Dezember

Neben traditionellen, chemisch hergestellten Arzneimitteln werden bei immer mehr Erkrankungen auch biologisch hergestellte Medikamente, so genannte BIOLOGIKA, angewendet.


Nachfolgeprodukte von Originator-Biologika werden, sofern sie von der europäischen Zulassungsbehörde zugelassen sind, als BIOSIMILARS bezeichnet.

 

Was sind Biologika?


Biologika sind Arzneimittel, die auf biotechnologischem Weg in lebenden Zellen hergestellt werden.

 

Welche Bedeutung haben Biologika!

 

Biologika werden bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt. Zu den biologischen Wirkstoffen zählen unter anderem:

  • Monoklonale Antikörper (werden unter anderem bei Autoimmun- und Krebserkrankungen eingesetzt)
  • Blutgerinnungsfaktoren (gegen Blutgerinnungsstörungen)
  • Wachstumshormone
  • Insuline
  • Erythropoetine (fördern die Bildung roter Blutkörperchen)
  • Granulozytenkoloniestimulierende Faktoren (fördern die Bildung von Zellen des Immunsystems)

 

Wie unterscheiden sich Biologika von anderen Medikamenten?

 

Biologika sind viel größer als chemisch hergestellte Arzneimittel und haben eine komplexe Struktur. Ein großer Unterschied liegt im Herstellungsprozess. Von herkömmlichen Medikamenten können chemisch idente Kopien hergestellt werden, die so genannten GENERIKA.


Die Struktur des hochkomplexen Biologikums wird sehr stark duch den Herstellungsprozess beeinflusst. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, von Biologika identische Kopien herzustellen.


Das ist auch der Grund, warum die europäische Arzneimittelbehörde EMA (european Medicicnes Agency) die Nachfolgeprodukte von Biologika als Biosimilar-Arzneimittel (BIOSIMILARS) bezeichnet.

 

„Similar“ = ähnlich

 

Was sind Biosimilars?


Sobald der Patentschutz eines Medikaments abläuft, dürfen auch andere Hersteller den Wirkstoff auf den Markt bringen. Solche Nachfolgeprodukte von Biologika nennt man Biosimilars.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Biologikum und einem Biosimilar?


Ein Biologikum ist das Ergebnis eines langen Forschungs- und Entwicklungsprozeses und einer Vielzahl von Prrüfungen, welche die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs bestätigen, der in einem genau definierten Produktionsprozess hergestellt wird.


In der sogenannten Phase III des Studienprogramms werden Biologika auch bei einer großen Zahl von Patienten geprüft. Dieses Programm ist die Voraussetzung für die Zulassung eines Biologikums durch die Zulassungsbehörde.

 

Biosimilar bezeichnet einen von der EMA zugelassenen Wirkstoff, der dem Originator-Biologikum ähnlich ist.
Im Rahmen des Zulassungsprozesses sind sogenannte „Ähnlichkeitsprüfungen“ vorgeschrieben.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Biosimilar und einem Generikum?


Der in einem Generikum enthaltene Wirkstoff ist identisch mit dem des Originalarzneimittels. Unterschiede dürfen nur in Hilfs- und Zusatzstoffen bestehen.

 

In Österreich liegt die Arzneimittelwahl beim behandelnden Arzt. Österreichische Experten empfehlen keinen Wechsel von einem Originalbiologikum zu einem Biosimilar.

 

Apotheker sind von Gesetz wegen nicht befugt, Biologika gegen Biosimilars auszutauschen und umgekehrt.

 

Kann ich als Patient(in) zwischen der Therapie mit einem Originator-Biologikum oder mit einem Biosimilar wählen?


Es ist sehr wichtig, dass Arzt und Patient sämtliche verfügbaren Therapieoptionen, deren Sicherheit, Vorteile und Risiken sowie die Unterschiede der einzelnen Arzneimittel genau besprechen, ehe eine Entscheidung für eine Option getroffen wird.
(Auszüge aus dem Ärztekrone-Flyer: Biologika und Biosimilars kurz erklärt)

In diesem Blog möchte ich damit beginnen, Euch Antworten auf die brennendsten Fragen zu geben und starte gleich mit einem Statement von Gabriele, einer metastasierten Brustkrebs-Patientin:

„Am Anfang versteht man vieles nicht, das kommt mit der Zeit und die Zeit bis zum richtigen Verstehen der Diagnose hilft.

Man fühlt sich ausgeliefert und sollte sich mit den Fakten so schnell wie möglich vertraut machen. So viele Fragen wie möglich stellen. Das Gegenüber kann nicht wissen, was und wieviel ich wissen will.

Ich sehe es als eine Holschuld meinerseits an.“

Warum bin ich wieder an Brustkrebs erkrankt (Rezidiv)?

Bis heute hat die Forschung nicht herausfinden können, warum Brustkrebs bei manchen Frauen wiederkehrt und bei anderen nicht.

Dass gerade Du wieder erkrankt bist, bedeutet jedoch nicht, dass Deine erste Therapie versagt hat. Und es bedeutet auch nicht, dass Du dich schlecht um Deine Gesundheit gekümmert hast.

Bis heute sind leider alle Brustkrebs-PatientInnen diesem lebenslangen Risiko ausgesetzt.

Brustkrebs, der einmal festgestellt wurde, kann wiederkehren.

Was bedeutet das für mich?

Metastasierter Brustkrebs (Abkürzung: MBC) unterscheidet sich von früheren Stadien der Erkrankung.

Jetzt hat sich der Krebs von der Brust aus in andere Körperregionen ausgebreitet und Metastasen (Tochtergeschwüre) gebildet.

Man sagt dazu auch, der Krebs hat gestreut. Es gibt viele unterschiedliche Begriffe für metastasierten Brustkrebs. Manche Ärzte nennen diese Form auch sekundären Brustkrebs oder Brustkrebs im Stadium IV.

Als Du nach Deiner ersten Brustkrebsdiagnose eine Behandlung erhalten hast, war diese Therapie zeitlich begrenzt.

Bei metastasiertem Brustkrebs soll durch die Behandlung das Krebswachstum so lange wie möglich zum Stillstand gebracht oder verlangsamt werden. Es stehen klinisch erprobte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, für die Du Dich mithilfe Deines behandelnden Arztes entscheiden kannst.

Mit welchen Untersuchungen bestätigen die Ärzte die Diagnose?

Es gibt nicht den einen Test für metastasierten Brustkrebs.

Deshalb versuchen die Ärzte von Anfang an so viel wie möglich über Deinen Krebs herauszufinden. Sie wollen wissen, um welchen Typ es sich handelt und wo er sich im Körper ausgebreitet hat. Mit diesem Wissen können die Ärzte eine auf Dich persönlich zugeschnittene Behandlung vorschlagen.

Welche Untersuchungen genau gemacht werden, wird von Patientin zu Patientin unterschiedlich sein.

Es hängt davon ab, ob bzw. welche Symptome Du hast, ob Du bereits früher an Brustkrebs erkrankt warst und auch, worauf Dein jeweiliges Krankenhaus spezialisiert ist.

Auch wenn diese Untersuchungen schon vor Jahren gemacht wurden, als Dein Brustkrebs das erste Mal auftrat, müssen sie jetzt wiederholt werden. Schließlich geht es darum, so viel wie möglich über den Krebs herauszufinden, der jetzt bei Dir gefunden wurde.

Ganz wichtig:

Die Krankheit ist nicht Deine Schuld. Du hast nichts falsch gemacht!

Es wird gerne über Heilung bei Brustkrebs berichtet, was aber mit diesen vielen Frauen und Männern, die gleichzeitig mit der Diagnose Brustkrebs, die Zusatzdiagnose „Metastasierter Brustkrebs“ erhalten?

 

Was mit den Betroffenen, die nach vielen Jahren nach der „Heilung“ einen Rückfall (neuerliche Erkrankung – auch ohne Metastasen) erleiden?

Genau mit diesen Themen beschäftigt sich die neue „Blog-Serie“: Metastasen – Was nun?

Offen darüber zu sprechen fällt den meisten Menschen schwer. Dabei geht es, wie bei allem im Leben, eigentlich nur darum, dass viel zu wenig über diese Form der Erkrankung gewusst wird.

Schritt für Schritt möchte ich durch diese, im ersten Moment sehr erschreckende Tatsache durchführen, und aufzeigen, wie viele Möglichkeiten und Chancen  auch im metastasierten Setting für Betroffene vorhanden sind.

Es wird - gerade zu diesem Thema – viel geforscht, neue Therapieformen werden entwickelt, damit auch Frauen und Männer mit metastasiertem Brustkrebs ein erfülltes – und hoffentlich langes - Leben leben können.

 

Themen werden unter anderem sein:

  • Meine Diagnose – Ich lerne mehr über die Erkrankung
  • Meine Therapie
  • Meine Gefühle
  • Meine Gesundheit
  • Mein Wohlbefinden
  • Meine Beziehungen
  • Meine Arbeit
  • …………………..


  • Rechtliches
  • Klinische Studien
  • ExpertInneninterviews zum Thema MBC (Metastasierter Brustkrebs)
  • Geschichten starker Frauen mit MBC