Widerstandsfähigkeit und Resilienz im Alltag.....

oder: Die Kunst vom "SCHWAMM DRÜBER"

 Was genau bedeutet der Begriff Resilienz?

  • Resilienz (lateinisch resilire: zurückspringen‚ abprallen, Widerstandsfähigkeit) beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen.
  • Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umgehen zu können.
  • Resiliente Menschen bewältigen schwierige Lebenssituationen nachweislich besser als andere und wachsen dadurch als Persönlichkeiten.

Ein anschauliches Beispiel für Resilienz im engeren Sinn ist die Fähigkeit eines Stehaufmännchens:

Es kann sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufrichten. Es beschreibt die Fähigkeit eines System nach einer Störung immer wieder zum „Grundzustand“ zurück zu kehren. Ein eng verwandter Begriff ist Selbstregulation.


Resilienz ist förderbar

Eltern und ältere Geschwister können viel dazu beitragen, dass ein Kind Resilienz entwickelt. Nathan Caplan und andere beschäftigten sich mit Flüchtlingsfamilien in den USA, die in Armut lebten und deren Eltern eine geringe Bildung hatten. Sie stellten fest, dass sich die Mehrheit ihrer Kinder als resilient erwies. Emotional am stabilsten und schulisch am erfolgreichsten waren jedoch die Kinder aus den Familien, wo sowohl von Eltern als auch von älteren Geschwistern viel Wert auf Bildung zum Selbstzweck gelegt wurde.

Einen ganz besonders positiven Einfluss hatte es, wenn die Eltern den Kindern vorlasen. In 45 % der Flüchtlingsfamilien war dies der Fall. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie englische Bücher oder Bücher in ihrer Heimatsprache vorlasen. Es kommt, laut Caplan und Choy, eher darauf an, dass das Vorlesen die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kindern stärkt.

Das so genannte Foster-Grandparent-Programm (Großeltern-Programm) hat sich als erfolgreich bei der Förderung von Resilienz erwiesen. Es bringt ältere Leute mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt.

  • Foster-Großmütter arbeiten mit schwangeren jungen Mädchen und ihren Säuglingen und helfen Kleinkindern in Vorschulprogrammen.
  • Foster-Großväter helfen straffälligen Jugendlichen bei ihren Schularbeiten.

Die freiwilligen Helfer versorgen auch kranke Kinder in Kinderkliniken und arbeiten mit traumatisierten Flüchtlingskindern. Außerdem helfen sie Grundschülern mit Lernproblemen. Dabei konnten positive Effekte nachgewiesen werden. Kleinkinder, die eine Foster-Großmutter hatten, zeigten in ihrer motorischen und sozialen Entwicklung deutliche Fortschritte. Vorschulkinder verbesserten sich in ihrer Intelligenzentwicklung und sozialen Kompetenz. Bei Schulkindern konnten Verbesserungen in der Lesefähigkeit und im Sozialverhalten festgestellt werden.

(Auszüge aus: http://de.wikipedia.org/)

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Ansprechpartnerin:

Martina Hagspiel

StehAuf(!)-Mädchen und Kurvenkratzer

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