EBCC-8 Brustkrebs Patientinnentag – Frauen profitieren von der Brustkrebsforschung

Pressekonferenz zum EBCC-8 Brustkrebs Patientinnentag 24. Februar 2012, 10.00 Uhr AKH Wien, Hörsaalzentrum

„Forschung zum Vorteil für Österreichs Patientinnen“

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Barbara van Melle, Natalija Frank, Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich, Dr. Miriam Strauss (v.l.n.r.)                          Fotos: B. Krobath, Quelle: EBCCUniv.-Prof. Dr. Michael Gnant, Barbara van Melle, Natalija Frank, Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich, Dr. Miriam Strauss (v.l.n.r.) Fotos: B. Krobath, Quelle: EBCCVom 21. bis 24. März 2012 tagt der europäische Brustkrebskongress EBCC-8 in Wien. Mehr als 5.000 internationale SpezialistInnen aus 90 Ländern weltweit werden die neuesten Errungenschaften im Kampf gegen Brustkrebs auf höchster wissenschaftlicher Ebene präsentieren und diskutieren. Dieser Kongress wird traditionell von der Patientinnengruppe Europa Donna mitorganisiert, die sich europaweit für Patientinnen, für die Vorsorge und Früherkennung von Brustkrebs engagiert.

Um auch österreichischen Betroffenen, Angehörigen und interessierten Laien ein Informationsforum zu bieten, ist der letzte Kongresstag ganz den Patientinnen gewidmet. Am Samstag, den 24. März, werden in der TU Wien, die wichtigsten neuen Erkenntnisse der internationalen Forschung vorgestellt, es wird der Stand der Umsetzung in Österreich analysiert und es wird viel Zeit für Fragen geben.

SprecherInnen:

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, österreichischer Vorsitzender des europäischen Brustkrebskongresses (EBCC-8), Präsident der Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG), Medizinische Universität und Comprehensive Cancer Center Wien

Dr. Miriam Strauss, Präsidentin von Europa Donna Austria, Ärztin, Kommunikationsexpertin

Natalija Frank, MPH, Study Nurse, Executive Manager for Clinical Research, Comprehensive Cancer Center Wien

Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich, MSc, MBA, Präsident der Europäischen Society of Breast Imaging (EUSOBI) und der Österreichischen Gesellschaft für Senologie, Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Brustgesundheitszentrum, Comprehensive Cancer Center Wien

Moderation: Barbara van Melle, freie Journalistin

EBCC-8 Brustkrebs Patientinnentag – Frauen profitieren von der Brustkrebsforschung

Österreich ist führend in der Brustkrebsforschung. Tausende Frauen nehmen hierzulande an wichtigen Studien teil. Bei neuen erfolgreichen Therapien sind sie die Ersten, die davon profitieren. Am Patientinnentag (24. März 2012) im Rahmen des europäischen Brustkrebskongresses (EBCC-8) werden Interessierte und Betroffene über neueste Forschungsergebnisse, Hilfsangebote und Vorsorgemaßnahmen informiert.

Für vier Tage im März ist Wien Zentrum der Brustkrebsforschung: Der europäische Brustkrebskongress (EBCC-8) tagt vom 21. bis 23. März 2012 im Austria Center und bringt über 5.000 ExpertInnen aus 90 Ländern und den verschiedenen Disziplinen zusammen. Der letzte Kongresstag ist ein Patientinnentag: Er ist der Information der österreichischen Frauen gewidmet. Sie sollen „aus erster Hand“ die neuesten Forschungsergebnisse erfahren, ihre Vorteile kennen lernen und den Stand der Umsetzung in Österreich diskutieren.

Dr. Miriam Strauss, Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Barbara van Melle, Natalija Frank, Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich (v.l.n.r.)     Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCDr. Miriam Strauss, Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Barbara van Melle, Natalija Frank, Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich (v.l.n.r.) Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCDer Patientinnentag findet am Samstag, dem 24. März, von 9 bis 12 Uhr, im Hauptgebäude der Technischen Universität Wien am Karlsplatz statt. Auf dem Podium vertreten sind: Prof. Dr. David Cameron (EBBC-Vorsitzender), Elizabeth Bergsten Nordström (Präsidentin von Europa Donna international), Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant (österreichischer Vorsitzender des EBCC), Natalija Frank, MPH (Study Nurse), Prof. Dr. Bettina Borisch (ehem. Präsidentin von Europa Donna), Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda (Präsident der Österreichischen Krebshilfe), Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich, MSc, MBA (Präsident der European Society of Breast Imaging) und Dr. Miriam Strauss (Präsidentin von Europa Donna Austria).

Barbara van Melle     Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCBarbara van Melle Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCNeben den Schlagzeilen, die der wissenschaftliche Kongress produziert, werden in kurzen Sequenzen die für eine optimale Behandlung von Brustkrebspatientinnen notwendigen Rechte und Einrichtungen dem Status quo in Österreich gegenübergestellt. Moderiert wird der Patientinnentag von der aus dem TV bekannten freien Journalistin Barbara van Melle, zu deren besonderen Qualitäten es gehört, wissenschaftliche Inhalte allgemein verständlich zu präsentieren. Denn das ist die Grundvoraussetzung für das Hauptziel der Veranstaltung - für Fragen des Publikums zur Verfügung zu stehen.

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant     Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCUniv.-Prof. Dr. Michael Gnant Foto: B. Krobath, Quelle: EBCC„Brustkrebs ist kein Todesurteil, sondern eine Krankheit, die in den meisten Fällen gut behandelbar ist“, sagt Dr. Miriam Strauss, seit 1. Jänner 2012 Präsidentin von Europa Donna Österreich. Europa Donna ist eine europäische Patientinneninitiative gegen Brustkrebs, die in 46 Ländern aktiv ist. Sie unterstützt Selbsthilfegruppen, bietet den Betroffenen eine Orientierungshilfe und vertritt ihre Interessen in der Öffentlichkeit. Strauss: „Das Thema Brustkrebs ist noch immer ein Tabu, die betroffenen Frauen werden stigmatisiert. Das wollen wir unbedingt ändern.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Pro Jahr erkranken hierzulande etwa 4.600 Frauen, 1.500 sterben daran. Dass Österreich bei den Behandlungsergebnissen seit Jahren im internationalen Spitzenfeld liegt, verdankt es auch der erfolgreichen Forschungstätigkeit der international höchst anerkannten ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group), die von Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant geleitetet wird.

Mittlerweile nehmen mehr als 23.000 Patientinnen und Patienten an klinischen Studien der ABCSG zu Brust- und Darmkrebs teil. Sie werden von 100 ABCSG-Zentren, 700 PrüfärztInnen und 200 Study Nurses betreut. Das macht Österreich zum Hauptschauplatz der diesbezüglichen Forschung. Bei all diesen Studien wird sichergestellt, dass die neue Therapie sich immer mit der besten bekannten Therapie messen kann. Patientinnen in klinischen Studien werden intensiv und individuell betreut. Ist eine neue Behandlungsmethode viel versprechend, gehören die Studienteilnehmerinnen zu den Ersten, die davon profitieren.

Natalija Frank     Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCNatalija Frank Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCEin neues Berufsfeld, das die intensive Forschungstätigkeit mit sich gebracht hat, ist das der Study Nurse. Eine Study Nurse ist eine medizinisch ausgebildete Person, die zusätzlich die nationale und internationale Gesetzeslage und die einzuhaltenden Bestimmungen bei der Durchführung und Dokumentation von klinischen Studien kennt. „Brustkrebs-Patientinnen, die an klinischen Studien teilnehmen, haben durch den Kontakt mit einer Study Nurse eine fast ständig verfügbare, kompetente Partnerin für all ihre Fragen zur Seite“, sagt Natalija Frank, eine der ersten Study Nurses in Österreich. Natalija Frank ist Gründerin und Koordinatorin des Forum Study Nurses (www.studynurses.at), wo sie Fortbildungen für Study Nurses und Study Coordinators abhält. Sie organisiert Informationsveranstaltungen für Patientinnen und arbeitet am Implementieren eines Master-Lehrgangs für Study Nurses an den Unis Innsbruck und Wien mit.

Eine weitere Senkung der Sterblichkeit bei Brustkrebs soll durch das vor kurzem beschlossene Nationale Brustkrebs-Früherkennungsprogramm erreicht werden. Alle in Österreich gemeldeten Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren werden ab 2013 zu einer Früherkennungsmammographie eingeladen. Jüngere Frauen ab 40 Jahren und ältere Frauen bis 75 Jahre können auf eigenen Wunsch am Programm teilnehmen. Die Teilnahme am Früherkennungsprogramm ist kostenfrei und freiwillig.

Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich     Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCUniv.-Prof. Dr. Thomas Helbich Foto: B. Krobath, Quelle: EBCC„Je kleiner das Karzinom zum Zeitpunkt der Diagnose, desto besser die Überlebenschance“, erklärt der Wiener Radiologe Univ.-Prof. Dr. Thomas Helbich. Das österreichische Screening-Programm, an dessen Verwirklichung er mitgearbeitet hat, bringt den Frauen aber noch einen weiteren Vorteil: Die Untersuchung erfolgt nun nach festgelegten Qualitätsstandards. Jede Mammographie wird nach dem Vieraugenprinzip von zwei RadiologInnen unabhängig voneinander befundet. Außerdem müssen alle am Programm teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen die Erfüllung strenger Qualitätskriterien nachweisen.

Dr. Miriam Strauss     Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCDr. Miriam Strauss Foto: B. Krobath, Quelle: EBCCMit diesem Früherkennungsprogramm erfüllt Österreich eine der Forderungen von Europa Donna. Eine weitere ist die der besseren Information der Öffentlichkeit über die Erkrankung, über ihre Behandlung und vor allem über die Therapieerfolge. „Nicht zuletzt dadurch arbeitet man der Stigmatisierung von betroffenen Frauen entgegen“, sind sich Miriam Strauss und Michael Gnant einig. „Der Patientinnentag ist genau dafür da: Um die neuesten Erkenntnisse weiterzugeben – an Betroffene, Angehörige, gesundheitsbewusste Interessierte. Wir würden uns freuen, wenn Sie unserer Einladung zum Patientinnentag Folge leisten!“

 

Pressemappe zum Download

EBCC-8_Brustkrebs_Patientinnentag_PK_Zusammenfassung.doc

EBCC-8_Brustkrebs_Patientinnentag_PK_-_Gnant.doc

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EBCC-8_Brustkrebs_Patientinnentag_PK_-_Helbich.doc

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Kontakt

Dr. Birgit Beermann, Ansprechpartnerin für die deutschsprachige Presse des EBCC-Presseteams (Interne und externe Kommunikation, Comprehensive Cancer Center)
Tel.: 01/40400-1941, Mobil: 0664/800 165 75 21, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!