Zu allererst ist es wichtig, die Bedeutung Deiner Diagnose zu verstehen.

 

Metastasierter Brustkrebs hat sich von der Brust aus in andere Teile des Körpers ausgebreitet.

  • Die Therapie soll das Krebswachstum so lange wie möglich zum Stillstand bringen oder verlangsamen.
  • Die Therapie soll Dir helfen, mit der Krankheit so gut wie möglich zu leben.

 

Jede Frau macht andere Erfahrungen, so wie auch jeder Mensch einzigartig ist.

Du musst nicht unbedingt die gleichen Untersuchungen und Therapien erhalten wie eine andere Patientin.

Um das eigene Leben „in der eigenen Hand“ zu haben, ist es auch wichtig, die richtigen Fragen an den Arzt und das Betreuungsteam zu stellen:

 

Kontaktdaten des behandelnden Onkologen:

Name:

Telefonnummer:

E-Mail:


Name der betreuenden Schwester (Breast Care Nurse):

 

Wo wurden Metastasen gefunden?

Lymphsystem:

Knochen:

Gehirn:

Leber:

Lunge:

Anderes:

 

Welche Symptome können diese Metastasen bewirken?

 

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

 

Welchen Brustkrebs-Typ habe ich?

 

Hormonrezeptor positiv:

Hormonrezeptor negativ:

HER2-positiv:

HER2-negativ:

Triple-negativ (Ötrogenrezeptor, Progesteronrezeptor und HER2 negativ):


Was habe ich erfahren (eigene Worte)?

Was ist mir wichtig?

Welche Fragen sind offen geblieben?

 

Ich möchte Dich an dieser Stelle noch einmal darin bestärken, alles, was Dir am Herzen liegt, auszusprechen.

Es geht schließlich um dich und um Deinen Körper!!!


Was auf keinen Fall passieren sollte, zeigen die folgenden Erzählungen einer Patientin mit Metastasen…
………….

Arzt in der Spital Ambulanz: „Haben Sie noch Fragen?“
PatientIn: „Herr Dr. wie lange muss ich das Medikament einnehmen?“

Arzt: „ Solange Sie es vertragen.“  Schweigen.
PatientIn: „ Kann das auch lebenslänglich bedeuten?“

Arzt: „Solange Sie es vertragen.“

Als Patientin bekommt man das Gefühl lästig zu sein mit seinen Fragen.
Dabei wäre es so hilfreich ein paar Aussagen in der weiteren Vorgehensweise zu erhalten.

Hilfreich wäre:
Das ist nicht das einzige Medikament, es gibt eine Fülle von Möglichkeiten.
Warten wir ab wie es Ihnen geht, machen Sie sich keine Sorgen.
Wir werden das passende für Sie finden.

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Visite im Spital (es hören 2 Mitpatientinnen zu):

Patientin: „Frau Doktor ich habe kein Gefühl mehr in meinen Füßen? Was kann ich tun?“
Arzt: „Frau XY das bekommen wir nicht mehr hin. Sie haben ja das Medikament Tablette X über die Jahre eingenommen.“
Patientin schweigt und ist betroffen.

Es mag ja sein, dass eine langfristige Einnahme von Medikamenten zu solchen Nebenwirkungen führt. Doch wer hat das Präparat verschrieben?
Wer übernimmt in so einem Fall die Verantwortung?
Wird ein Patient zeitnah vorgewarnt, dass die Langzeiteinnahme zu weiteren körperlichen Schäden führen kann?

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Visite am Wochenende im Spital (es hören 2 Mitpatientinnen zu):

Patientin: „Frau Doktor, ich habe heftige Kopfschmerzen im hinteren Bereich des Schädels. Können Sie mir bitte etwas zur Schmerzlinderung geben?“
Diensthabende Ärztin: „Frau XY, das ist kein Wunder Sie haben ja Metastasen überall. Da ist es kein Wunder, dass Sie Schmerzen haben.“
Die Patientin antwortet trotz starker Betroffenheit: „Bevor ich ins Spital kam, hatte ich keine Kopfschmerzen. Kann es nicht auch mit der Lumbalpunktion zusammen hängen.“

Es schmerzt einen Patienten fürchterlich, wenn er die Diagnose zu knallhart um die Ohren geschmissen bekommt. Es fällt in solchen Momenten schwer an ein mögliches Weiterleben zu denken.


Wünschenswert wären:

 

Ärzte mit Empathie, die sowas sagen wie: „Ich werde schauen, was ich für Sie tun kann, damit die Schmerzen aufhören“