Eine onkologische Erkrankung betrifft sämtliche Aspekte des Lebens. An Krebs erkrankte Patienten erleiden u.a. auch Funktionsstörungen und Defizite und werden durch Symptome beeinträchtigt, die nicht nur durch die Krebskrankheit selbst, sondern oftmals auch durch Begleit- und Folgeerkrankungen und vor allem durch die für das Überleben unbedingt notwendigen onkologischen Therapien, wie Operatio n, Chemo- und/oder Strahlentherapie (mit)bedingt werden können.

Welche Ziele hat die onkologische Rehabilitation?

Onkologische Rehabilitationsziele sind somit in erster Linie die Aufgabe der Fokussierung auf die beim Patienten vorhandenen Symptome, Defizite und Funktionseinschränkungen. Diese unterteilen sich

    • in allgemeine, die bei fast allen onkologischen Erkrankungen vorkommen, und
    • in spezifische, die bei gewissen Tumorentitäten spezifisch und typischerweise auftreten können.

Säulen der onkologischen Rehabilitation sind:

    • Physikalische Medizin und Rehabilitation, hier v.a. die Medizinische Trainingstherapie, Physiotherapie und Ergotherapie
    • Diätologie und Ernährungstherapie
    • Psychoonkologie
    • Information mit Schulungen der Patientinnen und Patienten, die die langfristige Nachhaltigkeit der oben genannten Maßnahmen sichern soll.

Wer ist der typische Patient/die typische Patientin für eine OnkoReha?

Der typische Patient für eine stationäre onkologische Rehabilitation ist innerhalb 5 Jahren seit der Erstdiagnose und hat (zumindest vorerst) abgeschlossene onkologische Therapien sowie ein gutes Rehabilitationspotential, eine gute Rehabilitationsfähigkeit und eine gute Rehabilitationsprognose

Anschlussheilverfahren, Erholungsaufenthalt, onkologische Rehabilitation:

RehabilitationUnmittelbar nach der Krebsoperation oder einem Krankenhausaufenthalt kann bei den Sozialversicherungsträgern ein Antrag auf ein Anschlussheilverfahren oder einen Genesungsaufenthalt gestellt werden. Im Idealfall sollte der Antritt dieses Heilverfahrens bzw. des Erholungsaufenthaltes innerhalb von sechs Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgen – mit dem Ziel, die Gesundheit wiederzugewinnen bzw. zu festigen. Der medizinische Teil des Antragsformulars wird durch das Krankenhaus oder den Hausarzt ausgefüllt. Ein Rechtsanspruch auf diese Leistungen besteht nicht. Nähere Auskünfte erteilen die Sozialversicherungsträger – auch unter www.sozialversicherung.at

Seit einiger Zeit gibt es in Österreich auch die Möglichkeit der onkologischen Rehabilitation, in deren Zentrum die Wiedererlangung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit steht. Ziel dieses Heilverfahrens ist es, nach der schweren Erkrankung wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können und/ oder den angemessenen Platz in der Gemeinschaft wieder einzunehmen.

Die Behandlung der Folgen der Krebstherapie, aber auch die Möglichkeit psychoonkologischer Betreuung, Ernährungsberatung und Bewegungsprogramme stehen im Zentrum des onkologischen Rehabilitationsaufenthaltes. Auf alle Fälle erwartet Sie eine maßgeschneiderte, individuelle Betreuung. Diese Art von Heilverfahren tut Körper und Seele gut. Man kann neue Energie tanken und die Strapazen der „Akutphase“ hinter sich lassen.

Den Antrag für eine onkologische Rehabilitation stellen Sie bei den Sozialversicherungsträgern, ein Rechtsanspruch besteht allerdings nicht. Den medizinischen Teil des Antragsformulars füllt Ihnen Ihr Hausarzt (oder Facharzt) aus. Allgemein ist die Möglichkeit von insgesamt zwei Rehabilitationsaufenthalten vorgesehen.

Konsultieren Sie den sogenannten Reha Kompass, der die onkologischen Rehazentren auflistet.