In letzter Zeit wird soviel von ELGA gesprochen und auch für Verwirrung gesorgt…..

Ich habe mich in das Thema ELGA eingelesen und möchte Euch mit diesem Blog meine ganz persönliche Meinung dazu kundtun.

Vorerst schicke ich Euch aber die offizielle Beschreibung sowie den Link zur Seite des Portals der Wiener Gebietskrankenkasse:

 

ELGA – Die Elektronische Gesundheitsakte

ELGA steht für elektronische Gesundheitsakte und ist ein Projekt von Bund, Ländern und der österreichischen Sozialversicherung. Das entsprechende Gesetz ist 2013 in Kraft getreten. Derzeit ist ELGA noch nicht mit Daten befüllt, die ersten Dokumente werden ab 2015 von Krankenhäusern zur Verfügung gestellt. Über das Internet-Portal www.gesundheit.gv.at besteht seit Jahresbeginn die Möglichkeit, sich mit ELGA vertraut zu machen.

Was ist ELGA?

ELGA ist ein Informationssystem, das Verweise auf Gesundheitsdaten von ELGA-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass die Gesundheitsdaten nicht zentral gespeichert werden, sondern lediglich die Information, dass entsprechende Gesundheitsdaten zur Verfügung stehen und von berechtigten Gesundheitsdienstanbietern (niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Spitäler, Labore etc.) abgerufen werden können.

Die Originaldokumente bleiben dort gespeichert, wo sie entstehen und wo sie auch heute gespeichert sind: bei der Behandlerin/beim Behandler. Neu ist, dass es für Gesundheitsdienstanbieter mit ELGA die Möglichkeit gibt - nach Zustimmung der Patientin oder des Patienten - die Dokumente abzurufen. Dadurch stehen einerseits der Ärztin/dem Arzt Informationen für eine bestmögliche Behandlung zur Verfügung, andererseits können Doppel- oder gar Mehrfachuntersuchungen vermieden werden.

Ein Teil der ELGA wird die e-Medikation sein. Hier werden verordnete und bezogene Medikamente gespeichert, um Kontraindikationen(Wechselwirkungen bei Einnahme mehrerer Präparate) und auch Mehrfachverordnungen erkennen und vermeiden zu können.

ELGA dient also in erster Linie der Sicherheit der Patientinnen und Patienten sowie der Verbesserung der Behandlungsqualität.

http://www.wgkk.at/portal27/portal/wgkkportal/channel_content/cmsWindow?p_pubid=665614&action=2&p_menuid=52138&p_tabid=1

Warum sollten also PatientInnen austreten, wenn es um ihren persönlichen Vorteil geht ?

Die Argumente (der Hausärzte) dagegen konnten mich nicht überzeugen:

  • Mehrarbeit für den Arzt
  • Bürokratie
  • Viele PatientInnen haben keinen Internet-Zugang (den sie auch nicht dafür brauchen)

Fakt ist vielmehr – ELGA ermöglicht:

  • Eine sinnvolle Vernetzung von Gesundheitsdaten
  • Vermeidung von unnötigen Doppelbefundungen,…
  • Durchgehende Protokollierung (es kann genau festgestellt werden, wann wer in „meine“ Akte Einsicht genommen hat)
  • Vermeidung von Missverständnissen und Übertragungs - Fehlern (Doppelverordnungen, Fehldosierungen, Arzneimittel-Interaktionen, Kommunikations-Irrtümer,…..)

 

Zum Abschluss möchte ich Euch ein Beispiel für einen menschlichen Fehler geben, der bis zum Tod des Patienten/der Patientin führen kann…..

Eine ältere Dame wird wegen eines Oberschenkelhalsbruchs ins Krankenhaus gebracht. Sie muss zum Aufnahme/Anamnese-Gespräch ihre Medikamentenliste vorweisen….
(Alltag: sie hat keine dabei – sie hat ein Säckchen mit ihren Medikamenten mit – sie zählt auf, welche Medikamente sie einnimmt,….)

Der Arzt schreibt mit „Ärztehandschrift“ auf was er hört. Das muss nicht unbedingt das sein, was die Patientin sagt (Sender – Empfänger – Problem)

Nun passiert ein verhängnisvoller Fehler. Der Arzt veranlasst die Gabe eines Medikaments täglich statt wöchentlich. Die Patientin landet nach einigen Tagen auf der Intensivstation….

Das ist nur einer der Gründe warum ich der Meinung bin „ELGA rettet LEBEN“

Solltet Ihr mehr lesen wollen klickt die folgenden Links an:

http://diepresse.com/home/panorama/welt/637566/Nach-Tod-einer-Patientin_Sieben-Aerzte-vor-Gericht-
http://tirol.orf.at/news/stories/2638015/
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00508-008-1089-z