In ganz Europa überleben die PatientInnen ihre Krebsdiagnose länger als noch vor fünf Jahren. Jedoch gibt es erhebliche Unterschiede. Die Ergebnisse für Deutschland liegen in der Spitzengruppe. Insgesamt haben KrebspatientInnen die höchsten Überlebensraten in Nord-, Mittel-und Südeuropa, Osteuropäer dagegen versterben früher an ihrer Krebserkrankung.

Das belegt ein Projekt von gewaltigem Ausmaß:

EUROCARE-5, die größte europäische Studie zum Überleben nach Krebs, erfasst das Überleben von zehn Millionen KrebspatientInnen in 29 europäischen Ländern.

Ursachen der unterschiedlichen Überlebensraten:

Generell spiegeln Unterschiede im Krebsüberleben die finanziellen Ressourcen wieder, die für die Gesundheitsversorgung der Bürger zur Verfügung stehen.

Auch unterschiedliche sozioökonomische Bedingungen sowie Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Übergewicht können Einfluss auf die Überlebensraten haben.
Ebenfalls eine Rolle spielen Unterschiede in den Früherkennungsangeboten.

Trotz erfreulicher Trends zeigt eine europaweite Studie, dass nach wie vor noch großes Potential für eine weitere Verbesserung der Krebsüberlebensraten besteht. Hierzu können neben verbesserten Versorgungsstrukturen insbesondere verbesserte Früherkennungsprogramme entscheidend beitragen.

(Auszüge aus dem Brustkrebsmagazin Mamma Mia! 2/2014)