Starke Frauen

Tod prophezeit, Leben gewonnen

Der zweifachen, alleinerziehenden Mutter, Johanna Wallig wurde einer der bösartigsten Tumore diagnostiziert. Mit der Gewissheit, dass ihre innere Stärke eine krebsfreie Zone ist, hat sie ihren Brustkrebs besiegt.

30 Grad im Schatten, Partymusik und vor ihr die unendliche Weite des Ozeans. Johanna Wallig ist mit ihren beiden Söhnen zwei Wochen auf Kreuzfahrt. Schwerer als ihr Koffer wiegen jene Worte, die ihr zwei Tage davor mitgeteilt wurden: „Sie haben einen sehr aggressiven Tumor, der sich schon in der ganzen rechten Brust ausgebreitet hat. Sie müssen sich sofort die Brust abnehmen lassen, danach eine Strahlentherapie durchführen und anschließend noch eine Chemotherapie machen, ich rate Ihnen, suchen Sie sich so schnell wie möglich einen guten Chirurgen“. Als wäre die Diagnose nicht lebensverändernd und, in Johannas Falls sogar lebensbedrohlich, genug, sind es die Härte und Direktheit, mit der die Ärztin diese Worte ausspricht, die der alleinerziehenden Mutter in der nüchternen Atmosphäre des Behandlungszimmers zusetzen.

„Ich konnte und wollte nicht glauben, dass ich nur noch wenige Wochen zu leben hatte.“, erinnert sich Johanna. Daher beschloss sie, mit ihren Kindern erstmal auf Urlaub zu fahren. Neben der Gewissheit, dass in ihrer rechten Brust bösartige Krebszellen ihr Unwesen treiben, begleiteten Johanna viele Fragen auf der Reise. „Wann und wie soll ich es meinen Kindern und meiner Familie erzählen?“, „Welchem Arzt vertraue ich mich an? Und, will ich mich überhaupt auf die schulmedizinische Vorgehensweise einlassen?Wie wird sich mein Aussehen verändern? Wie wird mein Arbeitgeber reagieren?“

Zurück in Österreich sind zwei Wochen ihrer Lebenserwartung wieder geschwunden – so wurde es ihr schließlich prophezeit. Doch für Johanna scheint diese knappe Zeit nicht zu zählen. Vielmehr entschließt sie sich, erstmal alternative Wege auszuprobieren. Einen Monat lang besucht sie zweimal wöchentlich den einzigen Arzt in Österreich, der Hyperthermie (eine Art Wärmebehandlung) anbietet, bis er ihr schlussendlich mitteilt: „Frau Wallig, Sie werden um eine Operation und die Chemotherapie nicht umhin kommen, Ihr Tumor ist zu gefährlich, um ausschließlich mit dieser Therapie zu arbeiten und die Zeit läuft.

Weitere drei Monate vergehen, bis Johanna einen Chirurgen aufsucht und sich zur stärksten Dosis und Form der Chemotherapie entschließt. „Ich wollte diese Entscheidung ohne Angst treffen.“, erinnert sie sich. Meinen Kindern habe ich bis zur ersten Chemo nur gesagt, dass mit meinen Zellen etwas nicht in Ordnung sei. Erst danach habe ich ihnen erzählt, dass ich jetzt eine Chemotherapie mache und mir die Haare ausgehen werden, sie sich nicht schrecken sollen. Ich habe ihnen versichert, dass ich wieder ganz gesund werde. Sie haben meine Stärke gespürt und das dann geglaubt, obwohl sie natürlich trotzdem Angst hatten, dass ich sterbe.“

Johanna wollte den Weg bewusst alleine gehen, zog sich von ihrem Umfeld zurück und arbeitete mental an sich. „Ich war mir bewusst, dass es nur ein kleiner Teil meines Körpers ist, der tatsächlich von bösartigen Krebszellen befallen ist. Meine Seele, mein gesamtes Wesen, war immer heil und ich die selbe Johanna Wallig, die ich vor der Diagnose war.“ Daher konzentrierte sie sich während der 24 Chemotherapien darauf, dass die injizierte Medikation gezielt nur die bösartigen Zellen zerstört.

6 Monate später war die zweifache Mutter noch immer am Leben. Und ist es heute mehr denn je. „Zurückblickend scheint es, als hätte ich meine vielfältigen Aus- und Weiterbildungen mit dem Ziel gemacht, um sie heute für die Steigerung der Lebensqualität von Frauen mit der Diagnose Krebs einzusetzen.“ Hat sie früher als Farb- und Stilberaterin MitarbeiterInnen von Banken und Versicherungen beraten, nutzt sie ihr ästhetisches Gespür heute, um mit Krebspatientinnen eine passende Perücke und bunte Tücher auszuwählen. Die Expertise ihres Jusstudiums setzt sie gewinnbringend für die Beantwortung rechtlicher Fragen ein (Was passiert mit meinen Arbeitsplatz? Wie komme ich zu Förderungen? etc.) „und mit all den sozialen Fähigkeiten, die ich in der Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin nocg professionalisierte, begleite und unterstütze ich nun andere Betroffene.“

Die 51-jährige Steirerin kennt die Schmerzen im Kopf und in den Knochen, die Krämpfe, irritierten Schleimhäute und die körperliche Erschöpfung, die mit der Chemotherapie einher gehen. „Manchmal geht es einfach nur darum, jemanden in den Arm zu nehmen und ohne Worte Kraft zu spenden. Eine Krebserkrankung ist keine Endstation, sondern eine Chance, die eigenen Ressourcen zu erweitern und auch zu lernen, mit einer der größten Herausforderungen des Lebens umzugehen!“

Johanna Wallig hat zwar letztendlich alle Therapien über sich ergehen lassen, zu denen ihr die Ärzte geraten haben. „Doch ich habe niemals aus Angst heraus gehandelt, sondern mich bewusst dafür entschieden und auf mein Bauchgefühl vertraut.“ Denn auch diese innere Weisheit geht nicht verloren.

Übrigens: diesen Sommer will Johanna wieder ans Meer – diesmal mit im Gepäck: ihr neuer Bikini. Denn ihre beiden Brüste hat sie – ganz im Widerspruch zu den Worten der Ärztin – ebenfalls nicht verloren!


Zur Person:

Wenige Wochen nach ihrem Umzug vom steirischen Gröbming nach Wien, wurde bei der 51-jährigen Johanna Wallig eine der bösartigsten Formen von Brustkrebs diagnostiziert. Sie nutzt die Zeit, um ihr Leben neu auszurichten. Mit all ihren Erfahrungen, wie auch ihren beruflichen Qualifikationen und Fähigkeiten, begleitet und unterstützt die alleinerziehende Mutter heute andere Krebspatientinnen dabei, ihren ganz persönlichen und selbstbewussten Weg zu finden, mit Ihrer Erkrankung umzugehen. Weitere Informationen unter https://www.lebensgestaltung-mit-krebs.at/

Kontakt:

Johanna Wallig
Trauttmansdorffgasse 19/10, 1130 Wien
Tel.: +43 (0)650 / 8962729
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hallo. Mein Name ist Christine Fischer.


Als ich im Februar 2011 die Diagnose Brustkrebs erhalten habe, ist bei mir zunächst meine Welt zusammengebrochen.
Das Gefühl der Hilflosigkeit machte sich breit, ein Schock-Zustand den ich nie wieder erleben möchte.
Es folgten unzählige Spitalsaufenthalte, mehrere Operationen bis hin zur Brust-Amputation und Chemotherapie. Psychisch und körperlich war ich sehr angeschlagen und ich kämpfte mit und gegen die Nebenwirkungen der Chemotherapie.
Ich vertraute der Schulmedizin voll und ganz, doch merkte ich sehr bald, dass es noch etwas geben musste. Es musste etwas geben, um das Ganze zu verstehen und um das Leid, dass diese Krankheit hinterließ, zu lindern. Auf der Such nach Antworten fiel mir ein Buch von Rita in den Händen. Ich konnte mit dem Buch am Anfang noch nicht viel anfangen, aber dennoch hatte ich das tiefe Gefühl, dass meine Suche erfolgreich war.

Ich schrieb der Autorin, Fr. Prof. Mag.a Margarita Zinterhof von der Akademie der Intuitionswissenschaften noch am selben Tag eine E-Mail.
Sie rief mich zurück und vereinbarte mit mir einen Termin zur Einzelschulung. Durch die Arbeit mit Rita veränderte sich mein Leben deutlich. Ich lernte Wege kennen, um die Angst vor der Krankheit zu verlieren. Schritt für Schritt wandelte ich meine negativen Gedanken wieder in positive um.
Ich wurde zuversichtlicher und ausgeglichener. Ich konnte erkennen was der Krankheit zu Grunde lag und verstand immer mehr den Zusammenhang zwischen der Unstimmigkeit in meinem Leben und meiner vorübergehenden Störung. Ich hatte den Mut hinzuschauen und konnte meine Disharmonien durch die Übungen von Rita in meinem Leben auflösen – ich wurde dadurch immer freier und freier und ein tiefes Urvertrauen stellte sich ein.

Mein Gesundheitszustand wurde immer besser und besser und ich erkannte, dass meine schwere Krankheit in Wirklichkeit auch eine große Chance für mich war. Trotz meiner vielen seelischen und körperlichen Narben bin ich heute ein zufriedenerer, glücklicher und dankbarer Mensch geworden. Ich habe meinen inneren Frieden gefunden.

Ich habe 2013 den Diplomlehrgang zur Mental- Intuitions- und Bewusstseinstrainerin und anschließend die Fortbildungskurse absolviert und bin Rita aus tiefstem Herzen dankbar.


Siehe auch Christine Fischers Buch: Mitten im Leben, erschienen im Kneipp Verlag (ISBN: 978-3-7088-0665-5).

Im Oktober 2013 bekam ich mit 43 Jahren die Diagnose Brustkrebs.

Ich war damals 3 Jahren geschieden und lebte mit meinen beiden Kindern (12 und 14 Jahre) endlich glücklich in unserer schönen neuen Wohnung. Die Welt schien in Ordnung. Ich hatte einen tollen Job und nebenbei unterrichtete und tanzte ich mit Leidenschaft Flamenco.

Die Diagnose kam 3 Wochen vor einer kleinen Mini-Tanz-Tournee unseres Flamenco-Clubs, für die wir schon 10 Monate lang trainierten. Ich konnte mit dem Arzt den OP-Termin auf 3 Tage nach den geplanten Aufführungen legen. Das gab mir die Chance den Tanz für mich neu zu erfahren.

"Tanze, als ob es das letzte Mal wäre! Gib alles!" Dieser Satz, der so oft im Training zu hören war, wurde für mich Wirklichkeit. Vom Tag der Diagnose an habe ich Tagebuch geführt und mit Fotos dokumentiert. Ich wollte nichts vergessen. Bald ist die Idee entstanden, daraus ein Buch zu schreiben, welches gerade in Arbeit ist. Der Titel des Buches wir voraussichtlich „Auf der anderen Seite der Glaswand“ lauten. Denn genauso fühle ich mich seit der Sekunde der Gewissheit, dass ich Brustkrebs habe – hinter einer Glaswand. Ich lerne damit umzugehen und er-LEBE alles neu: mich selbst, meinen Körper, meine Kinder, meine Familie, meine Freunde, meine Aufgaben und auch meinen Tanz. Es fühlt sich intensiver an.

Hier ist ein Kapitel-Auszug aus dem Erstentwurf meines Buches:

Tanze, als wäre es das letzte Mal
Meine große Leidenschaft galt dem Tanzen, im speziellen dem Flamencotanz. Es war ein überaus wichtiger Teil in meinem Leben, aus dem sich viele wundervolle Freundschaften und grandiose Momente entwickelt haben. Ich habe Flamenco nicht nur als Schülerin „konsumiert“ sondern habe Anfängerinnen tänzerisch in die „Welt des Flamenco“ geführt. Das Unterrichten hat mir immer unglaublich viel Freude und Erfüllung gegeben. Die Entwicklung der Frauen in den ersten Monaten ist unübersehbar. ……….. Auch die Teilnahme an Aufführungen und Projekten haben mein Leben erfüllt und bereichert und mich immer wieder angetrieben besser zu werden, zu lernen, zu trainieren, mich zu entwickeln, auf mein Äußeres zu achten, meine Gesundheit zu erhalten und entsprechend zu leben. In Kursen und Workshops habe ich oft zu hören bekommen „Los! Weitermachen, nicht schlapp machen. Du kannst noch mehr geben. Tanze, als wäre es das letzte Mal!“
„Tanze, als wäre es das letzte Mal! Tanze, als wäre es das letzte Mal! Tanze, als wäre es das letzte Mal!“ Was für dröhnende Worte, wenn man sich bewusst wird, dass dieser Satz plötzlich stimmen könnte. Die volle Wucht dieser Worte hämmern auf mich ein. Immer wieder. Während dem Tanzen kullern die Tränen. Als würde man sich von einem Geliebten verabschieden. Ein letzter Kuss, eine letzte innige Umarmung, den Duft der Haut tief einatmen – lass mich nie vergessen, wie es mit dir war. Geliebter Tanz.
……….. Nun kam zum Tragen, was ich in all den Jahren im Studio mir angeeignet hatte. „Weitermachen. Aufstehen. Konzentrieren. Los lassen. Ganz im Jetzt sein. Schmerzen gehören dazu. Du kannst es. Denke nicht, tue es einfach. Nochmal, nochmal, nochmal. Vertraue deinem Körper. Kontrolliere deine Gedanken. Kontrolliere deine Gedanken nicht. Zeige dich. Immer wieder aufstehen. Immer wieder die Schuhe anziehen.“
Ja, jetzt kam das alles zum Tragen. Jede einzelne dieser Qualitäten, die ich mir über die Jahre hinweg verinnerlicht habe, kam mir jetzt zugute. Wie dankbar ich dafür bin! Ich war in der Lage – trotz meines Chaos im Kopf – zu tanzen. Und nicht nur einfach zu tanzen, sondern sogar mit großer Freude und Lust zu tanzen. Eine unbezahlbare Erkenntnis über mich selbst. Bei der ersten Probe, den ersten Tanzschritten, nach der Diagnose zitterte ich am ganzen Körper. Ich hatte Angst vor der Angst. Ich habe weiter gemacht. Schritt für Schritt. Und es hat funktioniert. Olé! Der Flamenco hat mich in meinem Leben schon über viele Schwierigkeiten hinweg getragen, oder auch einfach nur abgelenkt. Aber dieses Mal hat er mir viel Kraft, Lebensfreude und Vertrauen zu meinem Körper zurück gegeben.
..........

Zum Zeitpunkt der Aufführungen wusste ich noch nicht, welche Therapien mit bevorstehen werden, oder, ob ich überleben werde. Das einzige was ich wusste, war, dass ich mehrere Tumore in der rechten Brust hatte. Es konnte nicht brusterhaltend operiert werden, sondern es musste eine Mastektomie gemacht werden. Ich entschied mich für den sofortigen Aufbau mit Silikon bzw. einem Expander. 12 Tage nach meiner OP kam der erlösende Befund, das meine Lymphknoten, bis auf eine Mikrozelle, „sauber“ waren. Das hieß keine Chemo, keine Bestrahlung, „nur“ Hormontherapie.

Ich war extrem erleichtert, denn 7 Jahre zuvor hatte meine Mutter Brustkrebs und sie musste die volle Prozedur mitmachen. Ein Alptraum. Nach 5 Monaten Krankenstand und 3 Wochen Reha bin ich wieder in den „normalen“ Alltag eingestiegen. Ich merkte allerdings sehr schnell, dass es so etwas wie „normalen“ Alltag nicht mehr wirklich gibt.

Nicht die Dinge oder die Menschen haben sich geändert, sondern ich habe mich geändert. Ich habe das Bedürfnis darüber zu reden und zu schreiben. Ich habe das Gefühl, dass es in der Gesellschaft immer noch ein angstbehaftetes und schambehaftetes Tabu-Thema ist. Ich habe einige Frauen kennengelernt, die keinesfalls möchten, dass irgendjemand davon erfährt. Warum nur? Was ist da los in den Köpfen der Menschen? Welche Ängste sitzen da? Ich bin der Meinung Schweigen schürt diese Ängste und darüber reden nimmt Ängste. Darin sehe ich meinen Weg.

https://brustkrebs-tanz.jimdo.com/

 

Meine „Geschichte“ als metastasierte Patientin

Es war kurz vor meinem vierzigsten Geburtstag, als ich mehr oder weniger durch Zufall einen kleinen Knoten in meiner linken Brust ertastete. Meine Brust tastete ich ab, da ich an dieser Stelle bei Druck Schmerz empfand. Nach einigen Tagen mit Gedanken der Ungewissheit vereinbarte ich einen Termin zur Untersuchung bei meinem Gynäkologen.

Nach einer Ultraschalluntersuchung verwies mich mein Gynäkologe wegen des Verdachts auf einen Tumor dringend an einen Chirurgen, Herrn Professor Jakesz. Am gleichen Tag sprach ich in dessen Praxis vor und nach einer Magnetresonanztomographie stand fest, dass es sich bei dem ertasteten Knoten um eine suspekte Raumforderung handelte, die entfernt werden musste.

Herr Professor Jakesz führte am 6.9.2005 bei mir eine brusterhaltende Operation durch. Im Rahmen der Operation wurden auch die axillären Lymphknoten links entfernt, da auch der Wächterlymphknoten micrometastatsiert war. Die Wundheilung brauchte ihre Zeit und danach begann meine Therapie. Erst folgte eine Bestrahlungstherapie, im Anschluss eine Hormontherapie. Die Medikamente, die ich erhielt, waren Zoladex und Arimidex. Meine Therapie dauerte drei Jahre, dann wurde sie beendet und ich als geheilt betrachtet.

Es ging mir wirklich gut. Zweimal im Jahr absolvierte ich meine Kontrolluntersuchungen. An meine überstandende Erkrankung erinnerten zwei Narben und ein Lymphödem am linken Unterarm.
Bei einem Kontrolltermin im Oktober 2010 fiel der erhöhte Tumormarker CEA und CA 15-3 auf. Mein Hausarzt empfahl mir umgehend die Abklärung. Ich konnte eigentlich nicht glauben, dass ich krank sein sollte. Es ging mir gut. Natürlich musste der gestiegende Tumormarker abgeklärt weden.

Computertomographie, Knochenszintigraphie, PET (Positronen-Emissions-Tomographie) zeigten die Ursache: es waren Leber- und Knochenmetastasen vorhanden.

Aufgrund der starken Ausbreitung wurde eine palliative Chemotherapie vorgeschlagen.

Die Therapie erfolgte oral durch die Gabe von Navelbine und Xeloda. Dazu kamen noch eine Injektion XGEVA und ein Depotimplantat Zoladex alle 4 Wochen. Mir war damals nicht ganz klar, was der Begriff „palliativ“ bedeutete und ich glaubte immer an meine Heilung und an mein Leben.

Während der Therapie kam das Wachstum der Metastasen zum Stillstand, sie verkapselten sich.

Nach eineinhalb Jahren wurde die Therapie mit Navelbine abgesetzt, ein weiteres Jahr später wurde auch Xeloda abgesetzt. Die ursprünglichen Metastasen in der Leber waren nicht mehr als solche nachweisbar. Die verbleibende Therapie waren XGEVA, Zoladex und Nolvadex.

Die schulmedizinische oder konventionelle Therapie ergänze ich seit 2010 mit einer homöopatischen Therapie, mit Reiki, mit Klangtherapie und einigen Semestern Yoga.

Dazu kommt noch etwas: mein eigener Glaube an die Heilung und die Kraft, die ich daraus beziehe und auch meine Familie, die an mich glaubt und mir durch „graue“ Tage hilft.

Alle drei bis vier Monate nahm ich meine Kontrolltermine wahr. Auch im Jänner 2015. Eine Computertomographie, eine Mammographie und die Blutwerte, alles sah gut aus, so gut wie in den letzten Monaten auch.

Seit 2010 ging ich zusätzlich zu „meinem“ Chirurgen zur Kontrolle, zweimal im Jahr. Mein Chirurg war und ist für mich ein Mediziner, der über die Schulmedizin hinaus auch die ganzheitliche Heilung unterstützt. Im März 2015 ging ich mit den offenbar guten Befunden zu ihm. Er freute sich auch über die Ergebnisse, die ich mitbrachte und meinte, dass wir ein „zehnjähriges Jubiläum“ feiern könnten.

Bis zur Tastuntersuchung. Beim Tasten unter meinem linken Schlüsselbein wurde sein Blick starr und mir wurde bewusst, dass etwas nicht so war, wie es sein sollte.
Er ertastete einen Knoten, ein Rezidiv. Am 23. März 2015 operierte er mich im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Entfernt wurden drei Lymphknoten, die bösartig verändert waren. Gott-sei-Dank wurden die Knoten so früh ertastet, dass eine Entfernung bis in den gesunden Bereich möglich war. Bei den danach folgenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass keine weiteren Lymphknoten befallen waren und dass keine Metastasen in Leber und Knochen vorhanden waren.
Zur Therapie bin ich in der onkologischen Ambulanz im AKH Wien. Meine Therapie ist eine Immun-/Hormontherapie mit den Medikamenten Afinitor und Exemestan. Da ich mich noch nicht im natürlichen Wechsel befinde, bekomme ich auch weiter XGEVA und Zoladex.

Ich möchte hier auch anführen, dass ich nach jeder Erkrankung nach einigen Monaten in mein Berufsleben (Bankenbranche) zurückkehrte. Diese trägt für mich auch einen Teil zu meiner Heilung bei. Ich habe unter meinen Kunden mit vielen jahrelang Kontakt und auch sie geben mir Kraft.

Aufgrund der Fortschritte in den Möglichkeiten der Therapien hatte ich nie einen Haarausfall und normalerweise sahen mir Außenstehende nie meine Erkrankung an. Ich finde es einfach großartig festzustellen, was sich in den letzten 10 Jahren in der Krebsforschung und Behandlung getan hat und bin dafür sehr dankbar!

Hallo ! Ich bin Heidi.


Im Oktober 1974 war es mir schlussendlich zu eng und ich wollte raus, raus in die schöne Welt…und ich ward geboren. Wuchs in Velden am Wörthersee auf, später studierte ich Int. Wirtschaftswissenschaften und Jus in Innsbruck, Kapstadt, Madrid und Taipeh. Absolvierte eine Coachingausbildung. Ich arbeitete gemeinsam mit zwei Ministern im Kabinett. Danach folgten über fünf Jahre Abteilungsleitung in der Privatwirtschaft. Es war eine gute Zeit mit guten Herausforderungen.

2011 jedoch schlossen meine Eltern für immer ihre Augen und im Jänner 2013 traf mich die Diagnose Brustkrebs….Ich mag Herausforderungen, doch das, das war mehr…

Ein Freund fragte mich einige Jahre zuvor – „was bleibt wenn nichts mehr bleibt“…damals wusste ich keine Antwort…ich fand mich Anfang 2013 in dieser Situation wider….eine „echte“ Herausforderung.

Ich beschloss, die Krankheit Krebs als mein „Neues Projekt“ zu betrachten. Mir war wichtig, so viel wie möglich selbst aktiv zu entscheiden, da ich mich sehr verantwortlich fühlte für das was kommen sollte und damit Vertrauen hatte.

Die Diagnose und die Zeit danach hat für mich viel geändert…

Ich weiß, was ich will und was ich nicht will, lebe voll im „JETZT“. Habe großes Vertrauen ins Leben.

Ich habe mich viel mit dem Tod auseinandergesetzt, weiß, wo ich einmal ruhen möchte und habe einen viel klareren und direkteren Zugang im Leben. Nach dem Motto: „was kann noch viel passieren“, sehe ich viele Dinge inzwischen viel entspannter.

Es gibt so viele Dinge, die ich genießen kann….ja natürlich die Wolken und das Moos sind meine Kraftquellen…aber da sind so viele wunderschöne Dinge jeden Tag, die ich jetzt bewusst lebe. Ich liebte es jetzt im Frühling zu sehen wie aus starken Ästen zarte Blätter sprießen…ist doch unglaublich, dass das möglich ist oder?

Ja, und ich freu mich auch sehr darüber mich wieder mal zu verlieben…freu mich wirklich darauf….und ich finde den Gedanken so magisch, dass der Mensch, der Mal mit mir sein wird schon irgendwo da draußen existiert… Allein die Beschäftigung mit diesem Gedanken macht mich „irre“ glücklich !

All die Dinge, die passiert sind, haben mich und das ist sehr positiv irrsinnig frei gemacht….frei von Dingen an die ich angehaftet bin, Denkmustern, Erwartungen – meinen und von anderen… Schön, ist das Leben!


 „SCHÖN IST DAS LEBEN“ ist auch der Titel zu einer von mir konzipierten Austellung, die ich gemeinsam mit einem wunderbaren Team umsetze. Es geht um Lebenskrisen, Lebenskrisen, wie sie jeder von uns kennt (Jobverlust, Krankheit, Trennung, Tod…) oder Angst davor hat. Die beispielhafte Lebenskrise der Ausstellung ist die Erkrankung an Krebs. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die alle Krebs hatten und deren Kraftquellen mittels Bodypainting an deren eigenen Körper abgebildet werden.

Für die Umsetzung der Ausstellung suche ich noch einen Mann der Lungenkrebs, eine Frau die Darmkrebs und eine weitere Frau die Gebährmutterhalskrebs hatten und mit ihrer Krankheit gut umgehen können.
Wir werden gemeinsam ihre Stärken und Kräfte herausarbeiten, und diese für sie passend an Ihrem Körper mittels Bodypainting abbilden. Es wird ein Erlebnis für sie sein und sie werden damit viele Menschen motivieren und inspirieren. „Meine Kraftquelle ist Moos und Wolken. Daher haben wir dies mit Bodypainting als Wolkenfrau und Waldmooskönigin dargestellt.

Mit der Ausstellung bewegt mich der Gedanke, dass alle Menschen Stärken und Kräfte in sich tragen, um Krisen zu meistern. Das Bewusstsein fehlt jedoch manchmal. Die Ausstellung soll daran erinnern.


Wenn sie an der Ausstellung mitwirken wollen so kontaktieren Sie mich unter: 0676/5331784 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!