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Gemeinsam statt einsam gegen Brustkrebs - Europa Donna Österreich stellte auf Launch Event seine Aktivitäten vor
Wien, 21. Juni 2006
Bundesministerin Maria Rauch-Kallat, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, zahlreiche hochrangige VertreterInnen der mit der Thematik Brustkrebs befassten Ärzteschaft, von PatientInnenorganisationen und Health Care Institutionen waren am 20. Juni der Einladung von Europa Donna Österreich Präsidentin Sylvia Eisenburger-Kunz zum Launch-Event gefolgt. Hoch über den Dächern von Wien, im 20. Stock des Ringturms der Wiener Städtischen Versicherung, informierte man und frau sich über die Aktivitäten von Europa Donna Österreich.
„Gemeinsam sind wir stark!“
Der gelungene Abend, der ganz der Vernetzung diente, stand unter dem Motto von Europa Donna Österreich: „Gemeinsam statt einsam – im Kampf gegen Brustkrebs!“
„Europa Donna versteht sich nicht als Selbsthilfegruppe, sondern als Plattform, die die Vernetzung aller mit dem Thema Brustkrebs Beschäftigten vorantreiben möchte“ so Sylvia Eisenburger-Kunz. „Europa Donna ist eine Organisation von Frauen für Frauen, die Frauen durch breite und aktuelle Informationsvermittlung vor zu später Brustkrebserkennung, vor falscher Diagnose und falscher Behandlung schützen will.“
Ingrid Schnabl, Koordinatorin des „Netzwerk Brustkrebs“ stellte die drei Säulen von Europa Donna Österreich vor.
Drei Säulen als Basis
Schnabl: „Seit 2005 hat Europa Donna Österreich die Aktivitäten in Österreich intensiviert. Ziel ist es, ein Netzwerk aufzubauen, durch aktive Kommunikation zur Information aller am Thema Interessierten und zur Bewusstmachung der Problematik Brustkrebs beizutragen.“
So soll das „Netzwerk Brustkrebs“ den Austausch von Selbsthilfegruppen und anderen mit dem Thema Mammakarzinom befassten Foren und Initiativen forcieren und den Dialog unter den verschiedenen Gruppierungen unterstützen.
Die Homepage „www.europadonna.at“ führt diesen Gedanken im Internet weiter. Informationen rund um das Thema Brustkrebs, Vernetzung und Verlinkung der verschiedenen Initiativen, Informationen zu aktuellen Themen, Berichte von internationalen Tagungen, Buchtipps und Veranstaltungshinweise bilden die Basis der Homepage.
Gratis-Homepage für Selbsthilfegruppen
www.europadonna.at bietet auf seiner Homepage auch ein Service für Brustkrebs-Selbsthilfegruppen, die keine eigene Homepage haben. Harald Schenk, Chefredakteur der Europa Donna Homepage: „Eine eigene Homepage zu gestalten und im Web verfügbar zu machen, erfordert entweder eine ganze Menge Know-how oder die oft kostenintensive Hilfe von Profis. Im Web präsent zu sein ist aber von entscheidender Bedeutung, wenn beispielsweise andere Betroffene Rat suchen. Denn dann ist häufig die Recherche im Internet nach Selbsthilfegruppen in der Region, in der frau lebt, einer der ersten Schritte. Daher bieten wir in der Rubrik ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ Brustkrebs-Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, ihre Initiative kostenlos zu präsentieren.“
DONNA – Österreichs erste Zeitschrift für Brustkrebspatientinnen
Als dritte Säule bezeichnete Schnabel DONNA, Österreichs erste Zeitschrift für Brustkrebspatientinnen, Angehörige und Interessierte, die in einer Auflage von 7.500 Stück 4mal pro Jahr erscheint und eine breite Palette von Aspekten rund um das Thema Brustkrebs bietet. Als AutorInnen fungieren MedizinjournalistInnen, WissenschafterInnen, ÄrztInnen, Mitglieder des Pflegepersonals etc. und Patientinnen. DONNA ist kostenlos erhältlich.
Second Opinion – Von der Wichtigkeit, die richtigen Fragen zu stellen
Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, beleuchtete in seinem Referat verschiedene Aspekte, die beim Einholen einer medizinischen Zweitmeinung zu bedenken sind. Die Frage, ob das Einholen einer Second opinion nicht unter Umständen wertvolle Lebenszeit kosten würde, beantwortete er dahingehend: „Wichtige Entscheidungen oder gar Operationen brauchen immer eine optimale Vorbereitungszeit. Ausgenommen sind natürlich akute lebensbedrohliche Vorfälle, die diese Zeit nicht zulassen. Krebsoperationen fallen keinesfalls in diese Kategorie. Es gibt keine Krebserkrankung, bei der es innerhalb von wenigen Tagen oder wenigen Wochen zu einer bedeutenden Verschlechterung der Prognose kommen kann. Im Gegenteil gibt es Untersuchungen, dass eine besonders rasche operative Behandlung allzu oft auf Kosten der geforderten Qualität geht und daher sogar zu schlechteren Heilungsergebnissen führen kann, wie bei einer optimalen Vorbereitung und Planung. ÄrztInnen, die unter dem Hinweis auf eine potenzielle Bösartigkeit ein operatives Verfahren so rasch als möglich empfehlen und selbst durchführen, verhindern damit das Einholen einer Zweitmeinung, oft auch eine optimale Vorbereitung und können damit für die Person mehr Nachteile bewirken als Vorteile. Es ist immer Zeit für das Einholen einer Zweitmeinung!“ Zusammenfassend meinte Sevelda: „Aus ärztlicher Sicht ist das Einholen einer Zweitmeinung bei wichtigen Entscheidungen durchaus verständlich und sollte auch unterstützt werden. Es ist keinesfalls als Misstrauen gegenüber dem behandelnden Arzt oderder behandelnden Ärztin zu sehen, sondern vielmehr als Verbreiterung der Entscheidung, die die Patientin zu treffen hat. Wenn die Vertrauensbasis stimmt, die Behandlungsempfehlung mitgetragen wird, dann wird auch weiterhin das Einholen einer Zweitmeinung in vielen Fällen ausbleiben können. Dort, wo es über die zu treffende Entscheidung Unwohlsein gibt, dort sollte die Zweitmeinung großzügig eingesetzt werden.“
Anfang Herbst soll eine Europa Donna Leitfaden zum Thema Second Opinion online gehen. Der erste Europa Donna Leitfaden zum Thema Mammografie ist seit Mai 06 unter www.europadonna.at online.
Europaweite Vernetzung von Frauen- und Brustkrebsgesundheit
Bundesministerien Maria Rauch-Kallat betonte in ihrem Referat die Wichtigkeit einer europaweiten Vernetzung zum Thema Frauengesundheit und berichtete von den diesbezüglichen Fortschritten, die im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs und im Rahmen von Mamma-Screening-Projekten mit einer Förderung von 2,5 Mio EUR (2006-2008) erzielt werden konnten. Sie gratulierte Europa Donna Österreich zu den realisierten Projekten und hob besonders die Bedeutung der Brustkrebszeitschrift DONNA hervor.
Nicole Zernik, Vizepräsidentin von Europa Donna international war aus Frankreich angereist und referierte über die Idee von Europa Donna und die Wichtigkeit von PatientInnenorganisationen im Allgemeinen. EU-Parlamentarierin Karin Jöns, Präsidentin von Europa Donna Deutschland, forderte die Umsetzung und Realisierung bereits bestehender europaweiter Richtlinien zur Brustgesundheit, wobei ihr die Schaffung von zertifizierten Brustzentren besonders am Herzen liegt.
Vernetzung über den Dächern von Wien
Stellvertretend für das Europa Donna Österreich Team bedankte sich DONNA Chefredakteurin Barbara Urban bei den Sponsoren Roche Austria, Österreichische Lotterien und Wiener Städtische Versicherung. „Ohne Ihre Unterstützung wäre uns ein kontinuierliches und professionelles Arbeiten nicht möglich!“
Im Anschluss an den offiziellen Teil hatte Gastgeber Mag. Hermann Fried, Leiter der Krankenversicherung der Wiener Städtischen, zu Vernetzung und Austausch beim Buffet geladen. Mit Blick über ganz Wien klang der Abend bei regem Gedanken- und Erfahrungsaustausch ganz im Sinne des Grundgedankens von Europa Donna „Gemeinsam statt einsam – im Kampf gegen Brustkrebs“ aus.
Die Aktivitäten von Europa Donna Österreich werden dankenswerter Weise durch die Unterstützung von Roche Austria, der Wiener Städtischen Versicherung und den Österreichischen Lotterien ermöglicht.
Pressemappe zum Download
Nicole Zernik, Vizepräsidentin von Europa Donna international - "Die unbedingte Notwendigkeit von PatientInnenverbänden bei der Förderung von Mitsprache und Austausch"
Ingrid Schnabl, Koordinatorin des „Netzwerk Brustkrebs“ - "Die drei Säulen von Europa Donna Österreich"
Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe - "Second-Opinion - Von der Wichtigkeit, die richtigen Fragen zu stellen"
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Fotos
Bundesministerin Maria Rauch-Kallat, Barbara Urban, Chefredakteurin DONNA und Sylvia Eisenburger-Kunz, Präsidentin Europa Donna Österreich
Bundesministerin Maria Rauch-Kallat, Mag. Hermann Fried, Leiter der Krankenversicherungen der Wiener Städtischen Versicherung, Europa Donna Österreich Präsidentin Sylvia Eisenburger-Kunz
Bundesministerin Maria Rauch-Kallat
Nicole Zernik, Vizepräsidentin von Europa Donna International
Ingrid Schnabl, Koordinatorin des Netzwerk Brustkrebs von Europa Donna Österreich
Karin Jöns, Präsidentin von Europa Donna Deutschland und Mitglied des EU-Parlamentes
Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe
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Das Europa Donna Österreich-Team
Texte der Pressemappe und Fotos vom Launchevent finden Sie unter http://www.europadonna.at/presse/
Europa Donna
Europa Donna wurde 1994 als überparteilicher gemeinnütziger Verein in Mailand gegründet und hat inzwischen in 39 Staaten so genannte nationale Foren bzw. nationale Sektionen. Als eine Organisation von Frauen für Frauen setzt sich Europa Donna auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene überall in Europa für eine verstärkte Brustkrebsforschung ein, für eine qualitätsgesicherte Früherkennung nach europäischen Leitlinien und für interdisziplinäre Brustzentren. Ziel ist es, dass auf Brust spezialisierte ChirurgInnen, RadiologInnen, OnkologInnen, PathologInnen jeden Fall gemeinsam beraten und unter Einbeziehung der Patientin entscheiden, was die für die jeweilige Patientin beste individuelle Behandlung ist. Das gilt für die gesamte Versorgungskette.
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