Monas Blog

Todkranke Patientin geheilt:

 

Ärzte besiegen erstmals Brustkrebs mit Immuntherapie

 

Eine 52-jährige Amerikanerin mit fortgeschrittenem Brustkrebs konnte komplett von der Krankheit geheilt werden - dank einer neuartigen Immuntherapie. Jody Perkins gilt als erste Brustkrebspatientin, bei der die eigenen Immunzellen den Krebs besiegt haben.

Es ist das erste Mal, dass eine Patientin mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium durch eine erfolgreiche Immuntherapie geheilt werden konnte. Die Behandlung nutzt körpereigene Immunzellen des Patienten, um Krebszellen, die sich im Körper gebildet haben, zu finden und zu bekämpfen.

2003 diagnostizierten Ärzte bei der Amerikanerin Judy Perkins Brustkrebs im frühen Stadium. Später fanden sie heraus, dass sich der Krebs schon in anderen Teilen ihres Körpers ausgebreitet hatte. Das berichtet die britische Zeitung „The Guardian“.

 

Ärzte gaben ihr noch drei Jahre zu leben

 

Die Ingenieurin aus Florida unterzog sich mehreren routinemäßigen Chemotherapien, welche letztendlich alle scheiterten. Damals gaben ihr die Ärzte noch drei Jahre zu leben.

 

„Mein Zustand verschlechterte sich zum Ende hin enorm und der Tumor drückte auf einen Nerv, was bedeutete, dass ich die ganze Zeit versuchte mich nicht zu bewegen, um Schmerzen in meinem Arm zu vermeiden. Ich hatte aufgegeben zu kämpfen“, sagte Judy Perkins, wie der „The Guardian“ sie zitiert.

2015 wurde sie dann von Ärzten des US-amerikanischen Krebsinstituts in Maryland zur Immuntherapie zugelassen. Die Behandlung war so erfolgreich, dass Perkins die Krankheit besiegt hat und seit zweieinhalb Jahren krebsfrei ist.

 

(Auszüge aus: www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs)

Das Protokoll

Klinische Studien folgen einem genau ausgearbeiteten Therapieplan, dem sog. „Protokoll“. Darin wird das Studienziel definiert und beschrieben, was wann getan werden muss und warum.

Diese Studienplanung erfolgt zum Schutz der physischen und psychischen Gesundheit der Patienten sowie zur Beantwortung der wissenschaftlichen Fragestellungen.

Die Durchführung

Die Vorgangsweise ergibt sich nach dem Inhalt der klinischen Studie:

Einige klinische Studien testen eine zu erprobende Therapie in einer Patientengruppe.

Andere Studien vergleichen zwei oder mehrere Therapieformen in getrennten Patientengruppen, die aber in bestimmten Punkten, wie etwa Form und Ausmaß der Erkrankung ähnlich sind.

Bei dieser Vorgangsweise sind die Patientengruppen gleich, die Therapie-Ergebnisse der einzelnen Gruppen können miteinander verglichen werden.

Eine Gruppe erhält vielleicht die Standardtherapie, sodass die neue Behandlungsform direkt mit dieser verglichen werden kann.

Die Gruppe im Standardtherapie-Arm wird auch als „Kontrollgruppe“ bezeichnet.

Während z.B. eine Gruppe (die Kontrollgruppe), die gebräuchliche chirurgische Therapie (Operation) erhält, wird bei der anderen Gruppe mit derselben Krebsform Operation plus neuer Therapieform angewandt, um festzustellen, ob diese Kombination die Ergebnisse der Standardtherapie verbessert.

Manchmal gibt es für bestimmte Krebsformen noch keine Standardtherapie. Werden nun Medikamente für diese Patienten getestet, erhält die eine Gruppe z.B. ein neues Medikament, die Kontrollgruppe aber keines.

Kein Patient wird der therapiefreien Kontrollgruppe (ohne Therapie) zugeteilt, wenn es für ihn irgendeine wirksame Behandlung gibt.

Patienten in der „Kontrollgruppe“ werden genauso oft und gründlich kontrolliert, wie Patienten in der „Therapiegruppe“.

Randomisierung

Um eine Beeinflussung der Ergebnisse durch Arzt oder Patient zu vermeiden, wird eine „Randomisierung“ vorgenommen.

Stimmt ein Patient dieser Randomisierung zu, wird die Zuteilung zu der jeweiligen Therapiegruppe nach dem „Zufallsprinzip“ vorgenommen.

Ärzte wissen nicht, welche Therapie die beste ist. Aufgrund des Wissensstandes zum Zeitpunkt der Studie kann jedoch angenommen werden, dass jede der gewählten Behandlungsformen für Patienten gleich wirksam ist.

In „blinden Studien“ weiß der Patient nicht, ob er in der Kontroll- oder der Therapiegruppe ist.

In „doppelblinden“ Studien wissen es weder Arzt noch Patient. So ist die Beeinflussung der Studienergebnisse ausgeschlossen.

Die Patientenbetreuung

Zeigt die Therapie, die bei der klinischen Studie geprüft wird, beim Patienten nicht die gewünschte Wirkung, kann der Arzt entscheiden, ihn aus der Studie herauszunehmen.

Ebenso kann sich jeder Patient für ein Ausscheiden entscheiden, um eine andere verfügbare Therapie zu erhalten.

Die Ergebnisse werden regelmäßig überprüft und mit den teilnehmenden Spezialisten in den Studienzentren diskutiert. Wenn sich bei einer Therapie als zu nebenwirkungsreich und/oder unwirksam erweist, wird die Studie abgebrochen. Auch wenn sich keine klaren Hinweise ergeben, dass die neue Methode den anderen Standardtherapien deutlich überlegen ist, kann die Studie abgebrochen werden.

Die Ergebnisse der Studie werden durch statistische Berechnungen abgesichert. Solche Erkenntnisse können auch für zukünftige Patienten mit Krebserkrankungen von großem Nutzen sein.

Beurteilung und Präsentation der Ergebnisse

Sind alle vorgesehenen Patienten in die klinische Studie aufgenommen und entsprechend dem Protokoll behandelt worden, ist meist das Studienziel erreicht.

Dann werden die ersten Auswertungen und statistischen Beurteilungen vorgenommen. Wissenschaftler und Ärzte berichten auf Tagungen und internationalen Kongressen über erste Ergebnisse dieser Studie, um diese mit anderen Fachkollegen zu diskutieren. Die Endergebnisse der Studie werden als Publikationen in Fachzeitschriften präsentiert.

(Auszüge aus der Broschüre „Klinische Studien der Österreichischen Krebshilfe)

Ein Herz für Brustkrebspatientinnen

Patientinnen mit Brustkrebs erleben nach der Operation neben physischen auch psychischen Schmerz. Das Herzkissenprojekt wurde ins Leben gerufen, um das Leiden von Brustkrebspatientinnen zu lindern. Die Geschichte der Herzkissen in Europa begann 2006 damit, dass die dänische Pflegefachfrau Nancy Friis-Jensendie Herzkissen-Idee von einem Kongress in den USA nach Dänemark brachte.

Wofür ein Herzkissen?

Das Kissen in Herzform ist aus Baumwollstoff gefertigt und mit 170 Gramm synthetischer Stopfwatte gefüllt. Es hat extra lange „Ohren“ und wird mit der Spitze nach unten in die Achselhöhle gelegt. Nancy Friis-Jensen schreibt, dass das Kissen Schmerzen lindert, Ziehen und Spannen nach Brustoperationen lindert, vor Druck schützt, Verspannungen der Schulter verhindert und Schwellungen unter dem Arm reduziert. Es kann auch beim Autofahren benutzt werden, um den Druck des Sicherheitsgurts zu mindern, und es bietet einen gewissen Schutz vor plötzlichen Bewegungen oder Stößen. Das Kissen erfüllt aber noch einen weiteren Zweck. Es ist ebenso ein Zeichen der Solidarität und der seelischen Unterstützung von Brustkrebs-Patientinnen.

Durch das Engagement von Nancy Friis-Jensen wurde das Projekt europaweit verbreitet. Die Herzkissen werden ehrenamtlich von Frauen in Nähkreisen oder Kirchgemeinden mit viel Liebe genäht. Anschließend werden die Kissen von den Pflegefachfrauen, die an Brustkrebs erkrankte, frischoperierte Frauen betreuen, verschenkt. Die Patientinnen können das Kissen mit nach Hause nehmen und behalten. Das Kissen ist bei 40 Grad waschbar – die hygienischen Voraussetzungen aus Sicht der Spitalhygiene sind somit erfüllt.

Herzkissen auch in Österreich und der Schweiz

Die Herzkissen werden inzwischen auch in Österreich, Deutschland, Griechenland und in der Schweiz hergestellt und verteilt.

(Auszüge aus: http://www.diagnose-brustkrebs.ch)

 

In Österreich nähen ehrenamtlich Brustkrebs-Betroffene Herzkissen. Wir sind sehr dankbar für dieses tolle Angebot und hoffen, dass die Herzkissen in den Spitälern auch aktiv ausgegeben werden.