Gift für schnellwachsende Zellen

Bei einer Chemotherapie werden Zytostatika ("Zellstopper") verabreicht. Sie wirken gezielt gegen Zellen, die schnell wachsen und sich häufig teilen. Dies sind typische Eigenschaften von Krebszellen. Allerdings gibt es auch bestimmte gesunde Gewebearten mit hohe Zellteilungsraten. Dazu gehören vor allem die blutbildenden Zellen des Knochenmarks, die Zellen der Mund-, Magen- und Darmschleimhaut - und jene der Haarwurzeln. Auch sie bekommen daher die Auswirkungen der Chemotherapie zu spüren.

Rund 85 Prozent der Zellen an den Haarwurzeln befinden sich ständig in Teilung und sorgen so dafür, dass ein Haar pro Tag etwa 0,3 Millimeter in die Länge wächst. Wenn Zytostatika diesen Prozess blockieren, kommt es nach etwa zwei bis vier Wochen zu einem mehr oder weniger starken Haarverlust: Die Haare fallen von der Wurzel her aus oder brechen nahe der Kopfhaut ab.

In manchen Fällen beschränkt sich der Haarverlust nicht nur auf den Kopf: Auch Körperhaare wie Wimpern und Augenbrauen können ausfallen - oft ein schwerer Schlag für das Selbstwertgefühl. Hilfe finden Sie in speziellen Kosmetikseminaren (z.B. in Krebszentren). Dort lernen Sie, wie sich mit den richtigen Schminktipps das Fehlen von Wimpern und Brauen kaschieren lässt - oder - beim Friseur.

Haarlos - was nun?

Auf einen teilweisen oder gar totalen Haarverlust reagieren Krebspatienten ganz unterschiedlich. Manche zeigen bewusst ihren kahlen Kopf, andere greifen zu bunten Tüchern, Hüten, Mützen, und wieder andere gehen nicht ohne Perücke außer Haus.

Am besten ist es, Sie überlegen sich schon vor Beginn Ihrer Chemotherapie, wie Sie mit dem Problem Haarausfall umgehen. Gerade für Frauen ist eine solche gedankliche Vorbereitung wichtig, denn ein kahler Kopf belastet sie oft besonders stark. Schließlich laufen auch viele gesunde Männer im Alltag mit Glatzkopf herum, ein therapiebedingter Haarausfall fällt bei Ihnen - anders als bei Frauen - daher weniger auf. Aber ob Mann oder Frau: wer sich mit dem Gedanken an einen möglichen Haarverlust frühzeitig vertraut macht und schon passende Schals oder Perücken besorgt, wird später leichter mit der Situation fertig.

Übrigens: Die Umstellung auf die neue Situation fällt vielen Betroffenen leichter, wenn sie sich eine Kurzhaarfrisur zulegen, entweder schon vor Beginn der Chemotherapie oder sobald die Haare auszufallen beginnen. Das macht den Übergang in die haarlose Phase gefühlsmäßig weniger abrupt. Manche Frauen rasieren sich bei Beginn des Haarausfalls die Haare gleich ganz ab.

(https://www.netdoktor.de/Krankheiten/Brustkrebs/Tipps/Brustkrebs-Haarausfall)

Perücken

Ich hatte die Gelegenheit mit einer Angestellten des Haarhauses "La Perruque" (GISELA MAYER Hair Collection) über das Thema Haarverlust und die dazugehörige umfassende Problematik zu sprechen. Ärzte verschreiben kurz vor oder bei bereits eingetretenem Haarverlust meist eine Verordnung für eine Perücke. Leider wird meistens nicht mit den PatientInnen über ihre Sorgen gesprochen.

Die Damen des Perückenstudios nehmen die Betroffenen sehr herzlich auf. Sie sind nicht nur bemüht, die passende Frisur für ihre Kunden zu finden, sondern sind auch Anlaufstelle für viele Fragen.
Langjährige Erfahrungswerte werden an die PatientInnen weitergegeben. Deshalb ist es wichtig, einen Termin zu vereinbaren. Das Geschäft wird auf Kundenwunsch bei der Beratung zugesperrt.
Wie funktioniert die Verrechnung?
Das Haarhaus „La Perruque“ ist Vertragspartner der Krankenkassen. Mit der WGKK und der NÖGKK wird direkt verrechnet. Außer dem gesetzlichen Selbstbehalt ist für die Kunden nur dann eine Aufzahlung zu leisten, wenn eine Perücke mit besonderer Haarqualität und Ausarbeitung (Handknüpfung) ausgewählt wird.
Bei anderen Versicherungen wie SVA, BVA,… ist die Perücke vorerst selbst zu bezahlen. Allerdings kann die Rechnung (inkl. Detailinformationen) gemeinsam mit dem Verordnungsschein problemlos bei der jeweiligen Versicherungsanstalt eingereicht werden. Ein Großteil des bezahlten Betrages wird danach rückvergütet.
Für Auskünfte stehen die Damen vom Haarhaus „La Perruque“ jederzeit gerne zur Verfügung:

Haarhaus „La Perruque“
Parkring 12
1010 Wien
Tel: 01 512 92 80