August

Das Thema des diesjährigen Forum Alpbach 2015 war Ungleichheit.

Wir alle sind ungleich, keiner ist wie der andere, daraus sollen aber keine Nachteile im Gesundheitssystem entstehen. Im Forum Alpbach 2015 wurden nicht nur zahlreiche Ideen präsentiert, die im einzelnen versuchen, bestehende Ungleichheiten auszugleichen, sondern es wurde auch intensiv diskutiert, wie sich Initiativen der Gesprächsgruppen erhalten und ausbauen lassen.

Fakten und Fragestellungen:

  • Faktoren wie Bildung, Einkommen und Lebensumstände wirken sich massiv auf unsere Gesundheit aus.
  • Worin besteht der Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Ungleichgewichten und gesundheitlichen Auswirkungen?
  • Verstärken Anreizsysteme Ungleichgewichte? Wo kann und soll Gesundheitspolitik eingreifen, um Chancengleichheit zu schaffen? 
  • Krankheit macht ungleich. Wie erhalten Menschen mit intensivem Pflegebedarf sowie chronisch Kranke und deren Umfeld eine angemessene Stimme?
  • Wie können krankheitsbedingte finanzielle Nachteile kompensiert werden?
  • Die Alpbacher Gesundheitsgespräche widmen sich der Frage, welche Rolle dem Staat zukommt, um die enge Verbindung zwischen Ungleichheit und Krankheit zu lösen.
  • Wie kann gesellschaftliche Ausgrenzung aufgrund von Krankheit verringert werden?
  • Wie können Menschen dazu motiviert werden, zu AkteurInnen ihrer eigenen Gesundheit zu werden?


Hier ein zusammengefasstes Ergebnis der Gruppenarbeiten, die dann den MinisterInnen präsentiert wurden:

Publikumsvoting:

  • Unterstützung von Lösungen, die durch PatientInnen getragen werden
  • Förderung einer patientenzentrierten Arbeitsweise
  • Unterstützung von Open Source Technologien (frei verfügbare Wekzeuge im Internet) und Prozessen
  • Erstellung eines nationalen Aktionsplans zu offensichtlichen Herausforderungen der nächsten 10 Jahre
  • Verstetigung erfolgreicher Initiativen, die ein Defizit in der Versorgung abdecken
  • Unterstützung von Laien/Semi/Para-professionellen Dienstleistungen für PatientInnen

Europa Donna wird sich weiterhin stark dafür einsetzen, Ungleichheiten im österreichischen Gesundheitssystem so gering wie möglich zu halten und die Stimme der Brustkrebs-PatientInnen so laut wie möglich werden zu lassen.

 

Hallo. Mein Name ist Christine Fischer.


Als ich im Februar 2011 die Diagnose Brustkrebs erhalten habe, ist bei mir zunächst meine Welt zusammengebrochen.
Das Gefühl der Hilflosigkeit machte sich breit, ein Schock-Zustand den ich nie wieder erleben möchte.
Es folgten unzählige Spitalsaufenthalte, mehrere Operationen bis hin zur Brust-Amputation und Chemotherapie. Psychisch und körperlich war ich sehr angeschlagen und ich kämpfte mit und gegen die Nebenwirkungen der Chemotherapie.
Ich vertraute der Schulmedizin voll und ganz, doch merkte ich sehr bald, dass es noch etwas geben musste. Es musste etwas geben, um das Ganze zu verstehen und um das Leid, dass diese Krankheit hinterließ, zu lindern. Auf der Such nach Antworten fiel mir ein Buch von Rita in den Händen. Ich konnte mit dem Buch am Anfang noch nicht viel anfangen, aber dennoch hatte ich das tiefe Gefühl, dass meine Suche erfolgreich war.

Ich schrieb der Autorin, Fr. Prof. Mag.a Margarita Zinterhof von der Akademie der Intuitionswissenschaften noch am selben Tag eine E-Mail.
Sie rief mich zurück und vereinbarte mit mir einen Termin zur Einzelschulung. Durch die Arbeit mit Rita veränderte sich mein Leben deutlich. Ich lernte Wege kennen, um die Angst vor der Krankheit zu verlieren. Schritt für Schritt wandelte ich meine negativen Gedanken wieder in positive um.
Ich wurde zuversichtlicher und ausgeglichener. Ich konnte erkennen was der Krankheit zu Grunde lag und verstand immer mehr den Zusammenhang zwischen der Unstimmigkeit in meinem Leben und meiner vorübergehenden Störung. Ich hatte den Mut hinzuschauen und konnte meine Disharmonien durch die Übungen von Rita in meinem Leben auflösen – ich wurde dadurch immer freier und freier und ein tiefes Urvertrauen stellte sich ein.

Mein Gesundheitszustand wurde immer besser und besser und ich erkannte, dass meine schwere Krankheit in Wirklichkeit auch eine große Chance für mich war. Trotz meiner vielen seelischen und körperlichen Narben bin ich heute ein zufriedenerer, glücklicher und dankbarer Mensch geworden. Ich habe meinen inneren Frieden gefunden.

Ich habe 2013 den Diplomlehrgang zur Mental- Intuitions- und Bewusstseinstrainerin und anschließend die Fortbildungskurse absolviert und bin Rita aus tiefstem Herzen dankbar.


Siehe auch Christine Fischers Buch: Mitten im Leben, erschienen im Kneipp Verlag (ISBN: 978-3-7088-0665-5).

Ein Lymphödem ist eine Erkrankung des Lymphgefäßsystems, die unbehandelt chronisch verläuft und immer weiter fortschreitet. Dieses ist für den Abtransport von Zwischenzellflüssigkeit (Lymphe) aus dem Gewebe verantwortlich. Wenn das Lymphsystem mit überschüssiger Flüssigkeit überfordert wird, tritt diese ins Gewebe aus. Dadurch kann es zu Schwellungen – sogenannten Lymphödemen – im ganzen Körper, meistens allerdings in den Armen und Beinen kommen. Schätzungen zufolge leiden in Österreich rund 30.000 Menschen an Lymphödemen. 

Unterschieden werden eine primäre und eine sekundäre Form:

  • Primäre Lymphödeme entstehen durch angeborene Fehlbildungen oder Funktionsstörungen im Lymphsystem. Sie können sich auch erst spät im Alter bemerkbar machen.

  • Sekundäre Lymphödeme entwickeln sich u.a. als Folge von Verletzungen, Tumoren, Entzündungen, Insektenstichen, Parasiten, Pilzerkrankungen, weiters nach chirurgischen Eingriffen (Narben) und Strahlentherapien, durch Medikamente oder als Begleiterscheinung chronischer Abflussstörungen des Venensystems.

Generell wird die Bildung von Lymphödemen durch mangelnde Bewegung und Übergewicht begünstigt.

Bei einem Lymphödem kommt es zur Schwellung eines Körperteiles. In frühen Stadien lässt sich noch eine Delle eindrücken, mit zunehmender Flüssigkeitseinlagerung in das Gewebe wird dessen Konsistenz jedoch immer fester.

Hinweis:

Wenn Sie zirka zehn Sekunden lang mit dem Daumen das betroffene Gewebe eindrücken und die dadurch hervorgerufene Hautdelle nicht sofort nach Beendigung des Drucks wieder verschwindet, deutet dies auf ein Ödem hin.

Häufige Begleiterscheinungen des Lymphödems sind beanspruchte, trockene Haut mit Jucken, Hautinfektionen durch Bakterien und Pilze oder Hautentzündungen.

Je nach ihrer Ausprägung werden Lymphödeme in vier Stadien eingeteilt:

  • Stadium 0: gestörter Lymphabfluss ohne sichtbare oder tastbare Schwellung. Es besteht lediglich in der Funktionsdiagnostik ein pathologischer Befund. Zur Ausbildung eines erkennbaren Lymphödems kann es durch u.a. Insektenstiche, Prellungen oder Verstauchung im Sprunggelenk kommen. Bei entsprechender Hochlagerung bildet sich dieses komplett zurück.

  • Stadium I: Das Ödem ist von weicher Konsistenz. Die Schwellung geht durch Schonung und Hochlagern zurück. Häufig kommt es zu einer abendlichen Schwellung und Schweregefühl der betroffenen Extremität, die sich über Nacht zurückbildet.

  • Stadium II: Das Ödem hat eine deutlich verhärtete Konsistenz. Die Schwellung bildet sich nicht mehr von selbst zurück.

  • Stadium III – Elephantiasis: Durch die Schwellung des betroffenen Körperteils entsteht ein Spannungsgefühl, das bei starker Ausprägung sehr schmerzhaft werden kann. Das Gewebe verhärtet sich. Durch die zunehmende Schwere des betroffenen Armes oder Beines bzw. des gesamten Körpers, aber auch durch eine verminderte Abbiegbarkeit der Gelenke kann es zunehmend zu einer Bewegungseinschränkung bzw. Behinderung, z.B.bei Alltagstätigkeiten wie Zähneputzen, Anziehen, Gehen, Einkaufen oder Autofahren, kommen.

Bei Patientinnen mit Brustkrebs sind oft Operationen und eine Strahlentherapie erforderlich, die den Lymphabfluss beeinträchtigen und so die Entwicklung eines Lymphödemes am Arm begünstigen können. Das Risiko steigt mit der Radikalität der Tumortherapie. So entwickeln 42 Prozent aller brustamputierten Frauen als Folge der Entfernung und/oder Bestrahlung der Lymphknoten nach unterschiedlich langer Zeit (Monate bis Jahre) ein Lymphödem des Armes. Wichtig ist, dass nach einer Brustoperation jede auch noch so geringfügige Armschwellung behandelt wird, um Folgeschäden zu vermeiden.   

Im Zentrum der Therapiemöglichkeiten steht die klassische physikalische Entstauungstherapie, ergänzend kann bei Bedarf eine apparative Kompressionstherapie erfolgen. Um ein langfristig gutes Therapieergebnis zu erreichen, sollte die Patientin eine Reihe von Maßnahmen befolgen.

Ratschläge für Patientinnen mit und ohne Armlymphödem nach Brustkrebstherapie

  • Keine schweren Lasten tragen.
  • Verletzungen, Insektenstiche, Überanstrengung, Hitze und Kälte meiden.
  • Vorsicht bei der Haus- und Gartenarbeit (Gummihandschuhe tragen).
  • Fensterputzen nicht mit erhobenem Arm.
  • Kein Abwasch in heißem Wasser.
  • Keine Armbanduhr an der geschwollenen Seite tragen.
  • Die Träger des Büstenhalters dürfen nicht einschneiden, weder an der Schulter noch am Brustkorb.
  • Sauna und Sonnenbad meiden.
  • Sorgfältige Körperpflege.
  • Keine reizenden, allergisierenden Kosmetika verwenden.
  • Nagelpflege: Nagelfalz nicht schneiden, Vorsicht beim Feilen, Nagelhaut weder zurückschieben noch schneiden.
  • Keine knetende Massage des Arms.
  • Starke körperliche Anstrengung (z.B. beim Sport) meiden.
  • Ausgewogene Ernährung, Kochsalzzufuhr einschränken.
  • Übergewicht vermeiden.
  • Spezielle gymnastische Übungen durchführen.
  • Ärztlich verordneten Armstrumpf tragen.
  • Nachts den geschwollenen Arm hochlagern.

 

Ärztliche Eingriffe, die am betroffenen Arm zu vermeiden sind:

  • Blutdruck messen,
  • Injektionen, Blut- und Gewebeentnahmen,
  • Akupunktur,
  • anstrengende, schmerzende Krankengymnastik.

(Auszüge aus: https://www.gesundheit.gv.at/)

 

An dieser Stelle möchte ich noch einmal an unseren 2. Österreichischen Brustkrebs-PatientInnen Kongress erinnern, der 3., 4. Oktober 2015 in Linz stattfindet und bei dem es einen Vortrag zum Thema Rekonstruktive Lymphödem-Chirurgie geben wird

http://www.europadonna.at/index.php/service/veranstaltungen/14-2-oesterreichischer-brustkrebs-patientinnen-kongress