Monas Blog

 

(Auszüge aus dem Buch „Die Möglichkeit des Andersseins“ von Paul Watzlawick)

Weltbilder

Der Mensch, der Hilfe sucht, leidet in irgendeiner Weise an seiner Beziehung zur Welt.

Damit ist gemeint, dass er an seinem Bild der Welt leidet, am ungelösten Widerspruch dazwischen, wie die Dinge sind und wie sie seinem Weltbild nach sein sollten.

Es stehen ihm dann zwei Möglichkeiten offen: aktives Angleichen der Umwelt mehr oder weniger an sein Weltbild – oder - wenn das unmöglich ist, umgekehrt die Anpassung seines Weltbildes an die unabänderlichen Gegebenheiten.

Ansätze dazu findet man bereits bei Aristoteles, der den grundlegenden Unterschied zwischen Schlüssen, die sich aus der Natur der Dinge ergeben, und solchen, die auf anerkannten Meinungen beruhen.

ARISTOTELES war es auch, der den prägnanten Begriff der „Möglichkeit des Andersseins“ eingeführt hat.

Wer also Hilfe sucht, sucht nach Problemlösungen.

 

10 Jahre Mamma Mia Optimiced

 

Gestern fand in Perchtoldsdorf bei Wien die 10 Jahres Feier der Brustkrebs Selbsthilfegruppe „Mamma Mia“ statt.
„Mamma Mia“ ist ein gemeinnütziger Verein von Frauen, die das Schicksal, an Brustkrebs zu erkranken, selbst erfahren und gelernt haben, damit zu leben. Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist es, Betroffene zu unterstützen und zu beraten.
Nach einer sehr sympathischen Vorstellung von „Mamma Mia“ durch Frau Mag. Gertraud Müller fanden spannende Vorträge zu den Themen "Zertifizierte Brustzentren", "Brustrekonstruktion", "Biomarker" und "Früherkennungsprogramm" statt, auf die ich im Folgenden näher eingehen möchte.

Zertifizierte Brustzentren

Es wird so viel von zertifizierten Brustzentren gesprochen, doch was genau ist so ein Zentrum und wodurch zeichnet es sich aus ?
Man kann sich das so vorstellen: Die Patientin steht im Mittelpunkt und um sie herum bildet sich ein Mantel aus ineinandergreifender höchster Fachkompetenz, Interdisziplinarität und Fürsorge auf dem Boden eines strukturierten Qualitätsmanagements, das jährlich einer strengen externen Prüfung unterliegt.
Dies ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung, Begleitung und Nachsorge unter höchsten Qualitätsstandards.

Brustrekonstruktion

Nachdem ich mich dazu entschlossen habe, eine Brustrekonstruktion durchführen zu lassen, war dieses Thema natürlich besonders interessant für mich.
Herr Univ.-Prof. Dr.med.univ. Heinz Kölbl beschrieb in seinem Vortrag sehr anschaulich sowohl die Methoden und Möglichkeiten als auch die Ziele der Brustrekonstruktion.
Bei der Wiederherstellung möchte man vor allem eine in Optik und Konsistenz ansprechende Brust, Wiederherstellung der Körperkontur und Dauerhaftigkeit des Rekonstruktionsergebnisses erreichen.
Um das optimale Ergebnis erzielen zu können ist es wichtig im Vorfeld ganz genau abzuklären, welche Möglichkeiten für einen selbst in Frage kommen. Dabei sind zu beachten:

  • Dicke, Elastizität und Durchblutung der Haut
  • Vorbestrahlung
  • Beschaffenheit von Unterhautfettgewebe und Muskulatur
  • Größe und Form der gegenseitigen Brust

Bei allen Rekonstruktionsmöglichkeiten finden wir Vor- und Nachteile, die alle gut abgewogen werden sollten, bevor eine endgültige Entscheidung gefällt wird.
Implantate zum Beispiel haben den Vorteil einer kurzen OP Zeit und weniger Narben. Die Methode kann allerdings nur bei nicht bestrahlten Brüsten angewandt werden.
Ein natürlicheres Rekonstruktionsergebnis kann durch Eigengewebe erzielt werden. Hier sind jedoch die längere Operationszeit, längere Rekonvaleszenz u.s.w. zu berücksichtigen.

Biomarker

Biomarker sind charakteristische biologische Merkmale, die objektiv gemessen werden können und auf einen normalen biologischen oder krankhaften Prozess im Körper hinweisen können. Biomarker lassen sich bereits vor dem Auftreten erster Symptome im Blut nachweisen und sind damit wertvoll und sehr aussagekräftig für die Diagnostik.
Der „klassische“ Biomarker für die Medizin ist ein Laborparameter, den der Arzt als Entscheidungshilfe für die Diagnosestellung und die Therapieentscheidung heranzieht.
Bei einem Biomarker kann es sich um Zellen, Gene, Genprodukte oder bestimmte Moleküle wie Enzyme oder Hormone handeln.
Die krankheitsbezogenen Biomarker liefern als so genannter Risikoindikator oder prädiktiver Biomarker Informationen darüber, ob eine Erkrankung droht, ob die Krankheit bereits besteht oder wie sich eine Erkrankung im Einzelfall wahrscheinlich entwickeln wird .
Die Analyse mittels Biomarkern wird mittelfristig sicher ein wertvolles Zusatzinstrument für die Früherkennung von Brustkrebs darstellen.

BrustkrebsFrüherkennungsprogramm

Herr Dr. Leopold Schmidt, Leiter des Diagnose Zentrums „Röntgen Liesing“ und Mitbegründer der Brustkrebs-Selbsthilfegruppe „Mamma Mia“ berichtete über den voraussichtlichen Start des Früherkennungsprogramms, der im Augenblick mit dem 01.01.2014 festgesetzt ist, sich aber auch noch ein wenig verzögern kann.
Das Früherkennungsprogramm richtet sich ausschließlich an Frauen, die als gesund gelten und nicht an Brustkrebs erkrankt sind.
Nähere Informationen darüber möchte ich Euch dann liefern, wenn das Programm endgültig in Kraft getreten ist.

https://www.breasthealthday.org/

Internationaler Brustgesundheitstag ist der 15. Oktober

 

Der Brustgesundheitstag zielt darauf ab, Informationen über die Gesundheit der Brust zu verbreiten und das Bewusstsein für Prävention und Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt zu erhöhen.

Frauen sollten eine eigene Gesundheitsstrategie entwickeln, um die Brustkrebs Risikofaktoren so weit wie möglich zu reduzieren. Besonders wichtig dabei sind die Vermeidung von Übergewicht und Gewichtszunahme, Steigerung der körperlichen Aktivität und Lifestyle-Entscheidungen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung schätzt, dass Übergewicht und Bewegungsmangel  etwa 25-33% der  Brustkrebsfälle ausmachen.

Mit einem BMI von 25 oder höher besteht ein erhöhtes Risiko postmenopausale Brustkrebs zu entwickeln. Übergewichtige Frauen, die bereits Brustkrebs gehabt haben, können dazu beitragen, das Risiko für weitere Probleme zu senken, indem sie ihr Gewicht im normalen Bereich halten.


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