Unter dem Motto „zuhören, beitragen, umsetzen“ fand im Mai 2017 in Zusammenarbeit mit dem Alois Mock Institut (Forum für Gesundheitsfragen) das zweite viertägige Gesundheitsforum Seitenstetten statt.
Ort der angeregten Diskussionen und interdisziplinären Projektgruppen war auch heuer wieder das barocke Stift Seitenstetten.
An der Praevenire-Podiumsdiskussion zum Thema: „Aktuelle Standpunkte: Versorgung und Nachhaltigkeit“ durfte neben folgenden hochkarätigen Experten wie Univ. Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der MedUni Wien; Univ.-Prof.Dr. Michael Gnant, Leiter der Uni-Klinik für Chirurgie der MedUniWien, u.a. auch ich als „PatientInnen-Stimme“ teilnehmen.

Ich konnte Folgendes einbringen:

  • die Kommunikation mit Patienten kommt derzeit zu kurz, mehr Zeit zum Zuhören wird benötigt
  • Information stellt einen zentralen Punkt dar, weil Nichtwissen Angst auslöst
  • Bei entsprechender Aufklärung ist es wichtig, den PatientInnen zu raten: Schau nicht bei „Dr. Google“ nach!

 

Manifest zur zukünftigen onkologischen Versorgung Österreichs

Im Rahmen des zweiten PRAEVENIRE Gesundheitsforums in Seitenstetten fanden sich am Rande der Sessions und Gespräche mehrere Experten zusammen. Sie nahmen die Anregungen der Vorträge und Diskussionsrunden auf und begannen sich gemeinsam über ein wesentliches Thema zu verständigen. Der Philosophie von PRAEVENIRE gemäß waren sie überzeugt, dass nur eine vorausschauende und ganzheitliche Sichtweise auf das Gesundheitssystem zielführend sein kann. Ihr gemeinsames Thema ist die Lage der onkologischen Versorgung Österreichs. In diesem komplexen medizinischen Teilgebiet ist Österreich, was die Zugänglichkeit von innovativen Therapien für jedermann angeht, aktuell weltweit im Spitzenfeld. Gleichzeitig lässt sich am Beispiel der Onkologie diskutieren, wie es um die Innovationsleistung der österreichischen Forschung bestellt ist, wie Früherkennung und Rehabilitation neu gedacht werden können, wie die vertrackte Kostendebatte konstruktiv geführt werden könnte und was die aktuellsten Entwicklungen von Big Data für Veränderungen bringen werden.


Diese Gruppe aus Gesprächsteilnehmern, bestehend aus Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Univ.-Prof. Dr. Reinhard Riedl, Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna und Mag. Martin Schaffenrath, formulierte das Seitenstettener Manifest zur zukünftigen onkologischen Versorgung Österreichs. Dr. Armin Fidler verfasste eine Präambel zum Manifest, die es in den Kontext der Philosophie von PRAVENIRE stellt. Die feierliche Präsentation fand zum Abschluss des Gesundheitsforums mit einer Verlesung und Unterzeichnung des Manifests statt.

 

Das Manifest kann von jedem auch online unterstützt werden:   https://praevenire.at/manifest