Hoffnung ist nicht die Überzeugung,Zwillinge

dass etwas gut ausgeht,

sondern die Gewissheit,

dass etwas Sinn hat,

egal wie es ausgeht

(Vaclav Havel)

 

Ich habe in einem Buch, das mir während meiner Ausbildung zum systemischen Coach gute Dienste erwiesen hat, eine Geschichte gelesen, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Diese Geschichte handelt von einem Zwillingspärchen, das sich noch im Bauch der Mutter befindet und sich angeregt über Glaube und Hoffnung unterhält…..

 

Pränatales Zwillingsgespräch

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling. „Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden groß und stark für das, was draußen an der frischen Luft kommen wird“, antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das hast du eben erfunden!“ sagt der Erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – und wie soll denn „frische Luft“ bitteschön aussehen?“

„So genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller sein, wir werden das Licht sehen und vielleicht werden wir auf unseren Füßen gehen und mit unserem Mund tolle Sachen essen?“

„Schon wieder dieser esoterische Licht-Schwachsinn! Und wie willst du mit diesen schwachen Beinen herumgehen? Außerdem ist die  Nabelschnur dafür viel zu kurz. Übrigens nährt uns die auch!

Mit dem Mund essen, was für eine perverse Idee.“

„Doch, das geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders sein.“

„Du träumst wohl! Es ist doch noch nie einer zurückgekommen von „nach der Geburt“.

Mit der Geburt ist das Leben einfach zu Ende, punktum! Man muss die Realitäten des Lebens einfach zur Kenntnis nehmen.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann Vater und Mutter begegnen werden und sie werden sicher für uns sorgen.“

„Vater und Mutter? Du glaubst doch wohl nicht an Eltern? Wo sollen denn DIE nun sein, bitteschön?“

„Ohne sie gäbe es uns gar nicht, und Mutter ist sowieso immer um uns herum, die ganze Zeit. Wir sind und leben in ihr und durch sie.“

„So ein Blödsinn! Von einer Mutter habe ICH noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht! Schluss damit!“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie leise singen hören. Oder spüren, wenn SIE unsere Welt von außen ganz sanft und liebevoll streichelt……

(Auszug aus „Die Coaching Fibel“: Braun/Gawlas/Schmalz/Dauz)