August

Arbeitslosigkeit nach Brustkrebsbehandlung

Wie eine Studie der Universität Michigan zeigt, wurden fast ein Drittel der mit Brustkrebs arbeitenden Frauen, vom Behandlungsbeginn aus gerechnet innerhalb der nächsten vier Jahre arbeitslos. Frauen, die eine Chemotherapie erhielten, waren laut einer neuen Studie am stärksten betroffen. Viele dieser Frauen berichteten, dass sie arbeiten wollen: 55 Prozent der Befragten, die nicht arbeiteten sagten, es wäre wichtig für sie zu arbeiten, und 39 Prozent sagten, sie waren aktiv auf der Suche nach Arbeit. Die Frauen, die nicht arbeiten konnten oder ihren Job verloren haben, befanden sich in den meisten Fällen in einer schlechten finanziellen Situation.

Die folgende Grafik vom Forum Study Nurses & Coordinators der ABCSG zeigt, wie viele von den befragten Frauen vor der Operation beschäftigt waren und wie viele danach….

 

 

Europa Donna bemüht sich sehr darum, diese Situation in Österreich zu verbessern und unterstützt auch eine weitere Studie, die sich damit beschäftigt, wie sich die Diagnose Krebs im Arbeitsleben auswirkt.


Der Deo-Stoff Aluminium­chlorid schädigt Zellen 


Aluminiumchlorid wird wegen der schweißhemmenden Wirkung für Deodorants verwendet.


Neue Studienergebnisse allerdings nicht ausreichend, um Rückschluss auf krebserregende Wirkung zuzulassen
Genfer ForscherInnen haben nachgewiesen, dass der Deo-Inhaltsstoff Aluminiumchlorid (ein Aluminiumsalz) Brustzellen schädigt. Das wirft die Frage auf, ob die Produkte mitverantwortlich sein könnten für Brustkrebs.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Brustkrebsfälle in industrialisierten Ländern gestiegen. Gleichzeitig habe es immer mehr Fälle gegeben, in denen der Brustkrebs im äußeren Teil der Brustdrüse - nahe den Achseln - entstand, teilte die Universität Genf mit. Das ließ vor ein paar Jahren den Verdacht aufkommen, dass bestimmte schweißhemmende Inhaltsstoffe in Deodorants bei der Krankheitsentstehung eine Rolle spielen könnten. Bisher habe es aber nur ganz wenige Daten gegeben, die für oder gegen diese Hypothese sprechen würden, teilte die Universität in einer Aussendung mit.

Tests am Modell menschlicher Brustzellen

Ein Genfer Team um den Biologen Stefano Mandriota und den Brustkrebsspezialisten Andre-Pascal Sappino hat sich der Frage nun angenommen. Ihre im Fachmagazin "Journal of Applied Toxicology" publizierte Studie zeigt, dass das in herkömmlichen Deos oft benutzte Aluminiumchlorid Brustzellen schädigen kann. Die ForscherInnen kultivierten für die Studie Modelle menschlicher Brustzellen. Auf die Zellen wirkte Aluminiumchlorid ein - in Dosen, die 1.500 bis 100.000 mal weniger hoch waren als jene in herkömmlichen Deodorants. Nach ein paar Wochen stellten die ForscherInnen fest, dass die Zellen geschädigt waren.

Zellveränderungen

Das Aluminiumchlorid bewirkte in den Zellen ein abnormales Verhalten, das jenem entspricht, das in den ersten Phasen einer tumorartigen Veränderung von Zellen beobachtet wird. Außerdem fanden die ForscherInnen eine erhöhte Zahl von sogenannten Doppelstrangbrüchen des Erbguts, die ebenfalls mit Krebsentstehung in Zusammenhang stehen könnten.

Kein Beleg für krebserregende Wirkung

Die Studie reiche zwar nicht um nachzuweisen, dass Aluminiumsalze, wie sie in klassischen Deos benutzt werden, Brustkrebs auslösten, hieß es in der Mitteilung. Doch sie sei ein wissenschaftlicher Beweis dafür, dass diese Stoffe für Brustzellen schädlich wären. (APA)

http://diestandard.at/1325485943144/Deo-Stoff-Aluminiumchlorid-schaedigt-Zellen

 

Gute Nachrichten aus der Medizin!

Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen haben innerhalb von wenigen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. So wurden genetische Muster entdeckt, die Krebs neu definieren. So zum Beispiel bei Brustkrebs, der heute bereits in viele Untergruppen eingeteilt und diese mit zum Teil völlig unterschiedlichen Medikamenten wesentlich zielgerichteter behandelt werden kann.

Besonders interessant ist die wissenschaftliche Entwicklung auf dem Gebiet der Veränderung der Immunabwehr durch eine Gruppe von Antikörpern.
Diese sind in der Lage, Tumorzellen zu attackieren.

Ich möchte Euch zur Erklärung einen kurzen Einblick in Begriffe und Vorgänge unseres Immunsystems geben:

Antikörper (körpereigen):

Antikörper, auch Immunglobuline genannt, werden von Plasmazellen produziert. Sie sind spezifische Reaktionsprodukte unseres Organismus und richten sich gegen eingedrungene Fremdkörper.

Antigene (körperfremd):

Antigene sind körperfremde Substanzen, sie werden vom Organismus als "fremd" erkannt und nicht akzeptiert. Das Immunsystem versucht sie unschädlich zu machen. Im Normalfall kann das Immunsystem "körpereigen" und "körperfremd" zu unterscheiden. Kann der Körper "körperfremd" und "körpereigen" nicht unterscheiden und bekämpft körpereigene Strukturen so nennt man dies Autoimmunerkrankung. Hier wird körpereigenes Eiweiss zum Antigen,der Organismus sieht durch irgendein Fehlverhalten dieses als fremd an und reagiert dagegen.


Die Bindung eines Antigens mit einem Antikörper erfolgt mittels "Schlüssel-Schloss-Prinzip" und führt zur Antigen-Antikörper-Reaktion (Entgiftung durch Bindung und Neutralisation von Bakteriengiften und Viren)

Killerzellen:

Killerzellen (zytotoxische T-Lymphozyten, kurz: CTL) gehören zum Immunsystem. Sie erkennen fremde Organismen oder kranke Zellen im Körper und können sie abtöten. Sie können auch Krebszellen erkennen und zerstören - und stehen deshalb schon seit Jahren im Fokus der Krebsforschung.
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/t-lymphozyten-killerzellen-sollen-krebs-zerstoeren-a-875605.html)

Veränderungen der Abwehrlage sind sowohl passiv als auch aktiv möglich. Während die "passive" Immunität mit entsprechenden Antikörperkonzentrationen bei diversen Krebsarten ausgezeichnet eingesetzt werden kann, hinkt die Entwicklung der aktiven Therapie, also der Impfung, noch hinterher.
In klinischen Studien wird eine aktive Impfung bereits getestet. Derzeit gibt es dazu noch keine klaren Aussagen. Bei Brust- und Lungenkrebs bestehen jedoch durchaus realistische Chancen für die Zukunft.

Ärzte hoffen, dass mit dem Weg der "personalisierten" Medizin, bei der jeder Tumor gezielt auf seine besonderen Eigenschaften untersucht wird, den Patienten bald neue therapeutische Möglichkeiten anbieten zu können.