DNA) – zum Ausdruck kommt und in Erscheinung tritt, also wie der Genotyp eines Organismus oder einer Zelle als „Phänotyp“ ausgeprägt wird.
Im engeren Sinn wird unter Genexpression die Biosynthese von Proteinen anhand der genetischen Information mitsamt aller dafür nötigen vorangehenden Prozesse verstanden, beginnend mit der Transkription als Synthese von RNA.
Die unterschiedliche Genexpression ist beispielsweise bei (genetisch gleichen) eineiigen Zwillingen eine Ursache des geringfügig verschiedenen Phänotyps; bei genetisch verschiedenen Individuen basieren die Unterschiede im Phänotyp neben der Modifikation vor allem auf Unterschieden im Genom.


Genexpressionstests

Als Genexpressionstest bezeichnet man eine kommerziell erhältliche Methode zur Genexpressionsanalyse, insbesondere bei der Auswahl einer individuell optimierten Brustkrebstherapie. Diese kann von einem geeigneten Labor als Service durchgeführt oder in Form konfigurierter Reagenzien angeboten werden. Die optimierten Reagenzien erlauben auch weniger spezialisierten Labors, die Analyse sicher durchzuführen.


Genexpressionstests für die Therapiegruppe – Brustkrebs

Die wichtigsten derzeit kommerziell angebotenen Expressionstests für die Therapieauswahl von Brustkrebs sind der „EndoPredict“, der „Oncotype DX“ und der „MammaPrint“.
Allen Genexpressionstests ist gemein, dass sie in der Lage sind, eine Untergruppe der Brustkrebspatientinnen zu identifizieren, die ohne Anwendung von Chemotherapie effektiv und sicher behandelt werden können.
Entsprechend werden die Tests international zunehmend verwendet, um den Einsatz von Chemotherapie bei Brustkrebs reduzieren zu können - entsprechend Nebenwirkungen und Spätschäden der Chemotherapie zu vermeiden - ohne gleichzeitig die Effektivität der Behandlung zu beeinträchtigen.

(www.wikipedia.org)

Wer für diese Testung geeignet sei, sagt Doz. Dr. Dubsky vom Comprehensive Cancer Center Wien, muss anhand bestimmter Vorgaben untersucht werden.

Die Informationen dafür werden mit einer Genanalyse erhoben.

In Österreich sind der zeit vier verschiedene Genexpressionstest verfügbar, die viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede aufweisen. Assoc. Prof. Univ.-Doz. Mag. Dr. Martin Filipits vom Institut für Krebsforschung erklärt die Funktionsweise der Tests. Er und Dubsky waren an der Validierung mitbeteiligt.

Bis jetzt gibt es Genexpressionstest der ersten und zweiten Generation, es wird aber bereits an der dritten Generation geforscht.

Im folgenden Video von "vielgesundheit.at" wird dies sehr anschaulich erklärt


Video von http://www.vielgesundheit.at

Schreiben kann heilsam sein

Oft befinden sich Menschen, die sich ihres Lebens erinnern, in einer Umbruchsituation, spüren Unzufriedenheit, tragen Unerledigtes und Unausgesprochenes mit sich herum.
Viele gehören zu einer Generation, die gelernt hat, dass ihre häufig traumatischen Erinnerungen nichts Besonderes sein dürfen.

Das Magazin „GEO“ hat sich in einem schönen sehr Artikel genauer mit dem Thema „Schreiben“ auseinandergesetzt.

Hier einige Zitate daraus:

„Seit Jahren steigt das Angebot an Schreibgruppen, die Menschen nach einschneidenden Lebensveränderungen begleiten:

Trauernde zum Beispiel, Burnout- oder KrebspatientInnen.

Poesietherapie heißt dieses Verfahren, das die Beschäftigung mit selbst verfassten Texten als Heilmethode einsetzt. Dutzende Studien haben die heilenden Effekte des Schreibens bekräftigt. Die Wirksamkeit ist nachgewiesen für Menschen mit Depressionen, Posttraumatischen Belastungsstörungen, sogar für Rheumakranke und HerzinfarktpatientInnen.“

Die genauen Mechanismen dieser therapeutischen Effekte sind noch nicht exakt erforscht. Vermutlich trägt das Schreiben dazu bei, Kontrolle über das eigene Leben zu erlangen.
Wer Gedanken und Gefühle, die vielleicht nie ausgesprochen oder mühevoll verdrängt wurden, schriftlich festhält, kann seine Emotionen anschließend besser steuern und befreit ganz buchstäblich sein gesamtes Denken, weil sein Arbeitsgedächtnis nicht mehr ständig um die immer gleichen Probleme kreist.

Die Arbeit an der eigenen Biografie stärkt damit das Gefühl, dem Schicksal nicht ohnmächtig ausgeliefert zu sein.
Der Autor erklärt sich selbst das eigene Leben, die eigene Persönlichkeit.

Dabei kann das Aufschreiben auch Ersatz für Aussprechen sein. Neben allen anderen psychischen Folgen belastender Ereignisse leiden viele Betroffene häufig darunter, sich durch Schweigen zu isolieren, aus Angst vor den Reaktionen anderer, vor Unverständnis, Ablehnung, Verurteilung.
Schreibend können Sie sich an ein gedeihendes Gegenüber wenden, das zuhört wie ein Therapeut, kommentarlos und ohne Urteil, um den Autor eigene Schlüsse ziehen zu lassen, selbst Sinn im Erlebten zu finden.

Viele Menschen beschäftigen auch Fragen nach der Bedeutung, dem Wert, dem Sinn von Erlebnissen und Ereignissen. Nach dem, was bleibt….

Manchmal sind Bewahren und Loslassen eins.
(http://www.geo.de)

Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Blog Beitrag Lust machen, Dinge aufzuschreiben, die Euch bewegen, über die ihr Euch klar werden oder über die ihr nicht sprechen könnt oder wollt.

Ich setze mich, wie sicher viele von Euch, oft mit dem „SEIN“ auseinander. Dabei stößt man unweigerlich auf die Begriffe „Gott“, „Unendlichkeit“, „Unsterblichkeit“.

Ich habe in dem Buch „JETZT“ von Eckhart Tolle sehr schöne Denk-Ansätze und Fühl-Ansätze zu diesem Thema gefunden, die ich gerne mit Euch teilen möchte….,

Wenn du vom Sein sprichst, meinst du dann Gott?
Wenn ja, warum sagst du es nicht?

Das Wort Gott hat seine Bedeutung in tausenden von Jahren, in denen es missbraucht wurde, verloren. Manchmal benutze ich es, aber eher sparsam. Mit Missbrauch meine ich hier, dass Menschen, die ich nicht einmal einen flüchtigen Einblick in den Bereich des Heiligen, in die unendliche Weite hinter diesem Wort hatten, es mit großer Überzeugung benutzen, als wüssten sie, wovon sie reden.
Oder sie argumentieren dagegen, als wüssten sie, was sie da ablehnen. Dieser Missbrauch führt zu absurden Überzeugungen, Behauptungen, und Ego-Fantasien wie zum Beispiel „Mein oder unser Gott ist der einzig wahre Gott und dein Gott ist falsch“ oder zu Nietsches berühmter These: „Gott ist tot.“

Das Wort Gott ist zu einem geschlossenen Konzept geworden. Sobald dieses Wort ausgesprochen wird, entsteht eine Vorstellung; vielleicht nicht mehr die von einem Mann mit weißem Bart, aber immer noch eine Vorstellung von jemandem oder etwas außerhalb von dir und, ja fast zwangsläufig, von einem männlichen Jemand oder Etwas.

Weder Gott noch SEIN noch irgendein anderes Wort kann die unaussprechliche Wahrheit hinter diesem Wort beschreiben oder erklären. Daher ist die einzige wichtige Frage, ob das Wort eine Hilfe oder eher eine Behinderung ist, wenn es darum geht, die Realität zu erfahren, auf die es hinweist.
Weist es über sich selbst hinaus auf jene transzendente Realität oder wird es viel zu leicht zu einer Idee in deinem Kopf, an die du glaubst, zu einem mentalen Götzen?

Das Wort SEIN erklärt gar nichts, ebenso wenig wie das Wort GOTT.
SEIN hat allerdings den Vorteil, dass es ein offenes Konzept darstellt.
Es reduziert das unendliche Unsichtbare nicht zu einer endlichen Einheit.
Es ist unmöglich, sich darunter etwas vorzustellen.
Niemand kann einen Besitzanspruch auf das SEIN anmelden.

Es ist deine eigenste Essenz, und durch das Gefühl deiner eigenen Gegenwärtigkeit hast du deinen direkten Zugang dazu.
Es ist die Erkenntnis des ICH BIN und es ist nur ein kleiner Schritt von dem Wort SEIN zur Erfahrung dieses SEINS……..

(Auszüge aus dem Buch: „JETZT“ - Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachens – von Eckhart Tolle)

In diesem Buchprojekt werden in 25 Geschichten von persönlich Betroffenen die Erfahrungen ab der Diagnose Brustkrebs, über das Erstellen eines Therapieplans bis hin zum Alltag mit der Chemotherapie geschildert.
Dabei kommen nicht nur die erkrankten Frauen selbst zu Wort, sondern auch deren Angehörige und Freunde.

„Mit Anfang 30 ist man sich seiner Sterblichkeit nicht bewusst, sondern noch von seiner Unsterblichkeit überzeugt.
Es dauert, bis einem die plötzliche Diagnose Brustkrebs und alle sich daraus ergebenden Folgen ins Bewusstsein dringen“, berichtet Martina Hagspiel, Initiatorin des Buchprojekts „Kurvenkratzer“ von ihren persönlichen Erfahrungen.
„Mit der Erkrankung ändert sich einfach alles: der Alltag, die Beziehung zu anderen Menschen und sogar das Selbstbild“.

Dass es auch für Angehörige und Freunde schwer ist, mit der Situation umzugehen, ist eine prägende Erkenntnis für Martina Hagspiel.
Sie möchte mit ihrem Buch die Aufmerksamkeit auf die Tatsache richten, dass nicht nur der Patientin oder dem Patienten geholfen werden muss…
Es ist mindestens genauso wichtig, die unmittelbaren Angehörigen zu stützen – sie zu fragen: „Wie geht es Dir eigentlich?“, „Was brauchst Du?“ und „Wie kann ich Dir helfen?“.
Denn nur dann findet das unmittelbare Umfeld genügend Kraft, um der erkrankten Person bestmöglich zur Seite zu stehen.

Solltet ihr neugierig geworden sein und mehr über dieses Buchprojekt erfahren wollen, findet ihr alle Informationen unter:

Martina Hagspiel
StehAuf(!)-Mädchen und Kurvenkratzer

“Es ist nie zu spät, das zu warden, was man hätte sein können.”
(George Eliot)

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www.kurvenkratzer.at
www.kickstarter.com