Monas Blog

 

Ein Herz für Brustkrebspatientinnen

Patientinnen mit Brustkrebs erleben nach der Operation neben physischen auch psychischen Schmerz. Das Herzkissenprojekt wurde ins Leben gerufen, um das Leiden von Brustkrebspatientinnen zu lindern. Die Geschichte der Herzkissen in Europa begann 2006 damit, dass die dänische Pflegefachfrau Nancy Friis-Jensendie Herzkissen-Idee von einem Kongress in den USA nach Dänemark brachte.

Wofür ein Herzkissen?

Das Kissen in Herzform ist aus Baumwollstoff gefertigt und mit 170 Gramm synthetischer Stopfwatte gefüllt. Es hat extra lange „Ohren“ und wird mit der Spitze nach unten in die Achselhöhle gelegt. Nancy Friis-Jensen schreibt, dass das Kissen Schmerzen lindert, Ziehen und Spannen nach Brustoperationen lindert, vor Druck schützt, Verspannungen der Schulter verhindert und Schwellungen unter dem Arm reduziert. Es kann auch beim Autofahren benutzt werden, um den Druck des Sicherheitsgurts zu mindern, und es bietet einen gewissen Schutz vor plötzlichen Bewegungen oder Stößen. Das Kissen erfüllt aber noch einen weiteren Zweck. Es ist ebenso ein Zeichen der Solidarität und der seelischen Unterstützung von Brustkrebs-Patientinnen.

Durch das Engagement von Nancy Friis-Jensen wurde das Projekt europaweit verbreitet. Die Herzkissen werden ehrenamtlich von Frauen in Nähkreisen oder Kirchgemeinden mit viel Liebe genäht. Anschließend werden die Kissen von den Pflegefachfrauen, die an Brustkrebs erkrankte, frischoperierte Frauen betreuen, verschenkt. Die Patientinnen können das Kissen mit nach Hause nehmen und behalten. Das Kissen ist bei 40 Grad waschbar – die hygienischen Voraussetzungen aus Sicht der Spitalhygiene sind somit erfüllt.

Herzkissen auch in Österreich und der Schweiz

Die Herzkissen werden inzwischen auch in Österreich, Deutschland, Griechenland und in der Schweiz hergestellt und verteilt.

(Auszüge aus: http://www.diagnose-brustkrebs.ch)

 

In Österreich nähen ehrenamtlich Brustkrebs-Betroffene Herzkissen. Wir sind sehr dankbar für dieses tolle Angebot und hoffen, dass die Herzkissen in den Spitälern auch aktiv ausgegeben werden.

 

"Primärversorgung" ist die erste Anlaufstelle für Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Sie findet heute bereits tagtäglich in den Ordinationen der Hausärztinnen und Hausärzte sowie in Spitälern statt. Doch unser Gesundheitssystem ist im Wandel. Unsere Bedürfnisse ändern sich. Wir werden immer älter und wollen natürlich auch länger gesund bleiben. Die Medizin wird immer spezialisierter. Und auch die Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung nehmen zu. Bis 2025 haben fast 60 Prozent der HausärztInnen, die einen Kassenvertrag haben, das Pensionsalter erreicht. 

Auf diese Veränderungen reagiert die Politik: Sie fördert die Weiterentwicklung der Primärversorgung. Bund, Länder und Sozialversicherung haben deshalb gemeinsam ein Paket geschnürt, um das Gesundheitssystem fit für die Zukunft zu machen.

Was bringt die neue Primärversorgung?

Die Primärversorgung bringt Patientinnen/Patienten, Ärztinnen/Ärzte und Kommunen nur Vorteile. Aufgrund der Entwicklungen im Gesundheitsbereich empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die moderne Gesundheitswissenschaft den europäischen Staaten, mehr auf Primärversorgung zu setzen. In Österreich kann die Primärversorgung in Zukunft auch so aussehen: Ein multiprofessionelles Team rund um die Hausärztin/den Hausarzt kümmert sich – wohnortnah – um die Patientin bzw. den Patienten.

Primärversorgung in der Praxis

Im Zentrum der neuen Primärversorgung steht eine Gesundheitsversorgung, die sich nach den Bedürfnissen der PatientInnen und den Gesundheitsberufen richtet. Die Anforderungen an die Primärversorgung unterscheiden sich dabei je nach Region. Im ländlichen Raum hat die Bevölkerung andere Bedürfnisse und es herrschen andere Rahmenbedingungen als in der Stadt. Deshalb kann die Primärversorgung sehr unterschiedlich gestaltet sein. Einerseits können bestehende Strukturen vernetzt und weiter ausgebaut werden oder regionale Gesundheitszentren werden von Grund auf neu errichtet und gestaltet. Ein Merkmal ist aber allen gleich: Ein Team von Gesundheitsberufen rund um den Hausarzt bzw. die Hausärztin versorgt die Patientinnen und Patienten.

Im Folgenden werden Pilotprojekte zur Primärversorgung in Österreich vorgestellt. Sie zeigen, was die bisherigen Primärversorgungsmodelle in der Praxis anbieten.

Welche Modelle gibt es für die neue Primärversorgung, wer profitiert von den Veränderungen und wie sehen die gesetzlichen Regelungen aus? Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz informiert Sie auf dieser Seite über die Veränderungen in der Primärversorgung:

www.gesundheit.gv.at/gesundheitssystem/mehrgesundheit/gesundheitspolitik

Fragen, die häufig gestellt werden:

  • Was ist die neue Primärversorgung in regionalen Gesundheitszentren?
  • Wird es weiterhin Hausärztinnen und Hausärzte geben?
  • Und wozu brauchen wir eine Gesundheitsreform?

Auf diese und weitere Fragen rund um Primärversorgung & Co. gibt es hier Antworten:

www.gesundheit.gv.at/gesundheitssystem/regionale_gesundheitszentren_faq

Mit Medizin 4.0 zur besseren Gesundheitsversorgung

GESUNDHEIT IST NICHT NUR FÜR JEDEN EINZELNEN DAS HÖCHSTE GUT.

Das Gemeinwesen insgesamt stellt die Fragen nach einer bestmöglichen Früherkennung und Prävention von Krankheiten, nach einer exzellenten medizinischen Versorgung auch außerhalb von Ballungszentren oder der optimalen medizinischen Versorgung chronisch Kranker die in ihrem häuslichen Umfeld bleiben können. Das Fachforum ‚Digitalisierung und Gesundheit‘ hat sich mit diesen Themen und den Potenzialen der Digitalisierung für den Menschen und das Gesundheitswesen befasst. Mit zahlreichen Expertinnen und Experten wurde das Szenario einer Gesundheitsversorgung in der nächsten Dekade und daraus resultierende Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft formuliert. Die Digitalisierung ist nach Auffassung des Fachforums der Schlüssel für mehr Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Sie ermöglicht die bessere Versorgung der Patienten und unterstützt die Beschäftigten in der Branche.

Die zentralen Empfehlungen des Fachforums Digitalisierung und Gesundheit lauten:

  • Förderung der Entwicklung von digitalen Entscheidungshilfesystemen zum Ausbau der Präzisionsmedizin. Diese Systeme sollen das medizinische Fachpersonal bei der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen unterstützen und eine patientenzentrierte, individuelle Therapieplanung erleichtern.
  • Aufbau einer Online-Gesundheitsplattform. Ziele des Informationsangebotes sind die Erhöhung der Gesundheitskompetenz in der Gesellschaft sowie die Herstellung von Transparenz bei Therapiepfaden und -kosten.
  • Weiterentwicklung einer patientenzentrierten, standardisierten, elektronischen Gesundheitsakte. Sie ermöglicht jeder Person den einfachen, barrierefreien Zugang zu den eigenen Gesundheitsdaten und stärkt so die therapeutische Partnerschaft zwischen ärztlichem Fachpersonal sowie Patientin bzw. Patient.
  • Sicherstellen und Weiterentwickeln der Rahmenbedingungen zum rechtssicheren Einsatz digitaler Anwendungen. Rechtssicherheit stellt die Grundlage dar, um Digitalisierungspotenziale zu heben und kollaborative Behandlungskonzepte über alle Versorgungsphasen hinweg auszubauen. Ethische Aspekte sind zu berücksichtigen.
  • Identifikation und Förderung von Maßnahmen, die soziale Innovationen aktiv vorantreiben. Technologische und soziale Innovation müssen miteinander einhergehen, um nachhaltig ein gesundheitsförderndes Verhalten von Personen zu begünstigen – und zugleich das Innovationspotenzial der Branche zu befördern. Die Digitalisierung wird die Gesundheitsversorgung grundlegend verändern. Unser Szenario zeigt einen möglichen medizinischen Alltag am Ende der nächsten Dekade. Es soll helfen, eine konkrete Vorstellung über die Welt der Medizin 4.0 zu geben, ohne jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Arzt und Patient: ein gutes Team

Im Verhältnis zwischen Arzt und Patient geht die Entwicklung weg von der eher paternalistischen Position des Arztes – hin zu einer Beziehung stärker auf Augenhöhe. Der Patient ist informierter als früher und bringt sich aktiv bei Entscheidungen ein. Dazu beigetragen hat eine zentrale, geprüfte Informationsplattform im Internet und zertifizierte Gesundheitsapps, viele davon getragen oder initiiert von approbierten Medizinern, Gesundheitseinrichtungen und Betroffenenorganisationen. Der informierte Patient entscheidet aktiv und auf Augenhöhe mit.

Die Zukunft der Medizin ist digital.

Auch die behandelnden Ärzte profitieren vom verbesserten Zugriff auf Informationen und erleben die aktive Teilnahme von Patienten bei Therapieentscheidungen als bereichernd. Hausärzte, die ihre Patienten früher an Fachärzte weiterüberwiesen haben, können dank Telekonsil mit den spezialisierten Kollegen ihre Patienten wieder weitgehend selbst behandeln. Infolge des raschen Zugriffs auf neueste medizinische Erkenntnisse und Entscheidungshilfesysteme kann der Hausarzt für ein breiteres Krankheitsspektrum nicht nur erste Anlaufstelle sein, sondern auch in Zusammenarbeit mit dem Facharzt die jeweilige Behandlung betreuen.

(Auszüge aus: http://www.hightech-forum.de)


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