Die Idee der Immunbehandlung von Brustkrebs ist schon sehr alt. Das Grundprinzip ist, dass die Abwehrzellen des Körpers mit Hilfe der Vakzine, also der Impfstoffe, soweit stimuliert werden, dass sie die Tumorzellen angreifen und entartetes Gewebe teilweise oder sogar ganz zerstören. Leider verändern sich die Krebszellen durch Mutation ständig. Sie haben viele Tricks, sich vor der Immunabwehr des Körpers zu verstecken. Aus diesem Grund ist es wichtig, möglichst frühzeitig in der Krankheitsentwicklung oder gar zur Vorbeugung die Impfung einzusetzen.

Im Rahmen der ABCSG untersuchen wir derzeit eine neuartige Immuntherapie in Kombination mit Hormon- oder Chemotherapie vor der geplanten Operation. Die PatientInnen erhalten dabei einen Wirkstoff (Stimuvax), der eine Immunantwort auf Tumorzellen hervorrufen soll. Diese Brustkrebs-Impfung scheint, wie zu erwarten, kaum unerwünschte Nebenwirkungen auszulösen. Wir sind in Österreich Vorreiter und wenden weltweit zum ersten Mal im Rahmen einer Studie diese Impfung vor der Operation an. Damit könnte der Traum von einer Brustkrebs-Impfung erstmals greifbar werden, berichtet der Gynäkologe Univ.-Prof. Dr. Christian Marth.