EUROPA DONNA – die Europäische Koalition gegen Brustkrebs ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, bei der sich bereits 47 Mitgliedsstaaten engagieren.
Die Organisation setzt sich mittels Vernetzung und politischer Überzeugungsarbeit für die Anerkennung und rechtliche Umsetzung der Qualitätssicherung in der Behandlung von Brustkrebs ein. Dabei geht es darum, den Austausch und die Verbreitung aktueller Informationen und Forschungsergebnisse in ganz Europa zu fördern.
EUROPA DONNA vertritt die Interessen der europäischen und außereuropäischen Brustkrebspatientinnen in lokalen und nationalen Behörden sowie Institutionen der Europäischen Union.

Jedes Mitgliedsland wird von Frauen vertreten, die selber Patientinnen oder deren Angehörige sind, die beruflich mit Brustkrebs zu tun haben oder sich aus persönlichen Gründen für die Aufklärung in allen Belangen der Brustkrebserkrankung einsetzen wollen.
Ziel ist es, ALLEN, d.h. Frauen und Männern, Zugang zu optimaler Früherkennung, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge zu ermöglichen.

EUROPA DONNA Austria ist Teil dieser Organisation und setzt sich lokal für diese Themen ein.

Im Jahr 2017 wurden in Österreich an die 5.500 Frauen und 60 Männer mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Mit einem Anteil von etwa 30% an allen Tumoren war Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
1.566 Frauen und 21 Männer verstarben zuletzt daran.

Als selbst (ehemals) Betroffene wissen wir, wo wir gebraucht werden.
Viele Frauen fühlen sich mit der Erkrankung alleingelassen, dem Gesundheitssystem orientierungslos ausgeliefert und von den anstehenden Entscheidungen überfordert.
Auch sehen wir eine Stigmatisierung von Brustkrebspatientinnen in der Öffentlichkeit. Was ist damit gemeint? Die Betroffenen gelten als krank und nicht belastbar, wenn nicht gar als todkrank und bemitleidenswert. Die Folgen sind allzu oft der Verlust der Selbstachtung und des Arbeitsplatzes.

EUROPA DONNA Austria möchte eine Orientierungshilfe – eine Art Navigationssystem – für Betroffene und Angehörige sein. Zusammen mit engagierten Frauen aus anderen EUROPA DONNA Ländergruppen und unserem wissenschaftlichen Beirat erarbeiten wir die richtigen Strategien. Zum einen, um den Betroffenen möglichst individuell beizustehen, zum anderen, um sie als Gruppe in der Öffentlichkeit und in politischen Entscheidungsprozessen zu vertreten.