Monas Blog

 

Die weibliche Brust besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Von einer hohen Brustdichte spricht man, wenn die Brust viel Drüsen- und Bindegewebe, aber wenig Fettgewebe enthält. Die Brustdichte kann das Brustkrebsrisiko beeinflussen. Eine sehr hohe Brustdichte erschwert es zudem, im Röntgenbild Brustkrebs zu entdecken.

Der Anteil von Drüsen-, Fett- und Bindegewebe in der weiblichen Brust ist nicht immer gleich, sondern verändert sich abhängig vom Hormonspiegel. Deshalb kann die Brustdichte einer Frau auch während des Menstruationszyklus zu- und wieder abnehmen. Vor allem in den Wechseljahren bildet sich das Drüsengewebe bei vielen Frauen zurück, dann nimmt meist auch die Brustdichte ab. Durch die Einnahme von Östrogenpräparaten kann sich die Brustdichte jedoch erhöhen. Bei übergewichtigen Frauen ist die Brustdichte im Durchschnitt geringer.Wie wird die Brustdichte beurteilt?Durch Tasten lässt sich die Brustdichte nicht feststellen. Sie hat auch nichts damit zu tun, wie groß oder fest eine Brust ist. Die Brustdichte lässt sich nur durch bildgebende Verfahren beurteilen, normalerweise während einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie). Eine Mammografie wird meist zur Früherkennung von Brustkrebs oder zur Abklärung einer Veränderung gemacht.Bei einer hohen Brustdichte sind auf dem Röntgenbild viele weiße Flächen zu sehen – sie zeigen Drüsen- oder Bindegewebe. Fettgewebe erscheint dagegen dunkel, deshalb bedeuten viele dunkle Flächen eine niedrige Brustdichte.Wie wird die Brustdichte eingeteilt?Es gibt unterschiedliche Einteilungen der Brustdichte. Meist wird sie in vier Kategorien eingeteilt:

  • Kategorie 1: Die Brust besteht überwiegend aus Fettgewebe. Die Brustdichte ist sehr niedrig.
  • Kategorie 2: Die Brust enthält einen großen Anteil Fettgewebe und vereinzelte Bereiche mit dichtem Drüsen- und Bindegewebe.
  • Kategorie 3: Die Brust enthält mehr Drüsen- und Bindegewebe als Fettgewebe.
  • Kategorie 4: Die Brust besteht fast vollständig aus Drüsen- und Bindegewebe. Das Brustgewebe ist extrem dicht.

Bei Kategorie 3 und 4 wird meist von hoher Brustdichte gesprochen. Die Beurteilung der Brustdichte ist jedoch nicht besonders genau und kann je nach Ärztin oder Arzt, dem Zeitpunkt der Messung, der Art des bildgebenden Verfahrens und der eingesetzten Geräte unterschiedlich ausfallen. Das führt dazu, dass eine Frau von verschiedenen Fachleuten unterschiedliche Einstufungen erhalten kann.Wie viele Frauen haben eine hohe Brustdichte?Eine dichte Brust zu haben, ist normal: Etwa die Hälfte der Frauen über 40 Jahre hat eine hohe Brustdichte. Die meisten Frauen haben eine Brustdichte der Kategorie 2 oder 3:

Brustdichte
Häufigkeit bei Frauen
über 40 Jahre
Häufigkeit bei Frauen
nach den Wechseljahren
Kategorie 1 ~ 10 % ~ 10 %
Kategorie 2 ~ 45 % ~ 60 %
Kategorie 3 ~ 35 % ~ 27 %
Kategorie 4 ~ 10 % ~ 3 %

 

Welche Bedeutung hat eine hohe Brustdichte?

Frauen mit einer hohen Brustdichte haben ein etwas höheres Brustkrebsrisiko als Frauen mit geringer Brustdichte. Nach den bisherigen Studien haben Frauen mit hoher Brustdichte aber kein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu sterben.Die Brustdichte ist nur einer von mehreren Risikofaktoren. Das Brustkrebsrisiko hängt vor allem vom Alter und von genetischen Einflüssen ab. Welches Brustkrebsrisiko eine Frau tatsächlich hat, lässt sich daher nur durch die Betrachtung aller bedeutsamen Risikofaktoren abschätzen.Bei hoher Brustdichte – vor allem der Kategorie 4 – ist es für Ärztinnen und Ärzte schwerer, im Röntgenbild Brustkrebs zu entdecken. Denn dichtes Brustgewebe kann auf dem Röntgenbild genauso weiß wie ein Tumor aussehen und ihn verdecken. Dagegen fällt eine Veränderung eher auf, wenn eine Brust vor allem aus „dunklem“ Fettgewebe besteht – also bei geringer Brustdichte.Wie hoch ist das Brustkrebsrisiko bei hoher Brustdichte?Im Durchschnitt erkranken etwa 25 von 1000 fünfzigjährigen Frauen in den nächsten 10 Jahren an Brustkrebs. Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss unterschiedlicher Brustdichte auf das Brustkrebsrisiko:

 

Brustdichte Von 1000 fünfzigjährigen Frauen erkranken
in den nächsten 10 Jahren an Brustkrebs ...
Kategorie 1 10 von 1000
Kategorie 2 18 von 1000
Kategorie 3 27 von 1000
Kategorie 4 32 von 1000

Die Zahlen beziehen sich auf fünfzigjährige Frauen ohne weitere bedeutsame RisikofaktorenDie Zahlen zeigen: Das Risiko liegt bei einer Brustdichte der Kategorie 3 – also bei den meisten Frauen mit hoher Brustdichte – nur leicht über dem Durchschnittsrisiko aller Frauen. Bei einer Brustdichte der Kategorie 4 ist es stärker erhöht. Auf der anderen Seite liegt das Risiko von Frauen mit niedriger Brustdichte teils deutlich unter dem Durchschnitt.Wie gut kann die Mammografie Brustkrebs entdecken?Zunächst: Durch eine Mammografie können auch bei Frauen mit dichtem Brustgewebe viele Tumore erkannt werden. Während der Mammografie werden die Geräte so eingestellt, dass sie auch bei hoher Brustdichte möglichst gute Bilder liefern. Wenn sich eine Frau für die Früherkennung entscheidet, ist die Mammografie daher die Untersuchung der Wahl. In Deutschland wird allen Frauen zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre eine kostenlose Mammografie angeboten.Studien zeigen, dass die Ergebnisse der Mammografie-Früherkennung bei Frauen mit niedriger Brustdichte zuverlässiger sind als bei Frauen mit dichterem Brustgewebe: Veränderungen werden bei ihnen seltener übersehen. Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Tumore durch die Teilnahme am Mammographie-Screening erkannt werden – je nach Brustdichte:

Brustdichte Wie viele Tumore werden durch
die 
Mammografie erkannt?
Kategorie 1 fast 100 %
Kategorie 2 ~ 83 %
Kategorie 3 ~ 80 %
Kategorie 4 ~ 50 %


Es gibt vor allem zwei Gründe, warum ein Tumor in der Mammografie nicht gefunden wird. Der erste: Der Tumor bildet sich erst in den zwei Jahren zwischen den Röntgenuntersuchungen. Der zweite: Es wird tatsächlich ein Tumor übersehen, weil die Brust zu dicht ist.Sind bei hoher Brustdichte zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen sinnvoll?Manche Ärztinnen und Ärzte empfehlen Frauen mit hoher Brustdichte deshalb zusätzlich zur Mammografie eine Ultraschalluntersuchung der Brust oder eine Magnetresonanztomografie (MRT). Durch diese Untersuchungen sollen Tumore entdeckt werden, die in der Mammografie vielleicht übersehen wurden. Ob diese zusätzlichen Untersuchungen sinnvoll sind, ist aber noch unklar. Sie sind kein fester Bestandteil der Früherkennung, da noch zu viele Fragen offen sind. So zeigen Studien zwar, dass durch diese ergänzenden Untersuchungen tatsächlich Tumore gefunden werden, die in der Mammografie nicht gesehen wurden. Allerdings werden auch öfter Auffälligkeiten entdeckt, bei denen es sich nicht um Krebs handelt. Solche auffälligen Befunde können belastend sein, weil sie Sorgen bereiten und weitere Untersuchungen zur Abklärung (Biopsien) nach sich ziehen.Zusätzliche Untersuchungen können aber auch zu Überdiagnosen führen. Damit ist die Diagnose und Behandlung von Tumoren gemeint, die ohne die Untersuchung ein Leben lang nicht aufgefallen wären – zum Beispiel, weil sie nicht weiter gewachsen wären und keine Beschwerden verursacht hätten. Zudem gibt es noch keine Studien, die zeigen, ob sich mit solchen Zusatzuntersuchungen das eigentliche Ziel der Früherkennung erreichen lässt: nämlich das Risiko zu senken, an Brustkrebs zu sterben.Aus diesen Gründen wird die Brustdichte im deutschen Mammographie-Screening-Programm in der Regel nicht geprüft und den Frauen auch nicht mitgeteilt. Teilnehmerinnen haben aber – wie bei allen Untersuchungen – die Möglichkeit, sich die Röntgenbilder nach der Begutachtung durch die Ärztinnen und Ärzte des Programms aushändigen zu lassen.(https://www.gesundheitsinformation.de)nanztomografie (MRT). Durch diese Untersuchungen sollen Tumore entdeckt werden, die in der Mammografie vielleicht übersehen wurden. Ob diese zusätzlichen Untersuchungen sinnvoll sind, ist aber noch unklar. Sie sind kein fester Bestandteil der Früherkennung, da noch zu viele Fragen offen sind. So zeigen Studien zwar, dass durch diese ergänzenden Untersuchungen tatsächlich Tumore gefunden werden, die in der Mammografie nicht gesehen wurden. Allerdings werden auch öfter Auffälligkeiten entdeckt, bei denen es sich nicht um Krebs handelt. Solche auffälligen Befunde können belastend sein, weil sie Sorgen bereiten und weitere Untersuchungen zur Abklärung (Biopsien) nach sich ziehen.Zusätzliche Untersuchungen können aber auch zu Überdiagnosen führen. Damit ist die Diagnose und Behandlung von Tumoren gemeint, die ohne die Untersuchung ein Leben lang nicht aufgefallen wären – zum Beispiel, weil sie nicht weiter gewachsen wären und keine Beschwerden verursacht hätten. Zudem gibt es noch keine Studien, die zeigen, ob sich mit solchen Zusatzuntersuchungen das eigentliche Ziel der Früherkennung erreichen lässt: nämlich das Risiko zu senken, an Brustkrebs zu sterben.Aus diesen Gründen wird die Brustdichte im deutschen Mammographie-Screening-Programm in der Regel nicht geprüft und den Frauen auch nicht mitgeteilt. Teilnehmerinnen haben aber – wie bei allen Untersuchungen – die Möglichkeit, sich die Röntgenbilder nach der Begutachtung durch die Ärztinnen und Ärzte des Programms aushändigen zu lassen.

(https://www.gesundheitsinformation.de)

Wissenschaftler identifizieren fünf Gene, die das Risiko für hormonunempfindlichen, HER2-negativen Brustkrebs erhöhen.

An sogenanntem dreifach negativem Brustkrebs erkranken häufiger junge Frauen. Es liegt deshalb nahe, nach erblichen Faktoren für die Erkrankung zu suchen. Nun identifizierten Wissenschaftler Veränderungen, sogenannte Mutationen, in fünf Genen, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute.

Beim dreifach negativen Brustkrebs, in der Fachwelt nach dem Englischen und Lateinischen triple negatives Mammakarzinom genannt, befinden sich auf der Oberfläche der Krebszellen keine Bindungsstellen (Rezeptoren) für die Hormone Östrogen oder Progesteron. Der humane epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor Typ 2 (HER2) ist ebenfalls nicht ausgeprägt.

Die Tumoren werden deshalb auch als Hormonrezeptor-negativ und HER2-negativ bezeichnet. Bei rechtzeitiger Behandlung ist auch triple-negativer Brustkrebs prinzipiell heilbar. Jedoch wachsen die Tumoren oft rasch und aggressiv, auf antihormonelle Behandlung oder eine Therapie mit HER2-Antikörpern reagieren sie nicht.

Die Forscher testeten bei einer großen Anzahl von Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs 21 verschiedene Gene. Sie stellten fest, dass Veränderungen in fünf der Gene mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung verbunden waren. Neben den bereits bekannten Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 handelte es sich dabei um BARD1, PALB2 und RAD51D. Lagen Veränderungen in diesen Genen vor, hatten die Betroffenen ein fünffach erhöhtes Risiko, an triple-negativem Brustkrebs zu erkranken. Zweifach erhöht war das Risiko, wenn Veränderungen in den Genen BRIP1, RAD51C und TP53 vorlagen. Umgekehrt trug jede achte Patientin mit triple-negativem Brustkrebs Veränderungen in einem oder mehreren der genannten Gene.

Die Studienautoren empfehlen jungen Frauen, in deren enger Familie schon früh Brustkrebserkrankungen vorkommen, sich auf entsprechende Genveränderungen testen zu lassen. Sollte der Test positiv ausfallen, könne ein verstärktes Früherkennungsscreening dafür sorgen, dass eventuelle Tumoren frühzeitig bemerkt und behandelt werden, sodass die Heilungsaussichten gut sind.

Quelle:
Shimelis H et al. Triple-Negative Breast Cancer Risk Genes Identified by Multigene Hereditary Cancer Panel Testing. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 7. August 2018, https://doi.org/10.1093/jnci/djy106
(www.krebsgesellschaft.de)

Immuntherapie bei Triple-negativem Brustkrebs

Für den triple-negativen Brustkrebs gibt es eine neue Behandlungsoption. Frauen, die die Diagnose "triple-negativer" Brustkrebs bekamen, hören meist auch, dass ihre Erkrankung schlecht behandelbar ist. Mit der neuen Immuntherapie scheint sich auch hier eine Verbesserung erzielen zu lassen. Das ergibt sich aus einer Studie mit österreichischer Beteiligung, die beim Europäischen Krebskongress (ESMO) in München präsentiert worden ist. "
(https://derstandard.at/2000089836213/Immuntherapie-bei-Triple-negativem-Brustkrebs)

Der Start in ein neues Leben!

Alles begann im April vor 5 Jahren (2014) als mein Freund meinte "Was hast du denn da?"
Und in meinem Kopf begannen sich sofort die schlimmsten Vorahnungen breit zu machen. "Was tun, wohin, was mach ich, alleine, nehme ich Wen mit, wem sag ich's, wie sag ich's? Aber wovon reden wir überhaupt? Von einem Knoten, einem ziemlich großen Knoten, einem Knoten in der Brust. Wie zur Hölle konnte das passieren? Mir? Gerade mitten im neuen Job, jung, 28, was soll das? Und Schwups bist du drinnen. Drinnen in der Untersuchungsmaschinerie.
Gott sei Dank nicht alleine. Ich habe meine Mutter. Meine Mutter, ohne sie geht es nicht. Und sie geht mit, zu allem, zum jedem. Wir sind wie paralysiert. Was mit mir geschieht, liegt nicht mehr nur in meiner Hand.
Bin ich jetzt ausgeliefert? Nein, ich kümmere mich um mich und meine Krankheit. Will viel, Wissen, alles erklärt bekommen. Und vor allem will, ich gesund werden. Wie wissen die Ärzte. Ein Plan steht fest: Chemo, OP, sofort Aufbau mit Silikon.


Chemo, ok geht.

Wird gehen müssen. Arbeiten, ach du meine Güte, Arbeiten! Geht auch, klar, die Chemo steck ich weg wie nix. Denkste. Bei Chemo Nr. 5 ist Schluss mit "arbeiten".
Dann erholen nach 8Chemos. Es folgt die OP. "Will ich das?"
Aber, ja. Weg damit. Der Krebs muss weg und soll nie wiederkommen, deshalb nicht nur die befallene rechte Seite weg, sondern auch die linke. Leider ist es genetisch, wird noch vor der OP festgestellt. Auch gut. Gute Entscheidung auch die linke Brust zu entfernen. Und jetzt steht nur eines an: gesund werden, schnell wieder Arbeiten gehen. Geht schon. Geht eh immer, alles. Und Tatsache: geht eh "fast" alles. Am Anfang der Antihormontherapie geht alles.

Später nicht mehr so, da geht nicht mehr alles.

Krankenstand wird es werden, ein langer Krankenstand. Aber was dann? Arbeiten, wie soll das gehen, so wie mir es geht?
Rehageld wird die Lösung sein, super Sache. Ich habe angesucht, wurde abgelehnt und habe eine Klage riskiert. Und siehe da, nach über 1 1/2 Jahren wurde mir das Rehageld nun doch zugesprochen. Wieder ein toller Schritt, aber wie lang geht das, was passiert dann? Wieder Arbeiten? Nach 5 Jahren, in denen der Krebs Ruhe gegeben hat und verschwunden war, gilt man wieder als gesund. Gesund, kann das wieder möglich sein? Ja das ist möglich. Mir geht es gut. Wie immer. Einiges ist für die Zukunft geplant. Tolle Sachen stehen an. Weiter Rehageld bekommen, aber wieder in Richtung Vollzeitarbeit schauen. Beginnen werde ich mit einer geringfügigen Stelle ab 2019. Einfach nur fantastisch diese Vorstellung.

 

Aber Stopp, Stopp im September 2018.

Warum denn, geht eh alles. Haushalt, kein Problem, alles super. Meine freiwillige Arbeit entwickelt sich super. Ich arbeite gerne für Europa Donna, ich fühle mich dort sehr wohl und möchte gerne mehr machen. Alles super.

Aber irgendwas stimmt nicht. Eine Stelle, unter dem rechten Schulterblatt, tut weh. Ein bisschen zumindest. Es wird aber immer stärker. Der Orthopäde wird's schon richten. Einrenken, Spritze, fertig. Gesagt, getan. Die Weichen sind gestellt für einen geringfügigen Job. Hab auch schnell was gefunden, mich wohl gefühlt, Freude daran gehabt. Eine Zeit lang. Die Schmerzen im Schulterblatt wurden immer mehr. Ich fühlte mich auch zunehmend schwächer und müder. Ich kam mit dem Stress in der Arbeit, auch wenn es nur ein paar Stunden am Samstag waren, nicht mehr zurecht. Was sei nur los mit mit mir?

Bekam ich wieder eine Depression?

Ich wollte das nicht noch mal erleben. Ich war doch dabei wieder zu leben. Ja klar, ich nahm noch eine Menge Psychopharmaka, kein Wunder oder, aber es ging bergauf. Und jetzt geht auf einmal nichts mehr? Ich muss zum Arzt, denn auch die Luft bleibt mir weg, immer wieder immer mehr. Angst, extreme Angst umgibt mich. Ich gehe also zur Lungenfachärztin. Beginnen wir mit dem ersten Symptom. Ok, sie bleibt relativ ruhig nach der Durchleuchtung der Lunge, schickt mich, aber mit Nachdruck ins nächste Diagnose Zentrum. Termin wird zeitnah ausgemacht. Alles gut. Na dann lass ich mich mal ins CT schieben. Wird schon nix sein, vielleicht etwas Wasser in der Lunge. Ich werde gebeten noch mal Platz zu nehmen nach der Untersuchung. Ok. Sie müssen nochmal etwas überprüfen, auch gut. Ich soll kurz warten, bis der Arzt zu mir kommt. Oje, da passt was nicht. Und da passt gewaltig was nicht. Sie haben in der Lunge was gesehen, dann weitergeschaut, auch in der Leber ist was, und weil sie gleich dabei waren haben sie auch die Knochen überprüft und auch da, was gefunden. Ok. Tränen. Alles gut. Ich bekomm das hin. Mist, heute bin ich alleine bei der Untersuchung. Ok. Alles gut. Mama, Mama anrufen. Wie sag ich so was, noch mal, so lange Zeit danach, so kurz vorm "gesund" werden. Es sind ja jetzt fast 5 Jahre, da bin ich gesund. Und jetzt, jetzt soll ich Metastasen haben? Und auch noch an fast allen Stellen, die so typisch sind. Alles nicht mehr so gut. Was mach ich jetzt? Echt jetzt, wie soll es weitergehen. Ich wollte mich nie wieder behandeln lassen, davon war ich auch überzeugt, dass ich das eh nie wieder muss. Antihormontherapie, sag ich nur. Wieder die Frage, wie zur Hölle konnte das passieren. Nochmal? Gut. Durchatmen. Es wird weiter gehen. Wie auch immer. Ein Termin mit meinem Arzt wird ausgemacht. Es steht ein Plan fest. Ein Plan der mir durch andere Patientinnen bzw. durch Europa Donna vertraut ist. Keine Chemo, klingt ja mal super. Den Rest, die paar Tabletten und Spritzen, können ja nicht so schlimm sein. Können Sie sich an die Worte bei der Chemo erinnern? Denkste waren sie, genau. Also diese Therapie hat's echt in sich. Aber alles gut, immer noch. Man muss aber auch zugeben, dass noch einiges mehr passiert ist, seit die Diagnose metastasierten Brustkrebs feststeht.
Sie erinnern sich, dass die Metastasen fast alle typischen Stellen befallen haben? Aber eine hat gefehlt. Richtig, der Kopf. Dann schauen wir nach, aber wird schon nix sein, wie immer. Ich will's ja nicht immer wiederholen, aber denkste, auch da gibt es sie.
Deshalb wird ein Bestrahlungskonzept entwickelt. Für die Hüfte, die tut nämlich schon beim Gehen weh und den Kopf. 5-mal Bestrahlung. Geht auch noch, oder? Ich bitte während der Bestrahlung stationär aufgenommen zu werden. Ich bekomme kurz vor Weihnachten 2018 ein Bett auf der Strahlenstation im AKH. Alle super nett, die Bestrahlungen vergehen super schnell, alles wie immer super gut. Nur die Hüfte macht nicht mit. Sie tut immer mehr weh, keiner weiß warum. Die Krücken werden mein ständiger Begleiter, aber nur wenn ich nicht im Rollstuhl sitze. Das mit dem Gehen ist mittlerweile fast unmöglich. Aber noch immer weiß keiner warum. Mittlerweile bin ich auf die Palliativstation verlegt worden. Die Station auf die man kommt um zu sterben? Nein, so wie der Leiter dieser Station sagt, ist es ein Ort um zu Leben. Für mich steht also fest, dass ich jetzt zwar auf der Palliativstation liege, aber wenn's mir wieder gut geht, geh ich wieder nach Hause. Aber so was von. Aber wie bekommen wir diese unsäglichen Schmerzen im rechten Bein in den Griff? Es ist mittlerweile unerträglich. Die Schmerzpumpe, die Infusionen, die Schmerztabletten, das alles kann den Schmerz nicht aufhalten. Was ist da bloß los? Ich finde es ja mittlerweile total lustig meine Befunde genau zu lesen. Da stehen so Dinge wie Abtropfmetastasen drinnen. Ja die gibt's. Bei mir tropfen sie vom Hirn in die Wirbelsäule. Aber noch netter finde ich die Ursache für meine Schmerzen in der Hüfte: Mottenfraß artige osteolytische Veränderung mit einem Bruch. Endlich hat jemand die Ursache für meine Schmerzen gefunden. Was passiert jetzt aber mit mir? Gibt es die Möglichkeit einer Operation? Dazu wird ein Orthopäde hinzugezogen. Er erklärt was gemacht werden wird. hört sich ja gar nicht so schlecht an, was mir da bevorsteht. Eine Hüft-TEP. Aber wahrscheinlich keine vollständige, sondern nur eine Halbe. Zur Erklärung: es wird der Oberschenkelhals, die Gelenkskugel und in den Oberschenkel kommt ein Nagel, der das alles zusammenhält. Ob ich die OP machen möchte, werde ich gefragt. Ich denke, na klar, weg mit den Schmerzen, her mit der neuen Hüfte.

 

Warum sollte das ein Problem darstellen?

Die OP dauert gerade mal 1 Stunde. Kein Problem, oder? Man bedenke aber meinen Allgemeinzustand. Nicht gerade der Beste. Aber ich will diese OP. Um jeden Preis. Hallo, es geht hier darum: gehen oder nicht gehen? Und das war tatsächlich so. Hätte der Orthopäde nicht sein ok gegeben und hätte ich nicht gesagt, ja klar wir machen die OP, es wäre nichts passiert.

Hier kam wieder mein starker Wille zu tragen. Ich gehe hier raus, auf meinen eigenen Beinen.
Ich bekam somit bald einen OP Termin. Wieder eine OP, aber mir macht das nichts aus. Wenn es hilft, bitte gerne.
Nervös war ich nicht wirklich. Ich wollte eigentlich nur, dass die Schmerzen aufhören und ich wieder zumindest ein bisschen gehen kann.
Die OP dauert dann doch etwas länger als geplant, aber ich wache am Abend ohne große Schmerzen wieder auf. Ich komme, Gott sei Dank, wieder auf die Palliativstation und kann mich dort erstmal erholen.

Am nächsten Tag ist eigentlich alles gut. Die Schmerzmittel tun ihr Übriges, damit ich mich ganz gut fühle. Am Abend dann Visite vom Orthopäden. "Stehen Sie bitte auf, damit wir uns das Ganze mal anschauen können." Was will der von mir? Aufstehen, jetzt schon? Ok, wenn er das so will, alles auf seine Verantwortung. Also dann, raus aus dem Bett. Wird schon irgendwie gehen. Und siehe da, ich stehe, ich gehe. Wie toll ist das denn? Ich gehe, zwar mit Krücken, aber ich gehe, ohne wahnsinnige Schmerzen. Ich glaub es nicht. Danke, danke, danke. Jetzt wird alles wieder besser. Und tatsächlich es wird besser. Durch die tolle Physiotherapie bin ich schnell wieder mobil. So mobil, dass ich eigentlich auf der Palliativstation nichts mehr zu suchen habe. Die Ärzte reden doch tatsächlich von nach Hause gehen. Glaub ich nicht. Aber echt, was soll ich hier noch, aber nach Hause? Wird auch super funktionieren. Meine Mutter wird schon jeden Tag kommen und mir helfen, bis alles wieder von selber geht. Das geht aber so nicht. Ich kann von meiner Mutter nicht erwarten, dass sie das macht. Wie wäre es mit Erholung bei ihr zu Hause? Ich, nach Hollabrunn um fitter zu werden? Meine Wohnung, meine Katze. Aber eigentlich, was spricht dagegen. Und so machte ich mich auf nach Hollabrunn. Erholung pur. Ich darf hier wieder zu Kräften kommen. Ohne meine Mutter wäre es nie möglich gewesen, so schnell so ja, nennen wir es gesund, zu werden. Auch hier funktioniert die medizinische Versorgung sehr gut. Sei es das mobile Palliativteam, die ambulante Physiotherapie oder der vorübergehende Wechsel der Hausärztin. Ich fühle mich wohl und rundum gut betreut. Ich darf auch wieder auf Reha fahren. Wie schön. Da werde ich noch fitter. Fitter um wieder zu Hause zu sein. Ich will nämlich alles was ich noch kann selber machen. Ich weiß ich werde eingeschränkt sein, aber ich kann noch. Ich kann noch selbständig sein. Und wenn etwas nicht funktioniert, so hole ich mir Hilfe. Und es gibt so viele Möglichkeiten Hilfe zu bekommen. Danke dafür. So weit so gut. Ich freu mich, ich freu mich auf mein Leben. Ja, es ist anders, ja, ich muss einiges neu organisieren, aber es ist mein Leben. All das wäre ohne die tollen Menschen in meinem Leben nicht möglich. Angefangen bei meiner Mutter, meiner Familie, meinen Freunden. Ich bin in einer Gemeinschaft von ebenfalls Erkrankten. Europa Donna Austria. Hier habe ich so viel Lebensfreude, Wissenswertes, Freundschaft, Unterstützung erfahren. Ein Teil in meinem Leben, den ich nicht missen möchte, auch wenn der Grund für das Dazugehören kein schöner ist. Danke, dass es euch gibt.


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