Juli

 

Welche Rechte haben wir ?

Wir haben das Recht, uns in einem anderen Mitgliedsstaat der EU medizinisch behandeln zu lassen und haben Anspruch darauf, die Behandlungskosten ganz oder teilweise in unserem Versicherungsland erstattet zu bekommen.

Wir haben Anspruch auf Informationen über die für uns in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten, die Qualitäts- und Sicherheitsstandards des Gesundheitswesens in anderen EU-Ländern und darüber, ob ein bestimmter Anbieter berechtigt ist, medizinische Leistungen zu erbringen.

Wir haben das Recht auf Erstattung der Behandlungskosten.

Das EU-Recht verpflichtet Krankenversicherer, Gesundheitsbehörden und Gesundheitsdienstleister, uns bei der Wahrnehmung dieser Rechte zu unterstützen.

Unser Versicherungsland ist für die finanziellen Aspekte unserer Auslandsbehandlung zuständig. Außerdem muss es eine angemessene medizinische Versorgung vor und nach der Behandlung gewährleisten.

Wenn wir uns in einem anderen EU-Land behandeln lassen, haben wir dieselben Rechte wie die Bürger dieses Landes.
Für die Behandlung gelten die dortigen Vorschriften und Standards.

Was wir vor einer Auslandsbehandlung klären sollten:

  • Besprechung der Behandlung mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin
  • Sorgfältige Planung der Behandlung im Ausland
  • Klären der finanziellen Seite mit der nationalen Kontaktstelle oder dem Versicherer
  • Sicherstellung, dass die notwendige Nachbehandlung erfolgen kann

Weitere Informationen über diese Rechte:

www.europa.eu/youreurope.

Im Oktober 2013 bekam ich mit 43 Jahren die Diagnose Brustkrebs.

Ich war damals 3 Jahren geschieden und lebte mit meinen beiden Kindern (12 und 14 Jahre) endlich glücklich in unserer schönen neuen Wohnung. Die Welt schien in Ordnung. Ich hatte einen tollen Job und nebenbei unterrichtete und tanzte ich mit Leidenschaft Flamenco.

Die Diagnose kam 3 Wochen vor einer kleinen Mini-Tanz-Tournee unseres Flamenco-Clubs, für die wir schon 10 Monate lang trainierten. Ich konnte mit dem Arzt den OP-Termin auf 3 Tage nach den geplanten Aufführungen legen. Das gab mir die Chance den Tanz für mich neu zu erfahren.

"Tanze, als ob es das letzte Mal wäre! Gib alles!" Dieser Satz, der so oft im Training zu hören war, wurde für mich Wirklichkeit. Vom Tag der Diagnose an habe ich Tagebuch geführt und mit Fotos dokumentiert. Ich wollte nichts vergessen. Bald ist die Idee entstanden, daraus ein Buch zu schreiben, welches gerade in Arbeit ist. Der Titel des Buches wir voraussichtlich „Auf der anderen Seite der Glaswand“ lauten. Denn genauso fühle ich mich seit der Sekunde der Gewissheit, dass ich Brustkrebs habe – hinter einer Glaswand. Ich lerne damit umzugehen und er-LEBE alles neu: mich selbst, meinen Körper, meine Kinder, meine Familie, meine Freunde, meine Aufgaben und auch meinen Tanz. Es fühlt sich intensiver an.

Hier ist ein Kapitel-Auszug aus dem Erstentwurf meines Buches:

Tanze, als wäre es das letzte Mal
Meine große Leidenschaft galt dem Tanzen, im speziellen dem Flamencotanz. Es war ein überaus wichtiger Teil in meinem Leben, aus dem sich viele wundervolle Freundschaften und grandiose Momente entwickelt haben. Ich habe Flamenco nicht nur als Schülerin „konsumiert“ sondern habe Anfängerinnen tänzerisch in die „Welt des Flamenco“ geführt. Das Unterrichten hat mir immer unglaublich viel Freude und Erfüllung gegeben. Die Entwicklung der Frauen in den ersten Monaten ist unübersehbar. ……….. Auch die Teilnahme an Aufführungen und Projekten haben mein Leben erfüllt und bereichert und mich immer wieder angetrieben besser zu werden, zu lernen, zu trainieren, mich zu entwickeln, auf mein Äußeres zu achten, meine Gesundheit zu erhalten und entsprechend zu leben. In Kursen und Workshops habe ich oft zu hören bekommen „Los! Weitermachen, nicht schlapp machen. Du kannst noch mehr geben. Tanze, als wäre es das letzte Mal!“
„Tanze, als wäre es das letzte Mal! Tanze, als wäre es das letzte Mal! Tanze, als wäre es das letzte Mal!“ Was für dröhnende Worte, wenn man sich bewusst wird, dass dieser Satz plötzlich stimmen könnte. Die volle Wucht dieser Worte hämmern auf mich ein. Immer wieder. Während dem Tanzen kullern die Tränen. Als würde man sich von einem Geliebten verabschieden. Ein letzter Kuss, eine letzte innige Umarmung, den Duft der Haut tief einatmen – lass mich nie vergessen, wie es mit dir war. Geliebter Tanz.
……….. Nun kam zum Tragen, was ich in all den Jahren im Studio mir angeeignet hatte. „Weitermachen. Aufstehen. Konzentrieren. Los lassen. Ganz im Jetzt sein. Schmerzen gehören dazu. Du kannst es. Denke nicht, tue es einfach. Nochmal, nochmal, nochmal. Vertraue deinem Körper. Kontrolliere deine Gedanken. Kontrolliere deine Gedanken nicht. Zeige dich. Immer wieder aufstehen. Immer wieder die Schuhe anziehen.“
Ja, jetzt kam das alles zum Tragen. Jede einzelne dieser Qualitäten, die ich mir über die Jahre hinweg verinnerlicht habe, kam mir jetzt zugute. Wie dankbar ich dafür bin! Ich war in der Lage – trotz meines Chaos im Kopf – zu tanzen. Und nicht nur einfach zu tanzen, sondern sogar mit großer Freude und Lust zu tanzen. Eine unbezahlbare Erkenntnis über mich selbst. Bei der ersten Probe, den ersten Tanzschritten, nach der Diagnose zitterte ich am ganzen Körper. Ich hatte Angst vor der Angst. Ich habe weiter gemacht. Schritt für Schritt. Und es hat funktioniert. Olé! Der Flamenco hat mich in meinem Leben schon über viele Schwierigkeiten hinweg getragen, oder auch einfach nur abgelenkt. Aber dieses Mal hat er mir viel Kraft, Lebensfreude und Vertrauen zu meinem Körper zurück gegeben.
..........

Zum Zeitpunkt der Aufführungen wusste ich noch nicht, welche Therapien mit bevorstehen werden, oder, ob ich überleben werde. Das einzige was ich wusste, war, dass ich mehrere Tumore in der rechten Brust hatte. Es konnte nicht brusterhaltend operiert werden, sondern es musste eine Mastektomie gemacht werden. Ich entschied mich für den sofortigen Aufbau mit Silikon bzw. einem Expander. 12 Tage nach meiner OP kam der erlösende Befund, das meine Lymphknoten, bis auf eine Mikrozelle, „sauber“ waren. Das hieß keine Chemo, keine Bestrahlung, „nur“ Hormontherapie.

Ich war extrem erleichtert, denn 7 Jahre zuvor hatte meine Mutter Brustkrebs und sie musste die volle Prozedur mitmachen. Ein Alptraum. Nach 5 Monaten Krankenstand und 3 Wochen Reha bin ich wieder in den „normalen“ Alltag eingestiegen. Ich merkte allerdings sehr schnell, dass es so etwas wie „normalen“ Alltag nicht mehr wirklich gibt.

Nicht die Dinge oder die Menschen haben sich geändert, sondern ich habe mich geändert. Ich habe das Bedürfnis darüber zu reden und zu schreiben. Ich habe das Gefühl, dass es in der Gesellschaft immer noch ein angstbehaftetes und schambehaftetes Tabu-Thema ist. Ich habe einige Frauen kennengelernt, die keinesfalls möchten, dass irgendjemand davon erfährt. Warum nur? Was ist da los in den Köpfen der Menschen? Welche Ängste sitzen da? Ich bin der Meinung Schweigen schürt diese Ängste und darüber reden nimmt Ängste. Darin sehe ich meinen Weg.

https://brustkrebs-tanz.jimdo.com/

 

Mag. Rebecca Anouche Llewellyn

In Paris geboren und in London aufgewachsen, lebt die Singer-Songwriterin mit armenisch-deutschen Wurzeln seit über 20 Jahren in Österreich.
Ihre musikalische Laufbahn in Österreich begann 1993.
Nach zahlreichen Auftritten mit verschiedenen Bands als Leadsängerin arbeitet Rebecca seit 1999 mit ihren eigenen Projekten. Das Repertoire ist sehr vielfältig und spannt sich von Country und Blues über Jazz und Pop bis hin zu Soul und Chansons.


In den letzten 10 Jahren entdeckte sie nicht nur die Bühne als ihr Zuhause, sondern auch ihre Freude am Texten und Komponieren. Die Livepräsentation mit wundervollen Musikern und das charmante Geleiten des Publikums durch den Abend macht jedes Konzert zu einem unvergesslichen Ereignis.

Fly away“ wurde 2001 vom ACMF zum „Song des Jahres“ gekürt. Rebecca Anouche wurde auch zur „Sängerin des Jahres“ und ihr Album zur „CD des Jahres 2001“ nominiert. „Bring it home“ gibt es seit 2005 oft im Radio zu hören.

Rebecca Anouche hat die Gabe das Publikum mit ihrer Darbietung zu fesseln und zu begeistern.
„Musik ist Ausdruck meiner Seele“ behauptet sie, und man glaubt ihr gerne.

Rebecca Anouche bezaubert das Publikum durch ihre unverkennbare Stimme und Bühnenpräsenz - die Kosmopolitin verführt auf eine Reise um die ganze Welt.

Ihre Brustkrebserkrankung machte sie noch stärker. Rebecca gibt niemals auf.

Das Angebot, bei unserer 1. Österreichischen Brustkrebs-PatientInnen Tagung zu singen, haben wir natürlich freudig angenommen !!!

Solltet Ihr nicht mehr bis dahin warten wollen, besucht Rebecca doch einfach auf ihrer Webseite, auf der ihr auch ihre schöne Stimme hören könnt.

Hörprobe:

Streets of London - Bella 2007.mp3

Homepage: https://www.rebecca.co.at/

Mag. Rebecca Anouche Llewellyn

In Paris geboren und in London aufgewachsen, lebt die Singer-Songwriterin mit armenisch-deutschen Wurzeln seit über 20 Jahren in Österreich.
Ihre musikalische Laufbahn in Österreich begann 1993.
Nach zahlreichen Auftritten mit verschiedenen Bands als Leadsängerin arbeitet Rebecca seit 1999 mit ihren eigenen Projekten. Das Repertoire ist sehr vielfältig und spannt sich von Country und Blues über Jazz und Pop bis hin zu Soul und Chansons.


In den letzten 10 Jahren entdeckte sie nicht nur die Bühne als ihr Zuhause, sondern auch ihre Freude am Texten und Komponieren. Die Livepräsentation mit wundervollen Musikern und das charmante Geleiten des Publikums durch den Abend macht jedes Konzert zu einem unvergesslichen Ereignis.

Fly away“ wurde 2001 vom ACMF zum „Song des Jahres“ gekürt. Rebecca Anouche wurde auch zur „Sängerin des Jahres“ und ihr Album zur „CD des Jahres 2001“ nominiert. „Bring it home“ gibt es seit 2005 oft im Radio zu hören.

Rebecca Anouche hat die Gabe das Publikum mit ihrer Darbietung zu fesseln und zu begeistern.
„Musik ist Ausdruck meiner Seele“ behauptet sie, und man glaubt ihr gerne.

Rebecca Anouche bezaubert das Publikum durch ihre unverkennbare Stimme und Bühnenpräsenz - die Kosmopolitin verführt auf eine Reise um die ganze Welt.

Ihre Brustkrebserkrankung machte sie noch stärker. Rebecca gibt niemals auf.

Das Angebot, bei unserer 1. Österreichischen Brustkrebs-PatientInnen Tagung zu singen, haben wir natürlich freudig angenommen !!!

Solltet Ihr nicht mehr bis dahin warten wollen, besucht Rebecca doch einfach auf ihrer Webseite, auf der ihr auch ihre schöne Stimme hören könnt.

Hörprobe:

Streets of London - Bella 2007.mp3

Homepage: https://www.rebecca.co.at/

Im Blut von Brustkrebspatientinnen haben deutsche Forscher vermutlich die Krebszellen entdeckt, die in der Lage sind, Metastasen auszulösen. Die Zellen weisen Merkmale von Krebs-Stammzellen auf und sind durch drei Oberflächenproteine charakterisiert. Ihre Ergebnisse beschreiben die Forscher um Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kollegen vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg im Fachjournal «Nature Biotechnology».

Im Blut von Brustkrebspatientinnen befindet sich eine ganze Reihe von Krebszellen. Um unter diesen die Zellen zu finden, die Metastasen bilden können, isolierten die Forscher zunächst alle zirkulierenden Krebszellen aus dem Blut von insgesamt 350 Patientinnen. Anschließend verpflanzten sie die einzelnen Zellen in das Knochenmark von Mäusen mit defektem Immunsystem. Nach insgesamt mehr als hundert solcher Übertragungen entwickelten einige der Tiere Metastasen in Knochen, Lunge und Leber. Diese Zellen untersuchten die Forscher nun genauer und entdeckten drei charakteristische Oberflächenmoleküle: Das Protein CD44 hilft der Zelle, sich im Knochenmark festzusetzen, CD47 schützt vor Angriffen des Immunsystems und das Protein MET erhöht die Wanderbereitschaft und Invasionsfähigkeit der Zellen.

Zellen, die alle drei Merkmale zeigten, also «dreifach-positiv» waren, kamen in unterschiedlichem Ausmaß im Blut der Patientinnen vor, ihr Anteil betrug zwischen 0,6 und 33 Prozent. Patientinnen mit einer großen Anzahl dieser Zellen haben eine schlechtere Prognose, berichten die Forscher. Das Muster der drei Moleküle könne daher als Biomarker für den Verlauf der Erkrankung dienen. Die Wissenschaftler wollen nun prüfen, ob sich die Oberflächenmoleküle als Zielstrukturen für Therapien für Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs eignen. Gute Ansätze gebe es bereits: Gegen CD47 werden bereits Antikörper entwickelt, die die Funktion des Moleküls blockieren. Eine Substanz gegen den MET-Rezeptor ist bei einer bestimmten Form von Lungenkrebs bereits zugelassen. (ch)

Gefunden in www.pharmazeutische-zeitung.de