In diesem Blog möchte ich damit beginnen, Euch Antworten auf die brennendsten Fragen zu geben und starte gleich mit einem Statement von Gabriele, einer metastasierten Brustkrebs-Patientin:

„Am Anfang versteht man vieles nicht, das kommt mit der Zeit und die Zeit bis zum richtigen Verstehen der Diagnose hilft.

Man fühlt sich ausgeliefert und sollte sich mit den Fakten so schnell wie möglich vertraut machen. So viele Fragen wie möglich stellen. Das Gegenüber kann nicht wissen, was und wieviel ich wissen will.

Ich sehe es als eine Holschuld meinerseits an.“

Warum bin ich wieder an Brustkrebs erkrankt (Rezidiv)?

Bis heute hat die Forschung nicht herausfinden können, warum Brustkrebs bei manchen Frauen wiederkehrt und bei anderen nicht.

Dass gerade Du wieder erkrankt bist, bedeutet jedoch nicht, dass Deine erste Therapie versagt hat. Und es bedeutet auch nicht, dass Du dich schlecht um Deine Gesundheit gekümmert hast.

Bis heute sind leider alle Brustkrebs-PatientInnen diesem lebenslangen Risiko ausgesetzt.

Brustkrebs, der einmal festgestellt wurde, kann wiederkehren.

Was bedeutet das für mich?

Metastasierter Brustkrebs (Abkürzung: MBC) unterscheidet sich von früheren Stadien der Erkrankung.

Jetzt hat sich der Krebs von der Brust aus in andere Körperregionen ausgebreitet und Metastasen (Tochtergeschwüre) gebildet.

Man sagt dazu auch, der Krebs hat gestreut. Es gibt viele unterschiedliche Begriffe für metastasierten Brustkrebs. Manche Ärzte nennen diese Form auch sekundären Brustkrebs oder Brustkrebs im Stadium IV.

Als Du nach Deiner ersten Brustkrebsdiagnose eine Behandlung erhalten hast, war diese Therapie zeitlich begrenzt.

Bei metastasiertem Brustkrebs soll durch die Behandlung das Krebswachstum so lange wie möglich zum Stillstand gebracht oder verlangsamt werden. Es stehen klinisch erprobte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, für die Du Dich mithilfe Deines behandelnden Arztes entscheiden kannst.

Mit welchen Untersuchungen bestätigen die Ärzte die Diagnose?

Es gibt nicht den einen Test für metastasierten Brustkrebs.

Deshalb versuchen die Ärzte von Anfang an so viel wie möglich über Deinen Krebs herauszufinden. Sie wollen wissen, um welchen Typ es sich handelt und wo er sich im Körper ausgebreitet hat. Mit diesem Wissen können die Ärzte eine auf Dich persönlich zugeschnittene Behandlung vorschlagen.

Welche Untersuchungen genau gemacht werden, wird von Patientin zu Patientin unterschiedlich sein.

Es hängt davon ab, ob bzw. welche Symptome Du hast, ob Du bereits früher an Brustkrebs erkrankt warst und auch, worauf Dein jeweiliges Krankenhaus spezialisiert ist.

Auch wenn diese Untersuchungen schon vor Jahren gemacht wurden, als Dein Brustkrebs das erste Mal auftrat, müssen sie jetzt wiederholt werden. Schließlich geht es darum, so viel wie möglich über den Krebs herauszufinden, der jetzt bei Dir gefunden wurde.

Ganz wichtig:

Die Krankheit ist nicht Deine Schuld. Du hast nichts falsch gemacht!