Vergangenes Wochenende durfte ich an einem sehr bereichernden internationalen EUROPA DONNA Meeting teilnehmen, das mich im brustkrebs europa donna austriaVerständnis der Krankheit Brustkrebs wieder ein großes Stück weiterbrachte.

Die Vortragenden führten das Publikum durch wissenschaftliche Studien, erklärten detailgenau die Beschaffenheit der weiblichen Brust sowie sämtliche Formen ihrer Erkrankungsmöglichkeiten. Erfahrene Onkologen berichteten über ihren ganz persönlichen Zugang zu diesem Thema….

Ich möchte Euch im Folgenden die wichtigsten Informationen in Kürze zusammenfassen:

Brustkrebs ist nicht EINE Krankheit – es sind VIELE verschiedene Krankheitstypen, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen.

Kein anderes Organ macht so viele Veränderungen im Laufe eines Lebens in Bezug auf Größe, Form und Funktion durch wie die weibliche Brust.


Das Wachstum der Brust beginnt erst spät – zum Unterschied von allen anderen Organen, die bereits bei der Geburt voll ausgeprägt sind. Erst durch den Einfluss weiblicher Hormone beginnt die Brust zu wachsen, durchläuft die Phasen der Pubertät, Schwangerschaft, Milchproduktion und Menopause, wo sie sich wieder zurückentwickelt.


In Zeiten der vorrangigen Karriereplanung haben Frauen aufgehört früh schwanger zu werden, einige Kinder zu bekommen und jedes Kind lange zu stillen. Dadurch kommt das Gleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron ins Wanken. Es wird weniger Progesteron (Schwangerschaftshormon) produziert und es kommt zu einer Überproduktion von Östrogen. Das wiederum erhöht die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken.

Was sollte ich meinen behandelnden Arzt fragen, um meine ganz persönliche Erkrankung besser zu verstehen ?

  • Welche Art von Brustkrebs habe ich ?
  • Ist es ein schnell wachsender Tumor ?
  • Ist mein Tumor hormonabhängig (Östrogen/Progesteron) ?
  • Spielt bei meinem Brustkrebs der Wachstumsfaktor (Her2/neu) eine Rolle ?
  • Welches Grading (G1-G3), bzw. welches Staging (TNM) beschreibt den Tumor ?

Die TNM-Klassifikation beschreibt die Größe des Tumors (T), die Anzahl der befallenen Lymphknoten (N) und eine eventuelle Fernmetastasierung (M)

Nehmen wir das Folgende mit:

  • Es gibt keinen Teil der Welt, wo die Inzidenz von Brustkrebs wirklich niedrig ist
  • Es gibt keine Gruppe von Frauen, die ein wirklich niedriges Risiko hat, an Brustkrebs zu erkranken
  • Gewichtskontrolle, moderate Bewegung und die Vermeidung von Alkohol reduzieren das Risiko deutlich