Das Thema des diesjährigen Forum Alpbach 2015 war Ungleichheit.

Wir alle sind ungleich, keiner ist wie der andere, daraus sollen aber keine Nachteile im Gesundheitssystem entstehen. Im Forum Alpbach 2015 wurden nicht nur zahlreiche Ideen präsentiert, die im einzelnen versuchen, bestehende Ungleichheiten auszugleichen, sondern es wurde auch intensiv diskutiert, wie sich Initiativen der Gesprächsgruppen erhalten und ausbauen lassen.

Fakten und Fragestellungen:

  • Faktoren wie Bildung, Einkommen und Lebensumstände wirken sich massiv auf unsere Gesundheit aus.
  • Worin besteht der Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Ungleichgewichten und gesundheitlichen Auswirkungen?
  • Verstärken Anreizsysteme Ungleichgewichte? Wo kann und soll Gesundheitspolitik eingreifen, um Chancengleichheit zu schaffen? 
  • Krankheit macht ungleich. Wie erhalten Menschen mit intensivem Pflegebedarf sowie chronisch Kranke und deren Umfeld eine angemessene Stimme?
  • Wie können krankheitsbedingte finanzielle Nachteile kompensiert werden?
  • Die Alpbacher Gesundheitsgespräche widmen sich der Frage, welche Rolle dem Staat zukommt, um die enge Verbindung zwischen Ungleichheit und Krankheit zu lösen.
  • Wie kann gesellschaftliche Ausgrenzung aufgrund von Krankheit verringert werden?
  • Wie können Menschen dazu motiviert werden, zu AkteurInnen ihrer eigenen Gesundheit zu werden?


Hier ein zusammengefasstes Ergebnis der Gruppenarbeiten, die dann den MinisterInnen präsentiert wurden:

Publikumsvoting:

  • Unterstützung von Lösungen, die durch PatientInnen getragen werden
  • Förderung einer patientenzentrierten Arbeitsweise
  • Unterstützung von Open Source Technologien (frei verfügbare Wekzeuge im Internet) und Prozessen
  • Erstellung eines nationalen Aktionsplans zu offensichtlichen Herausforderungen der nächsten 10 Jahre
  • Verstetigung erfolgreicher Initiativen, die ein Defizit in der Versorgung abdecken
  • Unterstützung von Laien/Semi/Para-professionellen Dienstleistungen für PatientInnen

Europa Donna wird sich weiterhin stark dafür einsetzen, Ungleichheiten im österreichischen Gesundheitssystem so gering wie möglich zu halten und die Stimme der Brustkrebs-PatientInnen so laut wie möglich werden zu lassen.