….und nun weiter zu meiner Geschichte….

Mein mulmiges Gefühl hatte Recht bekommen. In den Räumlichkeiten des „Labor-Chefs“ erhielt ich mit folgenden Worten die Diagnose:

Sie haben einen „Multizentrischen Tumor“ mit drei Zentimetern Durchmesser, das ist nicht gut, da kann man nichts anderes machen als……eine Brustentfernung….

Stillschweigen. Ich hatte einen „Knödel im Hals“ und er rutschte schön langsam Zentimeter für Zentimeter tiefer, bis er schließlich wie ein schwerer Stein in meiner Magengegend liegen blieb….

Zuhause besprach ich alles mit meinem Mann und freundete mich mit dem Gedanken an eine Brustentfernung an. Danach überlegte ich, wohin ich gehen sollte….

Ich entschied mich für ein Peripherie-Krankenhaus nicht weit von unserem Wohnort entfernt, das eine „Onkologische Abteilung“ und eine „Brustkrebs-Erfahrene Chirurgische Abteilung“ hatte.

Es folgte ein Erstgespräch mit einem Chirurgen, der meinen Wunsch nach Brustamputation mit folgenden Worten ablehnte…Für mich ist das ein "Multifokaler Tumor"....“‘Nein, eine Amputation machen wir nicht, da sind sie in fünf Jahren auf mich böse. Wir machen eine „Neoadiuvante Chemotherapie“ (vor einer Operation) um den Tumor zu schrumpfen um danach brusterhaltend zu operieren. Ich war irritiert und fühlte mich überrumpelt. Ich war von der Diagnose noch so „benommen“, dass ich nicht hinterfragte und mir auch keine zweite Meinung einholte….

Danach ging es folgendermaßen weiter:

Biopsie / oberflächliches, unvollständiges und verharmlosendes Aufklärungsgespräch / fehlerhaftes aber rechtzeitig korrigiertes Setzen eines Portacath`s / Erste und einzige Chemo / Sepsis / Multiorganversagen / Herzinfarkt / und die Aussage des Peripheriekrankenhauses zu meinen Angehörigen: Wir können nichts mehr machen, die Patientin wird die Nacht nicht überleben…

Wenn mein Vater keinen „Aufstand“ gemacht hätte und trotz aller Widerstände einen Hubschraubertransport ins AKH erkämpfte, würde ich jetzt keinen Blog für Euch schreiben können…

Was lernte ich daraus???

  • Fragen stellen nach Optionen, Alternativ-Möglichkeiten, Medizinischen Fachbegriffen....
  • Eventuell eine zweite Meinung einholen
  • Nur in Kompetenzzentren zu gehen (Zertifizierte Brustgesundheitszentren)

Das war noch nicht alles….

Fortsetzung: Mein Weg zurück